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>Fachbegriffe - wie sie nicht
im Lexikon stehen<
OPEC
= Organization of the Petroleum Exporting Countries
Die OPEC wurde im September 1960 von 5 Ölförderstaaten
zum Zweck der Verteuerung des internationalen Röhölpreises
gegründet.
Verstaatlichungen der bis 1960 von den großen
Ölkonzernen ("Die sieben Schwestern") beherrschten lokalen
Ölförderindustrie stärkten dann das OPEC-Kartell in den
70iger Jahren.
Bis Mitte der 80iger Jahre konnte das Kartell die Welt-Ölpreise
diktieren. Danach sank die Bedeutung der OPEC. Seit 2006 gewinnt
die OPEC für bisherige Nicht-OPEC-Staaten offenbar aber an Attraktivität.
Angola und Ecuador sind neu in das OPEC-Kartell eingetreten. Und der
Sudan liebäugelte mit einem Beitritt. Wegen der dortigen
völlig zerütteten Staatsverhältnisse kam es bisher aber
nicht dazu. Ein Beitritt könnte
nach der vielleicht erfolgenden Wahl eines sudanesischen Staatspräsidenten
und eines Parlaments im April 2009 erneut angestrebt werden.
.
Rund 80 % aller weltweit bekannten Erdölreserven befinden sich
unter dem Gebiet der OPEC-Länder.
Relativ größer ist die Abhängigkeit der Länder
der Europäischen Union (EU-Staaten) im Laufe der letzten zehn Jahre
aber von Russland geworden.
OPEC-Mitglieder sind
Algerien
Angola
Ecuador
Irak
Iran
Katar
Kuwait
Libyen
Nigeria
Saudi-Arabien
Venezuela
Nach Ansicht des Wirtschaftsforschungsinstituts HWWA
ist die OPEC im Vergleich zu den 70iger Jahren offenbar sehr darauf
bedacht, Ölgeschäft und Politik streng zu trennen.
Die OPEC-Länder sind in an stetigen Einnahmen aus dem Export ihrer
wichtigsten Einnahmequelle interessiert.
Die bis Mitte 2004 vermutete OPEC-Politik, den Rohölpreis für
einen "Korb" aus sieben verschiedenen Ölsorten in einer
Spanne von 22 bis 28 Dollar stabil zu halten, ist ins Wanken geraten.
Dieses Preisbandmodell besagte, dass die Gesamt-OPEC-Förderquote
um 1 Mio barrel pro Tag erhöht wird, wenn der 20-Tage-Durchschnittspreis
eines "Ölkorbs", der verschiedene Ölsortenqualitäten
enthält, während 20 Tagen über 28 $ je Fass gehandelt
wird. Bei dem OPEC-Treffen am 19.09.02
war offenbar festgelegt worden, diese Preisspanne auch im Fall einer
kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem Irak und der freien Welt
zu "garantieren".
Auf dem OPEC-Treffen am 10.12.2004 ist offiziell nicht über das
oben erwähnte Preisband von 22 bis 28 Dollar diskutiert worden,
aber durch den sehr niedrigen US-Dollarkurs schien damals eine Tendenz
innerhalb der OPEC zu bestehen, dieses Preisband zu beenden. Dafür
sprach, dass die OPEC-Staaten ab Januar 2005
bis zu 1 Million barrel je Tag weniger fördern wollten.
In der "Irak-Nachkriegsphase" ab 2006 gelang es der OPEC
offensichtlich aber nicht,
den Preis-Faden in der Hand zu behalten. An den Rohöl-Terminmärkten
wurden schon damals Preise je Öl-Faß (159l) weit über
70 Dollar gezahlt.
Im Jahr 2008 ist der OPEC die Preiskontrolle gänzlich aus den Händen
geglitten.
Bestimmende Preisfestsetzer sind die vagabundierenden Geldströme
internationaler
Groß-Spekulanten, die den Ölpreis im Juni 2008 bis auf fast
140 Dollar trieben.
(Update Dez. 2009)
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