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Schon gehört? Insight - Inside - Insight - Inside - Insight - Inside - Insight - Inside

Die Nachrichtenseite, Informationsseite, Ideenseite und Meinungsseite, die Ihnen Dinge liefern soll, die Sie sonst oftmals nicht erfahren.


 

Hoffentlich gut informiert und vorbereitet auf Enttäuschung!

Dies gilt besonders für die Käufer von Griechenland-Anleihen.

Beflügelt wurde die Kaufwelle unter anderem durch einen Artikel in der Zeitschrift Focus-Money, Ausgabe 51/2011. In dieser Ausgabe hatte Dr. Hendrik Leber von ACATIS Investment GmbH geäussert, "Griechische Anleihen sind auch dabei. Deren Börsenkurs liegt bei 25 Prozent des Nominalwerts... Mit solch einem niedrigen Kurs kann ich sogar dann noch verdienen, wenn der griechische Staat nur die Hälfte des Anleihebetrags zurückzahlt ... Klar, es könnte auch schlimmer kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es besser ausgeht und wir mit diesen Papieren sehr gut verdienen".

In der Blaupause zur kommenden Umschuldung Griechenlands, die die EU-Staats- und Regierungschefs am 26./27. Oktober 2011 gezeichnet haben, ist tatsächlich so formuliert worden, dass die Öffentlichkeit annehmen sollte, dass ein 50 %iger Schuldenschnitt auch exakt 50 % Herabsetzung der Nominalwerte "alter, bisheriger" griechischer Staatsanleihen bedeute.
Und dass danach die Verzinsung und Laufzeit dieser Alt-Anleihen fortgeführt würde, wie bisher. Das ist Sand-in-die-Augen-streuen seitens der EU-Politiker.

Die Alt-Griechenland-Anleihen werden beim Schuldenschnitt gänzlich auf "Null" gebracht. Im Gegenzug gibt es dann für die Gläubiger eine Neu-Griechenland-Anleihe, deren Nennwert zwar über 50 Prozent des Alt-Besitzes lautet; deren Zins etwa zwischen vier und fünf Prozent und deren Laufzeit sehr lang sein wird. Der spätere Börsenkurs dieser Neu-Anleihe wird wegen des niedrigen Zinses und der langen Laufzeit sehr niedrig sein.

Laufend aktualisierte Informationen zum Stand der Umschuldung griechischer Staatsanleihen erhalten Sie durch Klick auf diese Zeile...



27.12.2011
 

Recht widersprüchlich lesen sich die Meinungen, die die Schweizer Großbank UBS der Öffentlichkeit und ihren Kunden bezüglich des Wechselkurses des Schweizer Franken und bezüglich der Entwicklung des Goldpreises zukommen lässt.

Zumindest auf den ersten Blick ist der geneigte Leser von UBS-Research verblüfft, wenn in der UBS-Broschüre Global Outlook 2012 zu lesen ist, "Edelmetalle, insbesondere Gold, sind in diesem unsicheren Umfeld, in dem die einzige langfristige Gewissheit die Inflation ist, in unseren Augen nach wie vor attraktiv."

In einem Brief, den die UBS an ihre Vermögenskunden Mitte Dezember schrieb, heißt es dagegen, "As we enter 2012, neither gold nor the Swiss franc retains a safe haven status", also in der Übersetzung "So wie wir jetzt ins Jahr 2012 eintreten, sind weder Gold noch der Schweizer Franken weiterhin die sicheren Häfen".

Link zur Reuters-Meldung, dass UBS Gold und Schweizer Franken nicht mehr als sicher ansieht:

Link zur Reuters-Meldung, dass UBS Schweizer Franken und Gold nicht mehr als sicher ansieht:
http://uk.reuters.com/article/2011/12/16/idUKL6E7NG06Y20111216



04.11.2011

 

 

Völlig außer Rand und Band geraten sind die inhaltsleeren Talkshows im Fernsehen immer dann, wenn es um Wirtschaftsthemen geht.

Die Talk-Showmaster scheuen sich offenbar auch nicht mehr, vor einem Millionenpublikum Dinge so verdreht darzustellen, dass daraus Falschmeldungen entstehen.

So verbreitete Anne Will in der ARD am 2. November 2011,
dass der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft ("IW") ihrer Talkshow-Redaktion telefonisch Auskünfte zum Thema Mindestlöhne gegeben hätte.

Dabei wurde dem Chef des IW, Prof. Dr. Michael Hüther,
Aussagen in den Mund gelegt, die er gemacht haben solle.

Wahrheit ist, dass der Direktor des IW gar kein Telefonat
mit Anne Will oder ihrer Talkshow-Redaktion geführt hatte.

Ähnlich erging es am Sonntag, 30. Oktober, dem Showmaster Günther Jauch. Jauch war nicht in der Lage zu präzisieren, zu welcher Krise er überhaupt Antworten des äußerst kompetenten, ruhigen und sachlichen Bankiers Hilmar Kopper erhalten wolle.

Auch für diese Jauch'sche Show lässt sich konstatieren:
"Eine Minute Sendung-mit-der-Maus bringt eine größere
Erkenntnis als eine Stunde Talkshow".


27.10.11
Gier...
frisst
Verstand

 

Die Gier hat wieder zugeschlagen.
Das lässt sich leider deutlich erkennen an den vermeintlichen Absatzerfolgen sog. Mittelstandsanleihen. Augenfällig hohe Zinsen verführten Privatanleger, sich diesem risikoreichen "High-Yield"-Markt zuzuwenden.
Die Marketingabteilung der Börse Stuttgart rührte kräftig die
Werbetrommel; wenige Printmedien warnten für unbedarften Käufen.

Jetzt ist Heulen und Zähneklappern. Aber nicht nur bei unbedarften Privatanlegern. Auch professionellen Akteure ist Angst und Bange.

Geschäfte witternde Rechtsanwälte haben sich bereits
auf Centrosolar Group AG eingeschossen, die Anfang des Jahres eine Anleihe mit einem Zins von 7 Prozent zum Ausgabepreis von 100 anboten.
Die Anleihe schmierte zwischenzeitlich bis auf 60 Prozent ab und dümpelt jetzt bei etwa 67 Prozent. Die Rechtsanwälte stellen die Werbeaussagen zur Zeit der Emission der Centrosolar-Anleihe als "unzutreffend" dar.
Immer wieder müssen Anleger sich auch fragen, was das Rating der Mittelstandsratingagentur Creditreform tatsächlich aussagt.
Creditreform hatte Centrosolar eine Bonitätsstufe von "BBB" zugewiesen. Dies bedeutet laut Creditreform eine "stark befriedigende Bonität, ein geringes bis mittleres Insolvenzrisiko".
Ein Creditreform Rating hat allerdings nur eine nach vor blickende einjährige Gültigkeit. Diese läuft in drei Monaten aus.

In meinem Börsenseminar >Festverzinsliche Wertpapier<
gehe ich intensiv auf Mittelstandsanleihen ein. Ich erläutere,
wie Anleger selbst leicht prüfen können, ob eine Mittelstands-
anleihe eine überlegenswerte Anlage sein können.


02.08.11
Es dämmert

 

...immer mehr Anlegern, dass sie selbst abschätzen
sollten, ob ein sog. Länderrating sklavisch beachtet
werden sollte.

Nach der populistischen Kritik, die europäische Politiker
an den Beurteilungen der Bonität hoch verschuldeter
EURO-Länder hatten, gibt es jetzt zunehmend Stimmen,
die die Beurteilungen der Ratingagenturen wieder auf
eine objektivere Basis setzen. Und die den schäumenden
Politikern den Spiegel vor's Gesicht halten.

"Es war die Europäische Zentralbank, die Kriterien für Sicherheiten mit den Ratings verknüpft hat, nicht eine Ratingagentur" (Toby Nangle, Baring Asset Management).

"Sie [die Ratings] liefern einen unabhängigen Messwert für die Finanzstärke" (Stuart Thomson, Ignis Asset Mangement).

"Wenn sich die Investoren mehr auf die Ratingagenturen verlassen als auf ihr eigenes Urteil und nach einer Herabstufung verkaufen, dann sind nicht die Ratingagenturen schuld" (Toby Nangle, Baring Asset Management).

Alles o.a. Zitate stammen aus einer Meldung der
Nachrichtenagentur Bloomberg vom 29.07.11


22.07.11
Besser
im Original..
 

...über die "Beteiligung des Privatsektors"
an der Griechenland-Umschuldung informieren.



Politiker sind Meister in der Positivierung von Begriffen,
die uns letztendlich das Geld aus der Tasche ziehen.

Dieser obiger Satz wird speziell gelten, wenn "dem Volk"
erklärt wird, dass "Banken und Versicherungen", an der
Umschuldung Griechenlands "beteiligt" werden.

"Beteiligt werden" - das hört sich ganz schön positiv an.
Als wenn die Banken und Versicherungen geradezu
um eine Beteiligung gebettelt hätten.

Gemeint ist mit Beteiligung des "privaten Sektors" an
der Umschuldung mit großer Sicherheit aber auch,
das ganz normale Privatanleger, die irgendwann einmal
Staatsanleihen Griechenlands erworben hatten, in Kürze
aufgefordert werden, neue Griechenland-Bonds gegen die
bisherigen zu tauschen.
Ähnlich der Vorgehensweise der Umschuldung Argentiniens,
bei dem die Anleger letztendlich einen realen Wertverlust von
fast 30 Prozent erlitten.

Lesen Sie hier im pdf-Dateiformat, was der EURO-Gipfel am
21. Juli 2011 zur Griechenland-Umschuldung bisher
veröffentlicht hat.


21.07.11
Auf Japan
setzen...
 

...anglo-amerikanische Großanleger
(und ein für europäischer Investmentfonds)

 

Weiter auf Japan setzen. Dies verwundert auf den ersten Blick.

Insbesondere, wenn wir bedenken, dass Japan durch die
hysterisch berichtenden hiesigen Medien in jeder Hinsicht
als eine Volkswirtschaft von Versagern dargestellt wurde/wird.

Bei genauerem Hinschauen ergibt sich ein völlig anderes Bild.
Der "Tsunami-Schock" ist wirtschaftlich inzwischen überwunden.
Wachstum beginnt. Außenwirtschaftlich gibt es positive Daten: die Handelsbilanz weist einen Überschuss auf. Autoexporte laufen besser als erwartet.

Internationale, insbesondere anglo-amerikanische Anleger,
haben bereits große Summen auf den Weg in Richtung Japangebracht. Darauf wiesen die Analysten von Barclays Capital vor ein paar Tagen hin:
"(the spike in the Japan inflows data seems rather extreme, but a return of investment intuitively makes sense as the post-earthquake outflows reverse once the production disruptions end)."


Richtig positioniert hat sich auch der von Credit Suisse
beeinflusste Japan-Fonds CS EF (Lux) Global Value, der seinen Japan-Anteil auf 40 Prozent des Fondsvolumen ausgebaut hat.

In "Japan" kann auch bestens per Exchange Traded Funds
investiert werden, die sich auf den Nikkei225-Index beziehen.

Zur Insight-Meinung "Japan für Contrarians" (31.01. vor Tsunami) bitte nach unten scrollen...


20.07.11
Sie über-
schlagen
sich...
 

... die Vorschläge, wie die sog. Schuldenkrise in einigen EURO-Staaten zu lösen sei.

Meine Vermutung ist, dass in einer dieser unerträglichen Talk-Shows demnächst von einem der dort Experten (vorrangig von einem Experten der Buchschreiber) dieser Vorschlag unterbreitet wird:



"Alle in Wertpapieren verbrieften Staatsanleihen der PIGS-Länder auf einen Haufen werfen. Dann anzünden. Verbrennen. Und schwups hätten sich die Schulden ja in Rauch aufgelöst".


Aber im Ernst:
Trotz allen Geredes über einen sogenannten Haircut oder
eine freiwillige Verlängerung der Zahlungsziele Haircut
oder Verlängerung der Anleihelaufzeiten das Potential,
eine europäische Bankenkrise durch Abschreibungen
und Auslöser von Zahlungen aus den Anleihe-
Kreditversicherungen zu erzeugen.

Das ist die Ansicht der Schweizer Privatbank Sarasin.
Sarasin meint, dass eine sehr viel elegantere Lösung,
die Ausgabe von Festverzinslichen EU-Bonds wäre.

Das damit an den Kapitalmärkten aufgenomme Geld
würde den "zu hoch" verschuldeten EURO-Ländern zur
Verfügung gestellt, die damit ihre Anleihen zu derzeitigen
Marktpreisen aufkaufen könnten.

Sollte dieses tatsächlich die Lösung werden, die die Staats-
und Regierungschefs morgen auf ihrem Treffen ansteuern?

Wenn Ja, dann ist vorstellbar, dass die Kurse der PIGS-
Staatsanleihen ein paar Prozent anziehen werden. Bereits
gestern gab es offenbar eine "Bodenbildung" für die bis
dahin serbelnden Kurse irischer Staatsanleihen. So notierte
die 4,6 % Staatsanleihe Irlands mit Laufzeit 18.04.2016
in den letzten Tagen zu diesen Kursen
(Börse Dublin; denn nur dort gibt es korrekte Kurse!)
Montag,    18.07: 63,77 %
Dienstag, 19.07: 65,25 %


17.07.11
Energie ist
d a s
Thema...
 

...und In den nächsten zwölf Monaten wird
"die Musik" in der Energiebranche spielen.

Das ist das Ergebnis einer Befragung der
Royal Bank of Canada während ihrer
Global Energy & Power Konferenz,
die die Bank Anfang Juni in New York abhielt.

41 Prozent der auf der Konferenz anwesenden 175 Institutionellen Investoren und Unternehmensleiter der wichtigsten Energieunternehmen aus USA und Kanada gehen davon aus, dass der "best performende" Sektor unter den Energiewerten die Teil-Branche Ölfeld-Ausrüstung, Ölfeld-Service- und bohrunternehmen sein werden.

15 Prozent meinen dass die Teilbranche Exploration besser
laufen wird. Nur drei Prozent gehen von einer guten Geschäftsentwicklung bei Raffinierien aus.

Die Branchenexperten wagten auch, ihre Einschätzung zur
Preisentwicklung des Rohöls (Sorte WTI) abzugeben:
64 Prozent rechnen mit einer Ölpreis-Handelsspanne zwischen 100 und 150 $ je barrel in den nächsten zwölf Monaten. 35 Prozent gehen davon aus, dass der Preis unter 100 $ fallen wird.

Die Zusammenfassung der gesamten Umfrageergebnisse
erhalten Sie im pdf-Dateiformat durch Klick auf diese Zeile.


13.07.11
Gierig...
 

... über den Tisch gezogen werden Börsianer,
die jetzt den Einstieg in kurstiefe Staatsanleihen
Irland's wagen
.

Irische Staatsanleihen werden an allen deutschen Börsen gehandelt. Wobei das Wort "gehandelt"
nicht so ganz wörtlich genommen werden darf.

Denn Kaufwünsche und Verkäufe werden lediglich von
den Börsenmakler "durch sog. Selbsteintritt" erfüllt.
Die Börsenmakler wiederum können sich entweder die
nachgefragten Staatsbonds an der Börse Irland beschaffen
oder, im Falle von Verkäufen, auch dort dann sofort wieder
loswerden.

Dennoch rasieren die Makler die Privatanleger, die irische
Anleihen handeln wollen.

Drastisch ging es heute zu.
Wer in Frankfurt die langlaufende 5,4 % Staatsanleihe
Irlands mit einer Laufzeit bis 13.03.2025 kaufen wollte,
sollte bei dem dortigen Makler einen Kurs von 58 %
berappen. Wer zur gleichen Sekunde die gleiche Anleihe
verkaufen wollte, der sollte dort nur 52 % erhalten.
Eine Handelsspanne von 11 %.

Noch unverschämter ging es in Düsseldorf zu. Dort
wollte der Makler eine Handelsspanne von sogar 12 %
verdienen.

Die Handelsspannen müssen selbstverständlich etwas
größer sein, als bei Staatsanleihen aus z.B. Frankreich
oder Österreich.
Aber eine Spanne von bis zu 12 % ist skandalös.


06.07.11
Ist es in
Portugal
5 vor 12

oder

schon
5 nach 12?

 

Das erneute Herabstufen der Zahlungs-
und Kredit-Bonität Portugals hat die professionellen Anleger unterschiedlich überrascht.

"Der Markt" nahm schon seit längerer Zeit an,
dass eine weitere Herabstufung seitens der
einen oder anderen Ratingagentur erfolgen würde.

Denn: Portugal schien eher auf dem positiven Weg zur
volkswirtschaftlichen Verbesserung der Lage zu sein.

Nach den Wahlen entwickelte sich das Haushaltsdefizit
anfangs so wie geplant und die Commerzbank beschrieb
in der monatlichen Publikation Economics aktuell (06.06.) ,
dass Portugal "im Plan liege". Die Commerzbank fügte aber
auch an, dass "sich das Bild in den kommenden Monaten
eintrüben [werde]. Und die neue Regierung trotz der guten
Haushaltsdaten [in ihren Konsolidierungsmaßnahmen]
noch nachlegen müsse.

Dass die Ratingagentur Moody's aber gleich so tief gehen würde in ihrer jetzigen Einstufung zu >Ba2<, das war dann doch bemerkenswert.
Barclays Capital nimmt an, dass die anderen Agenturen
später nachziehen werden. Barclays Capital nimmt aber
auch an, dass die Herabstufung Portugals keine Auswirkungen auf den Zugang zur EZB-Liquidität haben wird; und auch keinen nochmaligen großen Eindruck macht auf Investoren, die Portugal-Bonds halten
Eine 10jährige Portugal Staatsanleihe ist derzeit zum Kurs
von etwa 54 % zu haben.


06.07.11
Mode ist
schön - aber auch
gefährlich...
 

Beliebt sind bei den "Produktschaffenden" der
Geldanlageindustrie die Themen, die in Mode sind.

Für Anleger zahlt sich das Setzen auf Modethemen
aber aller Erfahrung nach nicht aus.

Ein Beweis für diese auch zukünftig gültige Prognose ist das Thema Energiewende-in-Deutschland.

Wer daran glaubt(e), mit Aktien-der-deutschen-
Energiewende auf das richtige Pferd gesetzt zu haben,
wurde bitterlich enttäuscht. Verluste bis zu 90 % waren drin!

Durch Klick auf diese Zeile erfahren Sie, wie die sog.
Energiewende-Aktien kursmäßig abgeschnitten haben.


04.07.11
Japan ist
beachtens-
wert...
 

Japan - die Sonne geht auf

Da reiben sich die Weltuntergangspropheten die Augen.
Der Nikkei225-Index hat fast die 10.000er Marke wieder
erreicht und keiner hat's gemerkt. — Doch, die durchweg besser informierten anglo-amerikanischen Investmentbanken hatten Japan auch nach dem Tsunami-Desaster nicht abgeschrieben.

Sie raten weiter, Japan zu beachten und schreiben ihren
vermögenden Anleger dieses (jeweilige "Kernsätze" aus deren Empfehlungen):

Citigroup Global Markets
in deren Publikation The Globaliser am 30.06.2011
"We are Overweight Japan - we favour Japan as a recovery story over Continental Europe, where earnings trends have been weaker.

Barclays Capital
in deren Publikation Global Macro Daily am 01.07.2011
"The Tankan DIs for large manufacturers and non-manufacturers were both forecast to improve in September. Importantly, these improvements in sentiment were backed by an upward revision to FY 11 capex plans. Although there are still uncertainties related to, eg, the effect of power constraints on industrial production and the third supplementary budget, we believe the Tankan results, as a whole, confirm that the economy is turning around and will remain on the recovery track for now."


01.07.11
Gold ist
k e i n e
gute
Geldanlage
 

Gold ist keine wirklich gute Form, Geld anzulegen.

Das wird Anlegern deutlich, die sich von den
Emittenten sog. Gold-Zertifikate auf's Glatteis
führen ließen.


So überschrieb z.B. die Royal Bank of Scotland N.V.
in ihrer Werbebroschüre die Promotion eines
ihrer Zertifikate mit >Gold Kapitalschutz-Anleihe<.

Derartige Worte suggerieren bewusst etwas
ganz Tolles - etwas war jeder Anleger sich gern
in's Depot legt, nicht wahr?

Entlarvend ist dann aber der letzte Satz des
Promotionsartikels "...Eine Partizipation am
Anstieg des Goldpreises kann zudem im Extrem-
fall wegen einer negativen Entwicklung des
US-Dollars gegenüber dem Euro zunichte gemacht
werden".

Das ist schon zu einem gewissen Maß eingetreten.
Das Zertifikat wurde Ende August 2010 zum Preis
von 101 zur Zeichnung angeboten. Bei einem
damaligen Goldpreis von 1.223 $ je Unze. Heute
wird Gold mit einem Preis von rund 1.500$ je Unze
gehandelt. Also in $ um 23 % höher.

Der Preis des Gold-Zertifikats beträgt 101,84.
Also mikrige 0,8 % höher als bei Erstausgabe.


30.06.11
Wieder-
belebt...
 

Die Hersteller von sog. Zertifikaten versuchen es immer wieder, "Innovationen" zu entwickeln oder neue "Themen zu entdecken".

 

Und so sind drei große Zertifikatehersteller auf
den FAZ-Aktienindex gestossen. Einen Index,
den sie bisher keines Blickes gewürdigt hatten.

Dabei ist der FAZ-Index einer der klassischen
deutschen Indizes. Er beinhaltet die Aktien der
100 wesentlichen AG's Deutschland, wird bereits
seit 1961 als sog. Kursindex berechnet.

Und diese Konstruktion als Kursindex reizt die
Hersteller der Zertifikate. Denn in Kursindizes
werden die seitens der Index-Aktien ausgeschütteten
Dividenden nicht eingerechnet. Zertifikate auf
Kursindizes schneiden in ihrer Preisentwicklung die
Anleger also von dem Wert der regelmäßigen
Dividendenzahlungen ab.
Also: insbesondere längerfristig anlegende Börsianer
sollten die Finger von den neu-kreierten FAZ-Zertifikaten
lassen.


06.03.11
Schuss
in den
Ofen...
 

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat
die Schnau... voll.


 Seit Entdeckung der krisenhaften Verhältnisse
auf den von Ihnen beaufsichtigen Finanzmärkten
haben die Politiker bei jeder Gelegenheit von
ihren Aufsichtsversagen abgelenkt. Mit williger
Hilfe wenig kenntnisreicher Medien haben die
Politiker die Ratingeinstufungen internationaler
Ratingagenturen madig gemacht.

Die EU-Bürokraten schwangen sich sogar dazu
auf, dass nur eine "unabhängige" europäische Rating-
agentur die Bonität europäischer Staaten einzu-
schätzen habe. Die EU-Bürokraten zwangen
S&P's & Co inzwischen dazu, Länder-Ratings die
nicht auf einer Vereinbarung mit dem Emittenten
basieren, speziell zu kennzeichen.

Ohne Auftrag benotete Standard & Poor's bisher
die EU-Staaten Belgien, Frankreich, Deutschland,
Italien, Niederlande und Großbritannien.

S&P ärgert sich darüber, dass sie die Bonitäts-
einstufungen dieser Länder als "unsolicited"
also = mit "unbeauftragt" kennzeichnen soll.

 S&P wird deshalb ab 17. Mai 2011 die für die
Staatsanleihen Belgiens, Frankreichs, Deutschlands,
Italiens und Großbritanniens zurückziehen.

Dann wird es der Privatanleger noch schwerer als
bisher haben, die Bonität der Staatsanleihen der
genannten Staaten einzuschätzen.

Herzlichen Dank an die EU-Bürokratie und unsere
EU-Politiker, die uns Privatanleger von wichtigen
Informationen abschneiden.


10.02.11
Wohin
fließt das
GROSSE
Geld?
 

Börsenbewegungen werden ausgelöst durch den Geldfluss internationaler Groß-Anleger. Das leuchtet leicht ein. Insofern kann eine Flow-of-Fund-
Analyse
oft ein rechtzeitiger Hinweis sein, wo
eine "Party" zu Ende geht und wo sie beginnen könnte.

Auf die Erhebung internationaler Kapitalströme hat sich das
US-Unternehmen EPFR Global spezialisiert.
Und die haben für die ersten sechs Wochen dieses Jahres
interessanten Daten zusammengetragen:

Groß-Anleger ziehen sich offenbar massiv aus den sog.
Emerging Markets zurück.
Am deutlichsten traf der Rückzug
die sehr jungen Wachstumsmärkte der asiatischen Region
und Brasilien. Bestätigt wurde dieser Trend vom US-Brokerhaus Morgan Stanley. Nach Beobachtung von Morgan Stanley fließt das Kapital in Richtung USA.


05.02.11
CDU/CSU
will
Bananen
 

Deutschland auf dem Weg in eine finanzielle Bananenrepublik.

Gehen Sie vorsichtshalber davon aus, dass
Deutschland einen Alleingang zur Einführung einer Börsensteuer machen wird.

Das Finanzministerium hat als jährliche Einnahme
aus dieser neuen Sparersteuer 2 Milliarden Euro
in den Haushaltsplan 2012 bereits eingetragen.

"Und dieser Betrag ist gesetzt" zitiert die Börsen-Zeitung den finanzpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Andere in der CDU/CSU eiern noch ’rum. CDU-Schäuble spielt ein doppeltes Spiel. Offiziell ist er gegen ein nationalen Alleingang. Aber die 2 Milliarden Einnahme aus der kommenden Börsenumsatzsteuer will er nicht
aus dem Haushaltsplan 2012 streichen.

Besonders perfide ist es, dass der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU, Klaus-Peter Flosbach, die neue Börsensteuer den Deutschen als >>Beteiligung der Banken an Krisenkosten<< verkauft. Die neue Börsenumsatzsteuer würde klar speziell Sparer-in-Festverzinslichen und Sparer-in-Aktien weiteres Geld aus der Tasche ziehen.

Die SPD, Grünen und Linken im Bundestag feixen sich eins.
Die CDU/CSU exekutiert das, was diese schon immer wollten: nämlich "das Kapital weiter belasten".


04.02.11
Verbot von
sog. Leer-
verkäufe
war
Unfug...
 

Mit dem Begriff Leerverkäufe kann man beim Volk
Stimmung erzeugen

Der regierungsamtliche Schuss-aus-der-Hüfte
im Mai 2010 auf die ja so bösen Leerverkäufer
von Wertpapieren war populistisch wirksam.
Aber nach Untersuchung des Internationalen
Währungsfonds (IWF) gänzlich wirkungslos.

Kein Wunder, da Leerverkäufe nicht Auslöser
von Krisen sind. Sondern bereits bestehende
krisenhafte Verhältnisse eher ans Licht
befördern.

Die SPD will jetzt wissen, wie die Regierung das
Leerverkaufsverbot rückblickend einschätzt?
Dazu stellt sie in einer sog. Kleinen Anfrage mehr
als zwanzig Fragen an die Regierung.

Durch Klick auf diese Zeile können Sie genau
sehen, was die SPD über das Leerverkaufsverbot
wissen will
. (Download im pdf-Dateiformat)


31.01.11
Japan für
Contrarians
 

Die Sonne geht auf...

dies ist bei Anlegern, die auf die
sogenannte Contrarian-Strategie
setzen, jetzt vorherrschende Meinung.

Sie setzen darauf, dass es nach der Bonitäts-
abwertung des Landes als Ganzes durch die
Ratingagentur Standard & Poors (fast) nicht
mehr schlechter werden könne.

Japanische Aktien im Einzelnen sehen nach
Meinung der englischen Fondsmanager von
M & G sogar bestens aus:

Japan-Aktien seien fundamental noch nie so
günstig gewesen, wie derzeit. Viele Unternehmen
verdienen wieder prächtig und trotz des hohen
Yen-Wechselkurses haben sie gute Erfolge;
sogar im Export.

Japan's Wirtschaftswachstum von rund 2,8 %
für 2010 hängt zum großen Teil am Export:
54 % der japanischen Exporte gehen in die
boomende asiatische Region. China importiert
allein 20 % der Japan-Exporte.


28.01.11
Auf dem
Höchst-
stand
 

Auf dem historischen Höchststand einsteigen lassen...

 das gelang den "Herstellern" des Silberaktien-Zertifikats der Vontobel-Bank. Diese hatten per ihrer Marketingpublikation Ausgabe Dezember Aktien von Silberminen als "glänzende Perspektive" entdeckt und natürlich auch
sofort das passende Zertifikat dafür geschaffen.

Anleger, die nicht erkannten, dass derartige Artikel in
den Marketing- und Werbepublikationen der Zertifikate-
Industrie nur verfasst werden um Zertifikate zu lancieren,
zeichneten das Vontobel-Zertifikat am 20. Dezember 2010
zum Preis von 101,50 je Stück — und ärgern sich bereits
jetzt über den saftigen Kursverlust von 20%
(in Worten Zwanzig Prozent).


26.01.11
Jede
Woche
eine
neue
Sau
durchs
Dorf...
 

Die Produkteverkäufer der Finanzindustrie lassen kein Thema aus.

Jede Woche, vielleicht sogar jeden Tag, treiben Sie eine neue Sau durchs Dorf. Jetzt sind es Seltene Erden, die gutgläubigen Anlegern als "das Thema der Zukunft" präsentiert werden.

Seltene Erden mögen zwar selten sein - aber rar sind sie nicht. Und sie sind sogar ersetzbar. Japanische Forscher haben Ersatz bereits entdeckt und Toshiba z.B. ersetzt Seltene Erden in einigen seiner Produkte bereits. Dadurch ist die Seltene Erde mit der Bezeichnung Sysprosium bei Toshiba schon zu einem "Nicht-Event" geworden.

Mehr zum Thema Rohstoffe als Geldanlage erfahren Sie im
Börsenseminar Geldanlage in Rohstoffen am 31. März 2011
im Haus der BÖAG Börsen AG Hamburg, Kleine Johannisstraße 4, Hamburg.


23.01.11
Gefährlich?
 

"Ich habe ein mulmiges Gefühl",
war die Bemerkung eines Analysten.

Damit spielte er auf die Qualität der neuerdings über
die Internetseiten (»Bond M«) der Börse Stuttgart vertriebenen Anleihen von mittelgroßen bis kleinen Unternehmen an.

Aktuell wird dort in der sog. Zeichnungsphase eine
7,5 % Anleihe der MAG IAS GmbH angeboten.
MAG ist ein kleines Unternehmen der Branche Maschinenbau. Deren Eigenkapitalquote beträgt mikrige 6,1 %. Ein Cash-Flow, aus dem Zinsen gezahlt werden könnten, war im Geschäftsjahr 2009 nicht vorhanden.

Die neue Mittelstands-Ratingsagentur Creditreform hat MAG IAS dennoch eine "befriedigende" Bonität mit einer Note von BB+ bescheinigt.
Achtung: Bonitätsnoten von Creditreform sind nicht zu vergleichen mit den Ratings der international tätigen Ratingagenturen. Diese würden BB+ eher mit "Gefahr dass die Zahlungsfähigkeit eingeschränkt ist" beschreiben.


20.12.10
An der
Banken-Rettung verdienen!
 

Hatten Sie in deutschen Medien jemals gehört, dass die
US-Regierung die zur Bankenrettung übernommenen
Beteiligungen an Banken inzwischen wieder verkauft
hat?

Vor ein paar Tagen hat die US-Regierung die letzte verbliebene Aktienbeteiligung an Citigroup abgestoßen. Das US-Finanzministerium verkaufte alle Citigroup-Aktien zum Kurs von 4,35 $.
Der Profit aus der Citigroup-Rettung brachte damit dem
US-Steuerzahler einen Betrag von 12 Milliarden $.

 
 
 
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