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06.05.2010: Mutig, Mutig...
"Auf das rutschige
Parkett eines IPO wagt sich eine Immobiliengesellschaft:
die GSW Immobilien AG, Berlin."
Das hatte ich hier am 01. Mai geschrieben. Ja, auch GSW Immobilien
rutschte auf dem IPO-Parkett aus.
Offiziell wird der soeben abgesagte Börsengang mit der
sich plötzlich verschlechternden Stimmung auf dem Aktien-Kapitalmarkt
begründet.
Leider ist daran aber eher die fehlende Aktienkultur Deutschlands
schuld:
solange von politischer Seite systematisch die »Eigenkapitalgeber«
sprich: Privat-Aktionäre als "Clique von Spekulanten"
betrachtet werden solange
werden es deutsche Unternehmen schwer haben, sich mit langfristig
zu Verfügung stehendem gesunden Aktien-Eigenkapital auszustatten.
Auch heute, am 6. Mai, werden die linkslastigen Bundestagsabgeordneten
die Aktionäre im Bundestag erneut diskriminieren; sie werden
in der Debatte
zur Ausreichung der Milliardenbeträge an Griechenland eine
Finanztrans-
aktionssteuer fordern, die den Aktionären in Deutschland
weitere Milliarden-
beträge aus den Taschen ziehen soll.
Dies war mein Text zu GSW am 01.05.2010:
Nach Unternehmensangaben
gehören GSW rund 50 000 Wohnungen
mit etwa 3,1 Millionen qm Wohnfläche. Rechnerisch also mit
einer Durchschnittswohnfläche von 62 qm je Wohnung.
Entsprechend dieser geringen Wohnfläche steht Luxus nicht
mit Mittelpunkt
des Geschäftsmodells der GSW. Im Gegenteil: die Mieter sind
zu einem hohen
Anteil Sozialhilfeempfänger und Rentner. Das muss nicht unbedingt
ein
Nachteil sein; deren Einkommen sind konjunkturunabhängig.
In den letzten Jahren
gelang es der GSW denn auch, den Mietpreis über die
Preissteigerungsrate hinaus um jährlich 3,2 % zu erhöhen.
Mietpreis-
erhöhungen will GSW auch zukünftig durchsetzen.
Verkäufer der GSW-Aktien
sind die US-Finanzinvestoren Cerberus und
Whitehall; hinter der die Investmentbank Goldman Sachs steckt.
Ende 2009 hatten die beiden Eigentümer den Wert ihrer GSW-Immobilien
mit 2,6 Milliarden EUR "taxiert". Zuvor war dieser Wert
durch sog.
Zuschreibungen erhöht worden. Ein Vorgang, der immer sehr
kritisch
betrachtet werden muss. Die Eigentümer erwiderten damals,
der
Wohnungsbestand sei zuvor zu niedrig bewertet gewesen.
Die Zeichnung läuft
bereits sein dem 26. April und dauert bis zum 06. Mai.
Preisspanne im Bookbuildingverfahren ist von 15,00 bis 18,50 EUR."
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