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IPO 2010
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The World in 2010

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Börsentag
06.11.10
 
 


Neue Aktien an die Börse? Aber nur dann, wenn es wirklich Qualität ist.Neuemissionen im Jahr 2010


07.07.10: Ein paar Worte zum geplanten Börsengang des Immobilien-
unternehmens Charmartin Meermann.


Über diesen geplanten Börsengang hatte ich auf dieser Seite gar nicht
erst berichtet. Zu deutlich war erkennbar, dass dieser Börsengang
ein Misserfolg werden würde. Immobilien sind derart "out", dass jeder
Versuch, ImmobilienAGs Anlegern schmackhaft zu machen, "garantiert"
fehlschlägt.

Ich frage mich nur, wie "die IPO begleitenden Banken" Hauck & Aufhäuser
und die BankM Charmartin Meermann überhaupt die leiseste Hoffnung
auf ein mögliches IPO machen konnten?

04.07.10: Update zum IPO der Ströer Out-of-Home Media AG.

Ströer ist mit einem Jahresumsatz von 470 Mio Spezialist für Werbeformen, "die außer Haus" zum Einsatz kommen: Werbeplakate auf Litfaßsäulen und -wänden, Werbung in Wartehallen und auf Verkehrsmitteln.

Das Unternehmen vermarktet 280.000 Werbeflächen und bezeichnet sich
selbst als eines der führenden Außenwerbeunternehmen in Europa.
Stöer selbst veröffentliche, dass sie in den letzten beiden
Geschäftsjahren jeweils einen operativen Gewinn von je 100 Mio erzielt
hatten.

Platziert werden die aus einer Kapitalerhöhung über rund 275
Mio. stammenden Aktien wohl ab "Mitte Juli"; wie man am Markt
hört. Ströer erwartet, dass ein Emissionserlös von mehr als 400 Mio
eingesammelt werden kann. Damit soll die horrende Verschuldung
(derzeit 540 Mio ! !) abgebaut werden.

Die mit der Platzierung der Ströer-Aktien beauftragten Emissionsbanken
billigen Ströer einen Unternehmenswert ( "Fair Value") von 1,1 bis 1,5 Mrd
zu. Dabei geht die WestLB davon aus, dass im Jahr 2010 ein Umsatz-
plus von 100 auf dann 570 Mio eingefahren wird und sich ein operativer
Gewinn von 131 Mio einstellt.

ACHTUNG: zusätzlich zu den o.a. Aktien aus der Kapitalerhöhung will
sich auch der Finanzinvestor Cerberus von Ströer-Aktien trennen.
Nach dem IPO werden die "Alt-Aktionäre" Udo Möller (zugleich Vorstands-
chef bei Ströer) und Dirk Ströer mit einem Aktienanteil von über 50 %
weiter den Ton im Unternehmen angeben.


06.05.2010: Mutig, Mutig...
"Auf das rutschige Parkett eines IPO wagt sich eine Immobiliengesellschaft: die GSW Immobilien AG, Berlin."

Das hatte ich hier am 01. Mai geschrieben. Ja, auch GSW Immobilien rutschte auf dem IPO-Parkett aus.

Offiziell wird der soeben abgesagte Börsengang mit der sich plötzlich verschlechternden Stimmung auf dem Aktien-Kapitalmarkt begründet.

Leider ist daran aber eher die fehlende Aktienkultur Deutschlands schuld:
solange von politischer Seite systematisch die »Eigenkapitalgeber«
sprich: Privat-Aktionäre als "Clique von Spekulanten" betrachtet werden — solange
werden es deutsche Unternehmen schwer haben, sich mit langfristig
zu Verfügung stehendem gesunden Aktien-Eigenkapital auszustatten.

Auch heute, am 6. Mai, werden die linkslastigen Bundestagsabgeordneten
die Aktionäre im Bundestag erneut diskriminieren; sie werden in der Debatte
zur Ausreichung der Milliardenbeträge an Griechenland eine Finanztrans-
aktionssteuer fordern, die den Aktionären in Deutschland weitere Milliarden-
beträge aus den Taschen ziehen soll.

Dies war mein Text zu GSW am 01.05.2010:

Nach Unternehmensangaben gehören GSW rund 50 000 Wohnungen
mit etwa 3,1 Millionen qm Wohnfläche. Rechnerisch also mit einer Durchschnittswohnfläche von 62 qm je Wohnung.

Entsprechend dieser geringen Wohnfläche steht Luxus nicht mit Mittelpunkt
des Geschäftsmodells der GSW. Im Gegenteil: die Mieter sind zu einem hohen
Anteil Sozialhilfeempfänger und Rentner. Das muss nicht unbedingt ein
Nachteil sein; deren Einkommen sind konjunkturunabhängig.

In den letzten Jahren gelang es der GSW denn auch, den Mietpreis über die
Preissteigerungsrate hinaus um jährlich 3,2 % zu erhöhen. Mietpreis-
erhöhungen will GSW auch zukünftig durchsetzen.

Verkäufer der GSW-Aktien sind die US-Finanzinvestoren Cerberus und
Whitehall; hinter der die Investmentbank Goldman Sachs steckt.

Ende 2009 hatten die beiden Eigentümer den Wert ihrer GSW-Immobilien
mit 2,6 Milliarden EUR "taxiert". Zuvor war dieser Wert durch sog.
Zuschreibungen erhöht worden. Ein Vorgang, der immer sehr kritisch
betrachtet werden muss. Die Eigentümer erwiderten damals, der
Wohnungsbestand sei zuvor zu niedrig bewertet gewesen.

Die Zeichnung läuft bereits sein dem 26. April und dauert bis zum 06. Mai.
Preisspanne im Bookbuildingverfahren ist von 15,00 bis 18,50 EUR.
"

 
     

 

 

 
 

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