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>Fachbegriffe - wie sie nicht
im Lexikon stehen<
Als Asset backed securities bezeichnet die Fachwelt Wertpapiere, die zum Beispiel durch Kreditforderungen unterlegt oder >gedeckt<, >abgesichert<, sind. ABS werden in der Regel so geschaffen: Der Fantasie, welche Forderungen in ABS "umgewandelt" werden können, sind offenbar keine Grenzen gesetzt. So hat der Fußballverein Schalke 04 seine Forderungen aus dem Abonnement von Eintrittskarten an eine SPV verkauft. Der Kauf der o.a. Kreditforderungen wird von der Finanzierungsgesellschaft (SPV) durch die Ausgabe einer Anleihe, eben des Asset backed security, finanziert. Die SPV erhält Zins- und Tilgungsbeträge aus dem gekauften Kreditvolumen und zahlt aus diesem die Zinsen auf die ABS und bei Fälligkeit der Kredite auch die gesamte Anleihe zurück. ABS werden durchweg wie Festverzinsliche Wertpapiere an Börsen gehandelt. Bis vor ein paar Jahren war ein "Markt für ABS" aber nur in USA üblich. Dort werden insbesondere Hypothekarkredite auf diese Art und Weise im gewissen Sinne handelsfähig gemacht. In den ersten acht Monaten 2002 sind dort so viele ABS wie nie zuvor ausgegeben worden. Das ABS-Anleihevolumen betrug 265 Mrd USD. Im Gesamtjahr 2001 wurden 372 Mrd USD ABS ausgegeben. In Europa ist die Bedeutung von Asset backed securities
in Laufe der letzten Jahre zwar gewachsen und auch "erwachsen geworden",
wie die Börsen-Zeitung Anfang 2004 schrieb, aber im Vergleich zu
"normalen" Anleihen im Volumen noch gering. Schätzungen
zum europäischen "Markt der Forderungen, die verbrieft werden
könnten": Für den ABS-Investor (Anleger) heisst es wie
immer: AUFPASSEN! Der Kreativität der "Produktentwickler" in den Banken sind keine Schranken gesetzt. Und da liegt es nahe, ABS in Fonds zu packen und auch Privatanlegern auf diese Art und Weise einen Zugang zum ABS-Markt zu ermöglichen. Angesichts der nur sehr gering höheren Renditen aus ABS (im Vergleich zu risikolosen) Geldmarktanlagen ergeben sich aber keine fühlbaren Rendite-Vorteile! Aktiv angeboten werden diese ABS-Fonds deshalb auch nicht. Lediglich der Fonds Activest Euro Geldmarkt Plus, der 90 % des Anlage-geldes in ABS investiert, macht mit seiner Anlagepolitik bei Privatanlegern etwas Reklame. Aber das Ergebnis ist trotz der ABS-Anlagen dürftig: in den 12 Monaten (von Nov 02 bis Okt 03) brachte Activest Euro Geldmarkt Plus 2,58 %. Eine ganz ausgezeichnete Abhandlung zum Thema ABS mit
guten Grafiken hat die Investmentgesellschaft Lazard veröffentlicht.
Sie können die Lazard-ABS-Information als pdf-Datei herunterladen. |
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