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Was könnte die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung unter ihrem Präsidenten Barack Obama kennzeichnen?
(Dies schrieb ich während des US-Wahlkampfes Ende 2008)

Diese Frage bestimmt ab jetzt nach vorn denkende Börsianer und Anleger.

Im zweijährigen Wahlkampf hat der kommende US-Präsident recht klar gemacht,
was er in die Politik der kommenden vier Jahr einbringen wird.

Die Kernthesen des neuen Präsidenten im Wahlkampf:
Handelspolitik   Obama will den freien Welthandel,
aber die Partnerländer stärker "in die Pflicht" nehmen.

Er will z.B. die Vereinbarungen zur Nordamerikanischen Freihandelszone ("Nafta") dahingehend neu verhandeln,
dass alle Nafta-Staaten Umwelt- und Arbeitnehmerstandards
einführen, die mit den US-Bestimmungen "kompatibel"
sind.

Dies soll dazu führen, eine Produktionsverlagerung in
"billigere" Nafta-Länder zu verhindern.

US-Konzerne, die ihre Produktion in Niedriglohnländer
verlagern, sollen mit höheren Steuern belegt werden.
   
Finanzpolitik
  Trotz des hohen Defizits des Bundeshaushalts ist Obama
geneigt, ein neues (weiteres) Konjunkturprogramm durch
die gesetzgebenden Institutionen zu bringen. Volumen dieses
Ankurbelungsprogramms könnte etwa 100 Mrd $ umfassen.
   
Steuerpolitik  

Die unter Präsident Bush eingeführte Steuerreform in der
Besteuerung von Privathaushalten soll so geändert werden,
dass diese nur noch für Haushalte, die weniger als 250 000 $ pro Jahr verdienen. Per Saldo wird dieses für diese Haushalte
eine kräftig erhöhte Steuerlast mit sich bringen.

Ältere Arbeitnehmer, die weniger als 50 000 $ pro Jahr verdienen, sollen keine Einkommensteuer bezahlen.

Ärmere Familien sollen zusätzlich entlastet werden.

Die Körperschaftsteuer (für Unternehmen) soll unverändert
45 % betragen.

   
 
.

 

 

 
 
 

Die neue Regierung der USA wird es bei neuen oder zu ändernden Gesetzen leichter haben.

Denn in beiden "Parlamenten " (das Repräsentantenhaus und der Senat) hat die Partei des neuen Präsidenten die Mehrheit.


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