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Griechenland: Staatspleite

Für viele Börsianer bleibt es ungewiss,
ob die Anleihe Griechenlands mit Fälligkeit März 2012 in den Schuldenerlass hineinfällt — oder nicht?

Antwort darauf wird es frühestens geben, wenn die Liste der vom Schuldenschnitt betroffenen Anleihen veröffentlicht wird. Es sei denn, dass Wikileaks...

Durch Klick auf diese Zeile erfahren Sie, was die Analysten der Bank, die viele Griechenland-Anleihen bei Erst-Emission mit auf den Markt brachte, über den weiteren Ablauf der Umschuldungsaktion wissen.

 

Dies sind die Konditionen zu denen Alt-Griechenlandbonds umgetauscht werden:

Je 10.000,- nominal des Alt-Bonds gibt es

1. 3.150,- nominal eines Neu-Bonds und

2. 1.500,- nominal eines Bonds, der vom ESFS ausgegeben wird und

3. 3.150,- eines Optionsscheins, der dann einen finanziellen Wert erlangt, wenn das griechische Bruttoinlandsprodukt später ab 2015 eine noch zu bestimmende Wachstumsgrenze übertreffen sollte.

Die umfangreichen kleingedruckten Bestimmungen des Umtauschangebots und die der beiden neuen Anleihen werden (leider) erst in der kommenden Woche veröffentlicht. Darin wird dann auch die Liste der Alt-Griechenlandanleihen zu finden sein, auf die der Schuldenschnitt angewandt wird.

Durch Klick auf diese Zeile erhalten Sie die Presse-information des griechischen Finanzministerium bezüglich des kommenden Umtausches

 

Klauseln oder besser: fehlende Klauseln

in den Anleihen Griechenland beschäftigen die Anleger.

Aber ist die Collective-Action-Clause wirklich so relevant? Könnte es sein, dass die Pari-Passu-Klausel viel wichtiger ist?

Durch Klick auf diese Zeile erfahren Sie, wie ich die Wirkung resp. Nicht-Wirkung der o.a. Klauseln einschätze.

 

Direkte Fernsehübertragung Treffen EUROgruppe

Der Fernsehkanal Phoenix wird morgen, 20.02.,
ab 09:00 Uhr eine Sondersendung mit Direkt-übertragung vom Treffen der EUROgroup übertragen. Die EUROgroup wird dann das
2. EU-Hilfspaket für Griechenland entscheiden.
Und zwar, ohne weitere Forderungen an Griechen-
land zu stellen.

Im Internet ist Phoenix über www.phoenix.de
zu "empfangen".

 

Unverantwortlich oberflächlich und irreführend

ist die Information über Griechenland-Anleihen in einigen deutschen Zeitungen.

Ein Beispiel gefällig? Gern! Vor ein paar Tagen schrieb die Financial Times Deutschland dieses:

»... dann ergibt sich die Frage, wer bei dem Tausch mitmacht, ob er verpflichtend oder mehr oder weniger freiwillig ist. Kommt es zu einem verpflichtenden Tausch, wird die Anleihe mit dem vereinbarten Zinssatz berechnet und umgewechselt. Wenn der Tausch nicht für alle verpflichtend ist, könnten sich einige Anleger weigern und dürften die volle Summe zurückerhalten.«

Leider ergibt sich bei einer derartigen Formulierung [wenn - dann - könnte] beim "Normal-Leser" der Eindruck, dass ich mich nur weigern muss, und schwupps erhalte ich mein in Griechenland-Anleihen investiertes Geld voll zurück - und die ganze Sache geht mich ja auch gar nichts an; nicht wahr?

So einfach ist es leider nicht! Die Erfahrung mit den Staatspleiten Argentiniens, der Ukraine und einige weitere zeigen deutlich auf, dass leider alles viel komplexer ist.

Und die Antwort darauf, wie der Schuldenschnitt genau abläuft, die erhalten Sie in meinem Börsenseminars Umschuldung Griechenland

 
Schreiben Sie mir gern eine E-Mail
Ich informiere Sie dann rechtzeitig, wann dieses Seminar stattfindet. Kostenfrei! Und für Sie selbst-verständlich gänzlich unverbindlich.
 
Soll ich Sie persönlich informierten? Wenn Ja, dann Click.Telefonanruf erwünscht?
Ich nenne Ihnen dann gern alles, was Sie dieses Börsenseminar wissen möchten. Kostenfrei! Und für Sie selbstverständlich gänzlich unverbindlich.
 

In alle Welt zerstreut.

Offenbar hat Griechenland in seiner Verzweiflung nach Liquidität auch in Ländern außerhalb Europas seine Anleihen platziert.

Griechenland hatte in den USA im März 2011 eine Anleihe unter amerikanischem Recht registrieren lassen und entsprechend eine ausführliche Information über das eigene Land hinterlegt. Lesenswert!

Mit dieser US-Dollaranleihe sollten die Ersparnisse ausgewanderte Griechen "eingeworben" werden. Derartige Anleihen werden als "Diaspora-Bonds" bezeichnet. Durch Klick auf diese Zeile können Sie ersehen, wie Griechenland seine eigene Lage im März 2011 einschätzte:

Durch Klick auf diese Zeile gelangen Sie zum Registrierungsprospekt der griechischen US-Dollar Anleihe 2011

 

Fleißarbeit

Die Credit Suisse war fleißig. Sie hat von den 273 ihr bekannten Griechenland-Anleihen diejenigen herausgefiltert, die unter englischem (international üblichem) Recht auf den Markt gebracht worden sind.

Durch Klick auf diese Zeile können Sie die Liste ansehen.

 

"Verklausuliert" — Zwei juristische Formulierungen «clauses» fehlen vielen Emissionsbedingungen

von Bonds der The Hellenic Republic. Und gerade diese fehlenden Teile beschäftigen die viel-schreibenden Journalisten und Viel-Schreibenden in den sog. Anlegerforen des Internets.

Sind diese fehlenden Klauseln tatsächlich von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen des Schuldenschnitts? Oder ist das Fehlen der Klauseln eher sogar zum Vorteil für Griechenland?

Sie erfahren in einer Sonderausarbeitung am Wochenende hier, welche Klauseln es sind und vor allem, was diese beiden bisher fehlenden Klauseln bewirken könn(t)en.

 

Anzeige in der griechischen Zeitung
Athen News (Online-Ausgabe)

 

EZB-Anleiheumtausch war keine Überraschung.

Der Umtausch von bei EZB und nationalen Notenbanken liegenden Griechenlandbonds in "Spezial-Neu-Griechenlandanleihen" war für aufmerksame Leser dieser Seite keine Überraschung.

Mein Text auf dieser Seite am 14.02.:
»Die Einbindung der von staatlichen und halbstaatlichen Stellen, wie nationalen Notenbanken und EZB, gehaltenen Griechenbonds vor dem vom Weltbankenverband IIF ausgemachten Umtausch könnte es zudem ermöglichen...«

An der Gesamtlage ändert sich durch den Vorabumtausch nichts. Auch die Tatsache, dass die EZB resp. die nationalen Notenbanken damit faktisch nicht am Schuldenschnitt teilnehmen, ändert die leidige Lage für Privat-Gläubiger nicht.

In den Anleihebedingungen fast aller Griechenbonds fehlt nämlich die pari passu Klausel. Eine pari passu Klausel hätte sonst die Griechen etwas mehr verpflichtet, alle Gläubiger gleich zu behandeln.

 

Ankündigungsschreiben Depotbanken
zur Endfälligkeit Griechenland-Anleihe 20.03.2012

Deutsche Kreditinstitute greifen zur rechtzeitigen Benachrichtigung über sog. Wertpapier-Ereignisse auf eine Zentraldatenbank zurück. Entsprechend den Daten dieser EDV-Datenbank löst das "routinemäßig" Informationen an Anleger aus.

Diese Routineinformation über die bevorstehende Endfälligkeit des Griechen-Bonds per 20.03.2012 wurde soeben von den Kreditinstituten ausgesandt.

Diese Ankündigung ist zwar formal korrekt; aber angesichts der leeren Kassen Griechenland leider voreilig und sollte nicht als verbindliche Zusage der Rückzahlung angesehen werden.

 

Es ist alles gesagt — zum griechischen Drama

Drei Stunden telefonierten die Finanzminister der Euro-Länder gestern, um dann zu entscheiden, dass bezüglich des 2. EU-Hilfspakets für Griechenland nichts entschieden werden könne.

Diese Entscheidung soll nun, wie es heisst, endgültig am Montag, 20.02., getroffen werden.

Durch Klick auf diese Zeile ersehen Sie im pdf-Dateiformat die kurze offizielle Verlautbarung des Eurogruppenchefs Juncker über die erneute Vertagung der Entscheidung zur weiteren Finanzhilfe für Griechenland.

 

Blick nach vorn

Lassen wir einmal alle aktuellen Rangeleien zwischen Griechenland, der EU, der EZB und dem IWF beiseite.
Was bleibt? Dieses:

Griechenland ist zahlungsunfähig. Ein Schuldenerlass durch Privatgläubiger ist ausgehandelt. Dieser beläuft sich "materiell" auf rund 80 Prozent Verlust bei den Anlegern-in-griechischen-Staatsanleihen.

Der Schuldenschnitt zu Lasten der Privatgläubiger wird aller Voraussicht nach auch dann durchgezogen, wenn die EU kein weiteres Hilfspaket in Richtung Griechenland abschickt.

Private Griechenlandgläubiger haben nun ein Entscheidungsproblem: Angebot annehmen? Oder nicht annehmen? Aber was wird dann? Dieses Dilemma lässt sich nur nach genauer Kenntnis der Fakten des Umtauschangebots und nüchterner Einschätzung der Zeit nach Ablauf dieses Angebots lösen.

Dieses Dilemma besser: die Lösung dieses Entscheidungsproblems wird Thema des Börsenseminars Umschuldung Griechenland sein.

 

Recht in Griechenland

Die rechtliche Auffassung von Sachverhalten im griechischen Rechtsverständnis hätten die Gläubiger der staatlichen Anleihen vor einem Erwerb durchdenken sollen. In den Anleihebedingungen fehlen sog. collective action clauses ("CAC"). Diese CAC ermöglichen es, dass die Mehrheit der Gläubiger mit einem Schuldner Bedingungen "aushandeln" kann, die dann    a l l e    Gläubiger an deren Aushandlungen binden.

In vielen sog. Internetforen wird das Fehlen der CAC bei Griechenbonds daher so interpretiert, dass der Schuldenschnitt nur für diejenigen verbindlich wird, die ihre Griechenland-Anleihen "freiwillig" in neue Anleihen Griechenlands tauschen. Und wer nicht tausche, der hätte dann weiterhin auf Grund seiner Alt-Bonds einen vollständigen Rückzahlungsanspruch.

Diese Foren-Version wird nicht durchhalten. Denn: in den nächsten Tagen ist damit zu rechnen, dass Griechenland rückwirkend die Emissionsbedingungen um CAC erweitern wird. Das griechische Recht lässt das offenbar zu.

Die Einbindung der von staatlichen und halbstaatlichen Stellen, wie nationalen Notenbanken und EZB, gehaltenen Griechenbonds vor dem vom Weltbankenverband IIF ausgemachten Umtausch könnte es zudem ermöglichen, dass die danach erfolgende Einfügung der CAC Griechenland später vor Klagen von nicht-umtauschwilligen Gläubigern abschirmt. Die sog. Holdouts und Hedgefonds hätten nämlich nach Einfügung der CAC keine Argumente mehr bezüglich ungleicher Behandlung.

 

Es wird knapp

einen einigermaßen geordneten Zeitplan in dem Umschuldungs"angebot" der Griechen für ihre Staatsbonds einzuhalten und sich dadurch vielleicht eine neue bilaterale EU-Hilfe namens 2. Hilfspaket zu sichern.

Nach dem letzten Stand der Dinge läuft es darauf hinein, dass spätestens am 17. Februar das Kleingedruckte im Umtauschangebot für im Feuer stehenden Staatsanleihen vorgelegt werden muss. Danach würde dieses "Angebot" dann drei Wochen um die Welt laufen und könnte etwa bis zum 12. März seitens der Privatgläubiger angenommen werden.

Dieser Zeitplan deckt sich mit dem von der Eurobank EFG, Athen, voröffentlichen Ablauf. Eurobank EFG war vom 16. Februar als Veröffentlichungstag des Umtauschangebotes ausgegangen und von einer kürzeren Annahmefrist bis zum 27. Februar.
(siehe Meldung vom 11.02. = bitte etwas nach unten
scrollen)

 

Das große Verwirrspiel

um die Rückzahlung, Nichtrückzahlung oder Einbeziehung der im März fälligen 14,5 Milliarden Griechenland-Anleihe geht in die nächste Runde.

Runde 1 wurde eröffet durch Staatssekretär Thomas Steffen aus dem deutschen Finanzministerium. Er hatte am Donnerstag (09.02.) angekündigt, auch die März-Anleihe in den "freiwilligen" Schuldenschnitt einzubeziehen.

Der Athener Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters berichtete heute Nacht, dass es ein EZB-Hilfsprogramm über 35 Milliarden Euro geben werde, mit dem die EZB im Auftrage Griechenlands einige griechische Bonds aus dem Besitz anderer europäischer Notenbanken zurück kaufe.. Und der Europäische Finanzstabilisierungsfonds EFSF werden 30 Milliarden locker machen, um den Schuldenschnitt zu versüßen. Was konkret damit gemeint ist berichtete Reuters nicht.

Konkreter äusserte sich die griechische Bank Eurobank EFG. In einer Analyse vom 09. Februar gingen deren Analysten davon aus, dass die März-Anleihe aus dem "erweiterten" EFSF-Rettungspaket letztendlich doch bezahlt wird.

Durch Klick auf diese Zeile können Sie den von der Eurobank EFG veröffentlichten Zeitplan-der-Ereignisse ansehen.

 

Holländischer Realitätssinn.

ING Group, größter niederländischer Finanzkonzern, hat seine gehaltenen griechischen Staatsanleihen auf 20 % des Nennwertes abgeschrieben.

 

»We ... have a deal with the private creditors on the basic parameters of the PSI«

Das waren die Worte des griechischen Finanzministers beim Betreten des Sitzungsraumes der Eurogroup gestern abend in Brüssel.

Leider lässt sich daraus nicht ablesen, ob die "berühmte" Griechenland-Anleihe mit Laufzeit März 2012 nun in das Schuldenerlassprogramm aufgenommen wurde - oder diese Anleihe als "sweetener" für Privatgläubiger aus dem weiteren 2. EU-Hilfspaket separat und in voller Höhe bezahlt werden wird?

Die Stellungnahme des Welt-Bankenverbandes IIF zum gestrigen Treffen der EURO-Finanzminister war ebenfalls so dünn, dass daraus die obige Frage nicht zu beantworten ist. Der griechische Finanzminister sprach von einer Basis-Übereinkunft. Im Statement des IIF wird darauf verwiesen, dass das finale Gesamtpaket erst am Mittwoch, 15.02.2012, unterzeichnet werden wird.

Gerry Rice, Pressesprecher des IWF, bestätigte gestern abend, dass das Finale im Packen von Rettungs- und Schuldenerlasspaketen noch bevorstehe. Er sagte dieses: ...I think we have to wait and see what the overall financing package is going to look like, the discussions on the combination of PSI, OSI, that's private-sector or official-sector financing, that's necessary to meet the goals I just mentioned. And then there will be a discussion, an assessment by the IMF of what's required and of course a discussion with our Executive Board where a decision will be made on the level of participation of the IMF and its level of financing.

Alle Statements lassen genügend Raum für die Wette, dass die März-Anleihe voll bezahlt oder in das Schuldenschnittprogramm aufgenommen wird; wie es vorgestern Thomas Steffen aus dem deutschen Finanzministerium angekündigt hatte.

 

In den Hintern gekniffen.

Das deutsche Finanzministerium plant, die Griechenland-Anleihe mit Fälligkeit März 2012 in den Schuldenschnitt einzubeziehen.

Gestern abend konnte man dieses bereits aus dem Munde von Thomas Steffen aus dem Finanzministerium hören. Irish Times und Reuters berichteten:

»Unser Ziel ist es, dass Griechenland die 14,5 Milliarden Anleihe zurückzahlen wird, aber diese Anleihe wird bereits ein Teil des Schuldenerlasses durch Privatgläubiger sein. Daran arbeiten wir und wird Resultat unseres abitionierten Zeitplans sein«.

Mit der Einbeziehung der im März fälligen Anleihe in den faktisch 80 %igen Schuldenschnitt griechischer Anleihen will das Finanzministerium den Anlegern ("Spekulanten") die Suppe versalzen, die auf Vollrückzahlung der März-Anleihe durch das 2. EU-Rettungspaket setzen.

Während der Treffens der EU-Finanzminister heute abend in Brüssel wird dieser Plan gutgeheissen werden. Es dürfte keine Schwierigkeiten bereiten, diese März-Anleihe in den Umschuldungsplan einzubeziehen. Selbst dann nicht, wenn das Kleingedruckte der Umschuldungsplans nochmals ein paar Tage später vorgelegt wird. Die Verfasser des Kleingedruckten haben bereits "vorgesorgt": Griechenland wird, was die März-Anleihe formaljuristisch eine "grace period" eingeräumt; also eine Gnadenfrist, innerhalb derer sie dann zahlen sprich: umschulden müssen. Üblich sind grace periods von 30 Tagen.

 

Vereinbarung über Schuldenerlass seitens Anleihegläubiger ist unterzeichnet.

Zwischen dem Welt-Bankenverband IIF und dem griechischen Finanzministerium gestern spätabends das Abkommen über den erzwungenen Schuldenerlass unterzeichnet worden. Die wesentlichen Punkte des Abkommens sollen heute am frühen Abend veröffentlicht werden.

Die erzwungene Einigung zwischen IIF und Griechenland ist Voraussetzung dafür, dass die Troika (Experten der EU, der EZB und des IWF) heute mit jeder der Regierungsparteien Griechenlands im Laufe des heutigen Tages separate Gespräche führen.

Danach wird der Regierungschef Papedemos dann ein letztes Gespräch mit den Führern der Regierungs-parteien führen.

Morgen, Donnerstag, kommt es dann zu einer Absegnung des Schuldenschnitts und eines neuen (zweiten) EU-Rettungspakets für Griechenland. In Deutschland und einigen anderen Euroländern muss dann noch eine parlamentarische Gutheissung eingeholt werden.

Die Privatanleger interessierenden beiden Punkte, erstens, ob Griechenland die im März fällige Anleihe voll zurück zahlt und zweitens, welche Details die neue(n) Umschuldungsanleihe(n) aufweisen, werden aber erst in der kommenden Woche "abzuhaken" sein.

 

Auf des Messer's Schneide

steht das Gelingen einer vereinbarten Schuldenreduzierung, eines weiteren EU-Finanzrettungspakets und die Auszahlung weiterer Teilbeträge aus einem EU-Rettungspaket, das schon geliefert wurde.

EU-Kommission, IWF und EZB wollen keinen Zentimeter von ihrer Forderung nach Durchführung weiterer Ausgabensenkungen im griechischen Staatshaushalt und in der Privatwirtschaft nachgeben. Die Privatwirtschaft solle "angeleitet" werden, keine 13. und 14. Monatsgehälter zu zahlen.

Gestern konnten sich die Parteiführer der griechischen Koalitionsregierung nicht einigen. Heute (Sonntag, 05.02.) will Ministerpräsident Papademos den Koalitionsmitgliedern nochmals den Ernst der Lage schildern. Die Parteiführer aller griechischen Parteien sind arrogant und ökonomische Analphabeten. Sie wollen vor der baldigen Parlamentswahl nicht mit Kürzungen in Verbindung gebracht werden. Es wäre ein Wunder, wenn eine Zustimmung der Parteiführer zu den seitens der EU erwünschten weiteren Ausgabenreduzierung erfolgte.

 

Die Zeit im Poker des Schuldenschnitts griechischer Staatsschulden läuft unerbittlich.

Die "Troika"-Revision hat offenbar einen pessimistischen Bericht aktueller griechischer Staatsverhältnisse ihren Auftraggebern (EU-Kommission, EZB und IWF) übersandt.

Daraufhin wurde das für Montag, 6. Februar, geplante Sondertreffen der Euro-Finanzminister, vertagt. Es ist jetzt für Mittwoch, 9. Februar, "vorgemerkt".

 

Das 2. EU-Rettungspaket für Griechenland

könnte am Montag, 6. Februar, in "trockene Tücher" gepackt werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass sich am Montag, vormittags, Fachleute aus den Finanzministerien der Eurostaaten treffen, um dieses Rettungspaket derart vorzubereiten, dass auf einem Sondertreffen der Euro-Finanzminister dieses dann am 6. Februar abends vereinbart werden könnte

Ein Vorbehalt bleibt aber erhalten:
»Der Ball ist jetzt in der griechischen Hälfte des Spielfeldes. Sie müssen jetzt die versprochenen Reformen umsetzen«,
hieß es sinngemäß in einem Pressegespräch des EU-Kommissars Olli Rehn.
»Alles ist miteinander verbunden. Der Schuldenerlass durch Privatgläubiger [PSI = private sector involvement] kann ohne den Rest des Pakets nicht vereinbart werden, da PSI durch eine Unterstützung aus dem 2. Hilfsprogramm finanziert werden muss«,
zitiert Reuters einen EU-Beamten, der mit den Verhandlungen vertraut ist.

     
   

 

 

 

 
 
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