|
|
 |
|
|
Griechenland:
Staatspleite
|
|
Laufende Information zum Stand
der Umschuldung Staatsanleihen Griechenlands
|
| 22.02.12 |
Für viele Börsianer bleibt es ungewiss,
ob die Anleihe Griechenlands mit Fälligkeit März 2012
in den Schuldenerlass hineinfällt oder nicht?
Antwort darauf wird es frühestens geben, wenn die Liste
der vom Schuldenschnitt betroffenen Anleihen veröffentlicht
wird. Es sei denn, dass Wikileaks...
Durch
Klick auf diese Zeile erfahren Sie, was die Analysten der Bank,
die viele Griechenland-Anleihen bei Erst-Emission mit auf den
Markt brachte, über den weiteren Ablauf der Umschuldungsaktion
wissen.
|
|
|
| 21.02.12 |
Dies sind die Konditionen zu denen Alt-Griechenlandbonds
umgetauscht werden:
Je 10.000,- nominal des Alt-Bonds gibt es
1. 3.150,- nominal eines Neu-Bonds und
2. 1.500,- nominal eines Bonds, der vom ESFS ausgegeben wird
und
3. 3.150,- eines Optionsscheins, der dann einen finanziellen
Wert erlangt, wenn das griechische Bruttoinlandsprodukt später
ab 2015 eine noch zu bestimmende Wachstumsgrenze übertreffen
sollte.
Die umfangreichen kleingedruckten Bestimmungen des Umtauschangebots
und die der beiden neuen Anleihen werden (leider) erst in der
kommenden Woche veröffentlicht. Darin wird dann auch
die Liste der Alt-Griechenlandanleihen zu finden sein, auf die
der Schuldenschnitt angewandt wird.
Durch
Klick auf diese Zeile erhalten Sie die Presse-information des
griechischen Finanzministerium bezüglich des kommenden Umtausches
|
|
|
| 19.02.12 |
Klauseln oder besser: fehlende Klauseln
in den Anleihen Griechenland beschäftigen die Anleger.
Aber ist die Collective-Action-Clause wirklich so relevant?
Könnte es sein, dass die Pari-Passu-Klausel viel wichtiger
ist?
Durch
Klick auf diese Zeile erfahren Sie, wie ich die Wirkung resp.
Nicht-Wirkung der o.a. Klauseln einschätze.
|
|
|
| 19.02.12 |
Direkte Fernsehübertragung Treffen EUROgruppe
Der Fernsehkanal Phoenix wird morgen, 20.02.,
ab 09:00 Uhr eine Sondersendung mit Direkt-übertragung
vom Treffen der EUROgroup übertragen. Die EUROgroup wird
dann das
2. EU-Hilfspaket für Griechenland entscheiden.
Und zwar, ohne weitere Forderungen an Griechen-
land zu stellen.
Im Internet ist Phoenix über www.phoenix.de
zu "empfangen".
|
|
|
| 19.02.12 |
Unverantwortlich oberflächlich und irreführend
ist die Information über Griechenland-Anleihen in einigen
deutschen Zeitungen.
Ein Beispiel gefällig? Gern! Vor ein paar Tagen schrieb
die Financial Times Deutschland dieses:
»... dann ergibt sich die Frage, wer bei dem Tausch
mitmacht, ob er verpflichtend oder mehr oder weniger freiwillig
ist. Kommt es zu einem verpflichtenden Tausch, wird die Anleihe
mit dem vereinbarten Zinssatz berechnet und umgewechselt. Wenn
der Tausch nicht für alle verpflichtend ist, könnten sich einige
Anleger weigern und dürften die volle Summe zurückerhalten.«
Leider ergibt sich bei einer derartigen Formulierung
[wenn - dann - könnte] beim "Normal-Leser" der
Eindruck, dass ich mich nur weigern muss,
und schwupps erhalte ich mein in Griechenland-Anleihen investiertes
Geld voll zurück - und die ganze Sache geht mich ja auch
gar nichts an; nicht wahr?
So einfach ist es leider nicht! Die Erfahrung
mit den Staatspleiten Argentiniens, der Ukraine und einige weitere
zeigen deutlich auf, dass leider alles viel komplexer ist.
Und die Antwort darauf, wie der Schuldenschnitt
genau abläuft, die erhalten Sie in meinem Börsenseminars
Umschuldung Griechenland
|
|
| |
Schreiben
Sie mir gern eine E-Mail
Ich informiere Sie dann rechtzeitig, wann dieses Seminar stattfindet.
Kostenfrei! Und für Sie selbst-verständlich gänzlich
unverbindlich. |
|
| |
Telefonanruf
erwünscht?
Ich nenne Ihnen dann gern alles, was Sie dieses Börsenseminar
wissen möchten. Kostenfrei! Und für Sie selbstverständlich
gänzlich unverbindlich. |
|
|
| 18.02.12 |
In alle Welt zerstreut.
Offenbar hat Griechenland in seiner Verzweiflung nach Liquidität
auch in Ländern außerhalb Europas seine Anleihen platziert.
Griechenland hatte in den USA im März 2011 eine Anleihe
unter amerikanischem Recht registrieren lassen und entsprechend
eine ausführliche Information über das eigene Land hinterlegt.
Lesenswert!
Mit dieser US-Dollaranleihe sollten die Ersparnisse ausgewanderte
Griechen "eingeworben" werden. Derartige Anleihen werden als
"Diaspora-Bonds" bezeichnet. Durch Klick auf diese Zeile
können Sie ersehen, wie Griechenland seine eigene Lage im März
2011 einschätzte:
Durch
Klick auf diese Zeile gelangen Sie zum Registrierungsprospekt
der griechischen US-Dollar Anleihe 2011
|
|
|
| 18.02.12 |
Fleißarbeit
Die Credit Suisse war fleißig. Sie hat von den 273 ihr bekannten
Griechenland-Anleihen diejenigen herausgefiltert, die unter
englischem (international üblichem) Recht auf den Markt gebracht
worden sind.
Durch
Klick auf diese Zeile können Sie die Liste ansehen.
|
|
|
| 18.02.12 |
"Verklausuliert" Zwei juristische Formulierungen
«clauses» fehlen vielen Emissionsbedingungen
von Bonds der The Hellenic Republic. Und gerade diese fehlenden
Teile beschäftigen die viel-schreibenden Journalisten und
Viel-Schreibenden in den sog. Anlegerforen des Internets.
Sind diese fehlenden Klauseln tatsächlich von wesentlicher
Bedeutung für das Gelingen des Schuldenschnitts? Oder
ist das Fehlen der Klauseln eher sogar zum Vorteil für
Griechenland?
Sie erfahren in einer Sonderausarbeitung am Wochenende hier,
welche Klauseln es sind und vor allem, was diese beiden bisher
fehlenden Klauseln bewirken könn(t)en.
|
|
|
| 18.02.12 |
Anzeige
in der griechischen Zeitung
Athen News (Online-Ausgabe)

|
|
|
| 17.02.12 |
EZB-Anleiheumtausch war keine Überraschung.
Der Umtausch von bei EZB und nationalen Notenbanken liegenden
Griechenlandbonds in "Spezial-Neu-Griechenlandanleihen"
war für aufmerksame Leser dieser Seite keine Überraschung.
Mein Text auf dieser Seite am 14.02.:
»Die Einbindung
der von staatlichen und halbstaatlichen Stellen, wie nationalen
Notenbanken und EZB, gehaltenen Griechenbonds vor dem
vom Weltbankenverband IIF ausgemachten Umtausch könnte
es zudem ermöglichen...«
An der Gesamtlage ändert sich durch den Vorabumtausch
nichts. Auch die Tatsache, dass die EZB resp. die nationalen
Notenbanken damit faktisch nicht am Schuldenschnitt teilnehmen,
ändert die leidige Lage für Privat-Gläubiger
nicht.
In den Anleihebedingungen fast aller Griechenbonds fehlt nämlich
die pari passu Klausel. Eine pari passu Klausel hätte sonst
die Griechen etwas mehr verpflichtet, alle Gläubiger gleich
zu behandeln.
|
|
|
| 16.02.12 |
Ankündigungsschreiben Depotbanken
zur Endfälligkeit Griechenland-Anleihe 20.03.2012
Deutsche Kreditinstitute greifen zur rechtzeitigen Benachrichtigung
über sog. Wertpapier-Ereignisse auf eine Zentraldatenbank
zurück. Entsprechend den Daten dieser EDV-Datenbank löst
das "routinemäßig" Informationen an Anleger
aus.
Diese Routineinformation über die bevorstehende Endfälligkeit
des Griechen-Bonds per 20.03.2012 wurde soeben von den Kreditinstituten
ausgesandt.
Diese Ankündigung ist zwar formal korrekt; aber
angesichts der leeren Kassen Griechenland leider voreilig und
sollte nicht als verbindliche Zusage der Rückzahlung
angesehen werden.
|
|
|
| 16.02.12 |
Es ist alles gesagt zum griechischen Drama
Drei Stunden telefonierten die Finanzminister der Euro-Länder
gestern, um dann zu entscheiden, dass bezüglich des 2.
EU-Hilfspakets für Griechenland nichts entschieden werden
könne.
Diese Entscheidung soll nun, wie es heisst, endgültig
am Montag, 20.02., getroffen werden.
Durch
Klick auf diese Zeile ersehen Sie im pdf-Dateiformat die kurze
offizielle Verlautbarung des Eurogruppenchefs Juncker über
die erneute Vertagung der Entscheidung zur weiteren Finanzhilfe
für Griechenland.
|
|
|
| 15.02.12 |
Blick nach vorn
Lassen wir einmal alle aktuellen Rangeleien zwischen Griechenland,
der EU, der EZB und dem IWF beiseite.
Was bleibt? Dieses:
Griechenland ist zahlungsunfähig. Ein Schuldenerlass durch
Privatgläubiger ist ausgehandelt. Dieser beläuft sich
"materiell" auf rund 80 Prozent Verlust bei den Anlegern-in-griechischen-Staatsanleihen.
Der Schuldenschnitt zu Lasten der Privatgläubiger wird
aller Voraussicht nach auch dann durchgezogen, wenn die EU kein
weiteres Hilfspaket in Richtung Griechenland abschickt.
Private Griechenlandgläubiger haben nun ein Entscheidungsproblem:
Angebot annehmen? Oder nicht annehmen? Aber was wird dann? Dieses
Dilemma lässt sich nur nach genauer Kenntnis der Fakten
des Umtauschangebots und nüchterner Einschätzung der
Zeit nach Ablauf dieses Angebots lösen.
Dieses Dilemma besser: die Lösung dieses Entscheidungsproblems
wird Thema des Börsenseminars
Umschuldung Griechenland sein.
|
|
|
| 14.02.12 |
Recht in Griechenland
Die rechtliche Auffassung von Sachverhalten im griechischen
Rechtsverständnis hätten die Gläubiger der staatlichen
Anleihen vor einem Erwerb durchdenken sollen. In den Anleihebedingungen
fehlen sog. collective action clauses ("CAC").
Diese CAC ermöglichen es, dass die Mehrheit der Gläubiger
mit einem Schuldner Bedingungen "aushandeln" kann,
die dann a l l e Gläubiger
an deren Aushandlungen binden.
In vielen sog. Internetforen wird das Fehlen der CAC bei
Griechenbonds daher so interpretiert, dass der Schuldenschnitt
nur für diejenigen verbindlich wird, die ihre Griechenland-Anleihen
"freiwillig" in neue Anleihen Griechenlands tauschen.
Und wer nicht tausche, der hätte dann weiterhin auf Grund
seiner Alt-Bonds einen vollständigen Rückzahlungsanspruch.
Diese Foren-Version wird nicht durchhalten. Denn: in
den nächsten Tagen ist damit zu rechnen, dass Griechenland
rückwirkend die Emissionsbedingungen um CAC erweitern wird.
Das griechische Recht lässt das offenbar zu.
Die Einbindung der von staatlichen und halbstaatlichen Stellen,
wie nationalen Notenbanken und EZB, gehaltenen Griechenbonds
vor dem vom Weltbankenverband IIF ausgemachten Umtausch könnte
es zudem ermöglichen, dass die danach erfolgende Einfügung
der CAC Griechenland später vor Klagen von nicht-umtauschwilligen
Gläubigern abschirmt. Die sog. Holdouts und Hedgefonds
hätten nämlich nach Einfügung der CAC keine Argumente
mehr bezüglich ungleicher Behandlung.
|
|
|
| 12.02.12 |
Es wird knapp
einen einigermaßen geordneten Zeitplan in dem Umschuldungs"angebot"
der Griechen für ihre Staatsbonds einzuhalten und sich dadurch
vielleicht eine neue bilaterale EU-Hilfe namens 2. Hilfspaket
zu sichern.
Nach dem letzten Stand der Dinge läuft es darauf hinein, dass
spätestens am 17. Februar das Kleingedruckte im Umtauschangebot
für im Feuer stehenden Staatsanleihen vorgelegt werden muss.
Danach würde dieses "Angebot" dann drei Wochen um die Welt laufen
und könnte etwa bis zum 12. März seitens der Privatgläubiger
angenommen werden.
Dieser Zeitplan deckt sich mit dem von der Eurobank EFG, Athen,
voröffentlichen Ablauf. Eurobank EFG war vom 16. Februar als
Veröffentlichungstag des Umtauschangebotes ausgegangen und von
einer kürzeren Annahmefrist bis zum 27. Februar.
(siehe Meldung vom 11.02. = bitte etwas nach unten
scrollen)
|
|
|
| 11.02.12 |
Das große Verwirrspiel
um die Rückzahlung, Nichtrückzahlung oder Einbeziehung der
im März fälligen 14,5 Milliarden Griechenland-Anleihe geht in
die nächste Runde.
Runde 1 wurde eröffet durch Staatssekretär Thomas Steffen
aus dem deutschen Finanzministerium. Er hatte am Donnerstag
(09.02.) angekündigt, auch die März-Anleihe in den "freiwilligen"
Schuldenschnitt einzubeziehen.
Der Athener Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters berichtete
heute Nacht, dass es ein EZB-Hilfsprogramm über 35 Milliarden
Euro geben werde, mit dem die EZB im Auftrage Griechenlands
einige griechische Bonds aus dem Besitz anderer europäischer
Notenbanken zurück kaufe.. Und der Europäische Finanzstabilisierungsfonds
EFSF werden 30 Milliarden locker machen, um den Schuldenschnitt
zu versüßen. Was konkret damit gemeint ist berichtete Reuters
nicht.
Konkreter äusserte sich die griechische Bank Eurobank EFG.
In einer Analyse vom 09. Februar gingen deren Analysten davon
aus, dass die März-Anleihe aus dem "erweiterten" EFSF-Rettungspaket
letztendlich doch bezahlt wird.
Durch
Klick auf diese Zeile können Sie den von der Eurobank EFG veröffentlichten
Zeitplan-der-Ereignisse ansehen.
|
|
|
| 10.02.12 |
Holländischer Realitätssinn.
ING Group, größter niederländischer Finanzkonzern,
hat seine gehaltenen griechischen Staatsanleihen auf 20 % des
Nennwertes abgeschrieben.
|
|
|
| 10.02.12 |
»We ... have
a deal with the private creditors on the basic parameters of
the PSI«
Das waren die Worte des griechischen Finanzministers beim Betreten
des Sitzungsraumes der Eurogroup gestern abend in Brüssel.
Leider lässt sich daraus nicht ablesen, ob die "berühmte" Griechenland-Anleihe
mit Laufzeit März 2012 nun in das Schuldenerlassprogramm aufgenommen
wurde - oder diese Anleihe als "sweetener" für Privatgläubiger
aus dem weiteren 2. EU-Hilfspaket separat und in voller Höhe
bezahlt werden wird?
Die Stellungnahme des Welt-Bankenverbandes IIF zum gestrigen
Treffen der EURO-Finanzminister war ebenfalls so dünn, dass
daraus die obige Frage nicht zu beantworten ist. Der griechische
Finanzminister sprach von einer Basis-Übereinkunft. Im
Statement des IIF wird darauf verwiesen, dass das finale
Gesamtpaket erst am Mittwoch, 15.02.2012, unterzeichnet
werden wird.
Gerry Rice, Pressesprecher des IWF, bestätigte gestern
abend, dass das Finale im Packen von Rettungs- und Schuldenerlasspaketen
noch bevorstehe. Er sagte dieses:
...I think we have to wait and see what the overall financing
package is going to look like, the discussions on the combination
of PSI, OSI, that's private-sector or official-sector financing,
that's necessary to meet the goals I just mentioned. And then
there will be a discussion, an assessment by the IMF of what's
required and of course a discussion with our Executive Board
where a decision will be made on the level of participation
of the IMF and its level of financing.
Alle Statements lassen genügend Raum für die Wette, dass die
März-Anleihe voll bezahlt oder in das Schuldenschnittprogramm
aufgenommen wird; wie es vorgestern Thomas Steffen aus dem deutschen
Finanzministerium angekündigt hatte.
|
|
|
| 09.02.12 |
In den Hintern gekniffen.
Das deutsche Finanzministerium plant, die Griechenland-Anleihe
mit Fälligkeit März 2012 in den Schuldenschnitt einzubeziehen.
Gestern abend konnte man dieses bereits aus dem Munde von Thomas
Steffen aus dem Finanzministerium hören. Irish Times und Reuters
berichteten:
»Unser Ziel
ist es, dass Griechenland die 14,5 Milliarden Anleihe zurückzahlen
wird, aber diese Anleihe wird bereits ein Teil des Schuldenerlasses
durch Privatgläubiger sein. Daran arbeiten wir und wird Resultat
unseres abitionierten Zeitplans sein«.
Mit der Einbeziehung der im März fälligen Anleihe in den faktisch
80 %igen Schuldenschnitt griechischer Anleihen will das Finanzministerium
den Anlegern ("Spekulanten") die Suppe versalzen, die auf Vollrückzahlung
der März-Anleihe durch das 2. EU-Rettungspaket setzen.
Während der Treffens der EU-Finanzminister heute abend in Brüssel
wird dieser Plan gutgeheissen werden. Es dürfte keine Schwierigkeiten
bereiten, diese März-Anleihe in den Umschuldungsplan einzubeziehen.
Selbst dann nicht, wenn das Kleingedruckte der Umschuldungsplans
nochmals ein paar Tage später vorgelegt wird. Die Verfasser
des Kleingedruckten haben bereits "vorgesorgt": Griechenland
wird, was die März-Anleihe formaljuristisch eine "grace period"
eingeräumt; also eine Gnadenfrist, innerhalb derer sie dann
zahlen sprich: umschulden müssen. Üblich sind grace periods
von 30 Tagen.
|
|
|
| 08.02.12 |
Vereinbarung über Schuldenerlass seitens Anleihegläubiger
ist unterzeichnet.
Zwischen dem Welt-Bankenverband IIF und dem griechischen Finanzministerium
gestern spätabends das Abkommen über den erzwungenen Schuldenerlass
unterzeichnet worden. Die wesentlichen Punkte des Abkommens
sollen heute am frühen Abend veröffentlicht werden.
Die erzwungene Einigung zwischen IIF und Griechenland ist Voraussetzung
dafür, dass die Troika (Experten der EU, der EZB und des IWF)
heute mit jeder der Regierungsparteien Griechenlands im Laufe
des heutigen Tages separate Gespräche führen.
Danach wird der Regierungschef Papedemos dann ein letztes Gespräch
mit den Führern der Regierungs-parteien führen.
Morgen, Donnerstag, kommt es dann zu einer Absegnung des Schuldenschnitts
und eines neuen (zweiten) EU-Rettungspakets für Griechenland.
In Deutschland und einigen anderen Euroländern muss dann noch
eine parlamentarische Gutheissung eingeholt werden.
Die Privatanleger interessierenden beiden Punkte, erstens,
ob Griechenland die im März fällige Anleihe voll zurück zahlt
und zweitens, welche Details die neue(n) Umschuldungsanleihe(n)
aufweisen, werden aber erst in der kommenden Woche "abzuhaken"
sein.
|
|
|
| 05.02.12 |
Auf des Messer's Schneide
steht das Gelingen einer vereinbarten Schuldenreduzierung,
eines weiteren EU-Finanzrettungspakets und die Auszahlung weiterer
Teilbeträge aus einem EU-Rettungspaket, das schon geliefert
wurde.
EU-Kommission, IWF und EZB wollen keinen Zentimeter von ihrer
Forderung nach Durchführung weiterer Ausgabensenkungen im griechischen
Staatshaushalt und in der Privatwirtschaft nachgeben. Die Privatwirtschaft
solle "angeleitet" werden, keine 13. und 14. Monatsgehälter
zu zahlen.
Gestern konnten sich die Parteiführer der griechischen Koalitionsregierung
nicht einigen. Heute (Sonntag, 05.02.) will Ministerpräsident
Papademos den Koalitionsmitgliedern nochmals den Ernst der Lage
schildern. Die Parteiführer aller griechischen Parteien sind
arrogant und ökonomische Analphabeten. Sie wollen vor der baldigen
Parlamentswahl nicht mit Kürzungen in Verbindung gebracht werden.
Es wäre ein Wunder, wenn eine Zustimmung der Parteiführer
zu den seitens der EU erwünschten weiteren Ausgabenreduzierung
erfolgte.
|
|
|
| 04.02.12 |
Die Zeit im Poker des Schuldenschnitts griechischer Staatsschulden
läuft unerbittlich.
Die "Troika"-Revision hat offenbar einen pessimistischen
Bericht aktueller griechischer Staatsverhältnisse ihren
Auftraggebern (EU-Kommission, EZB und IWF) übersandt.
Daraufhin wurde das für Montag, 6. Februar, geplante
Sondertreffen der Euro-Finanzminister, vertagt. Es ist jetzt
für Mittwoch, 9. Februar, "vorgemerkt".
|
|
|
| 03.02.12 |
Das 2. EU-Rettungspaket für Griechenland
könnte am Montag, 6. Februar, in "trockene Tücher" gepackt
werden.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass sich am Montag,
vormittags, Fachleute aus den Finanzministerien der Eurostaaten
treffen, um dieses Rettungspaket derart vorzubereiten, dass
auf einem Sondertreffen der Euro-Finanzminister dieses dann
am 6. Februar abends vereinbart werden könnte
Ein Vorbehalt bleibt aber erhalten:
»Der Ball ist
jetzt in der griechischen Hälfte des Spielfeldes. Sie müssen
jetzt die versprochenen Reformen umsetzen«,
hieß es sinngemäß in einem Pressegespräch des EU-Kommissars
Olli Rehn.
»Alles ist miteinander
verbunden. Der Schuldenerlass durch Privatgläubiger [PSI = private
sector involvement] kann ohne den Rest des Pakets nicht vereinbart
werden, da PSI durch eine Unterstützung aus dem 2. Hilfsprogramm
finanziert werden muss«,
zitiert Reuters einen EU-Beamten, der mit den Verhandlungen
vertraut ist.
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
 |
| |
| |
|
Anzeige
|
|
|
|
Ihr Schlüssel zum
Trading-Erfolg:
Basis-Seminar
mit
Raimund Schriek
|
|
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
| |
| |
| |
| |
|