++REITs-report+++REITs-report+++REITs-report+++REITs-report+++
Dies sind die Archiv-Informationen, der bei www.boersenseminar.info
in den Monaten Mai bis Ende Juli 2006 gegebenen Informationen
zu Real Estate Investment Trusts:
28.07.06 >JPMorgan's Analysten
erwarten REITs-Gesetz Mitte 2007 oder Anfang 2008<
Die Aktienanalysten der US-Bank JPMorgan erwarten die Einführung
von G-REITs erst Mitte nächsten Jahres oder zu Beginn 2008. Das
schreiben Sie in einer Analyse über die Immobilien-AG IVG.
27.07.06 >Weiß die
Allianz schon mehr?<
Die Allianz-Versicherung hat ihre Investmenttochter Degi zurückgepfiffen.
Degi wollte einen Teil ihres im Immobilienfonds "Grundwert-Fonds"
liegenden Immobilienbestandes ausgliedern und in Australien als REIT
an die dortige Börse bringen. Dieses Vorhaben wurde soeben auf
Befehl der Degi-Mutter, der Allianz-Versicherung, gestoppt.
Offiziell heißt es, die Allianz wolle ihre globale REITs-Strategie
neu überdenken, schrieb die Börsen-Zeitung schon am 14.07.
26.07.06 >Die Welt
nannte REITs-Gesetzgebungsdaten<
Die Zeitung Die Welt übernahm eine Meldung der Nachrichtenagentur
Reuters und schrieb in ihrer Ausgabe vom 25.07., dass das Gesetzgebungsverfahren
für G-REITs terminlich so verliefe, wie in der Meldung hier unter
Datum 24.07. aufgeführt. Zusätzlich nannte Reuters noch das
Datum 20.09. An diesem Tag will der Finanzminister das REITs-Gesetz
dem Kabinett vorlegen.
24.07.06 >REITs: Grünes
Licht am 15. Dezember?<
Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Public Relations
Agentur Reits-in-Deutschland vor ein paar Tagen einen Artikel, in dem
schon genaue Daten zu den erforderlichen Abstimmungen im deutschen Gesetzgebungsverfahren
genannt wurden. Die PR-Agentur bezog sich dabei auf Presseberichte.
Leider bleibt sie in Bezug auf ihre Quelle gänzlich unpräzise.
Presseberichte? Mit Daten zu den REITs-Abstimmungen? Ich hab' die leider
nicht gefunden.
Dennoch hier die Daten, die Reits-in-Deutschland verbreitete:
19.10. der Bundestag befasst sich in erster Lesung mit dem REITs-Gesetz
29.11. der Finanzausschuss des Bundestags berät das deutsche REITs-Gesetz
15.12. der Bundesrat stimmt über das REITs-Gesetz ab
01.01. REITs-Gesetz tritt in Kraft.
23.07.06 >REITs-Gesetzgebung
in Großbritannien kurz vor Abschluss<
Mit dem kommenden UK-REITs-Gesetz befassen sich die Steuerberater Peter
Fabry und Alexander Riha in ihrem Aufsatz "Der Gesetzentwurf zur
UK REITs vor dem Hintergrund weltweiter REIT-Gesetzgebung. Der Aufsatz
ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Recht der Internationalen Wirtschaft
erschienen. Fabry und Riha kommen darin zum Fazit, dass 'die
britische Regierung in vielen Punkten [der Gesetzgebung] die Anregungen
der [Immobilien-]Industrie aufgenommen [hat]. Der Gesetzesentwurf wurde
daher von der britischen Öffentlichkeit positiv bewertet. ... dass
die REIT-Einführung das britische Steueraufkommen kurz- bis mittelfristig
sogar erhöht'.
Der Entwurf des englischen REITs-Gesetzes ist im Finance
Bill 2006 enthalten.
zur
pfd-Datei des REITs-Abschnitts im UK Finance Bill
09.07.06 >REITs in Holland
- REITs in Japan<
Sie möchten wissen, wie REITs in den Niederlanden und in Holland
laufen? Dann empfehle ich Ihnen die Börsen-Zeitung anzuzapfen.
Dort haben am 01.06. Uwe Stoschek und Holger Dammann einen guten Überblick
über holländische REITs gegeben. Am 29.06. hat Uwe Stoschek
dann über REITs in Japan berichtet.
Und wie kommen Sie an die Artikel der Börsen-Zeitung heran?
Geben Sie in Google diese Begriffe ein (incl.
der führenden und schließenden Anführungszeichen):
"Reits schreiben in Japan Erfolgsgeschichte"
"Niederlande ziehen bei Reits nach"
08.07.06 >FDP informiert
ganz frank und frei<
Opposition belebt das Geschäft. Die FDP hatte zu einem REITs-Kongress
eingeladen. Siehe weiter unten Meldung vom 21.06.
Sofort nach Ende ihres REITs-Kongress hat sie nun im Internet, und damit
wirklich barrierefrei für uns alle, die Vorträge und Informationen
ihrer Veranstaltung zum Download bereitgestellt.
Aber sehen Sie selbst, was die REITs-Fachleute vortrugen.
Zu
den REITs-Informationen des FDP-Kongresses...
03.07.06 >SPD schlägt mildere
Töne an<
Das schrieben Angela Maier und Reinhard Hönighaus am 27.06. in einem
Artikel der Financial Times Deutschland, dessen Überschrift gar nicht
auf REITs hinwies.
Der Artikel war nämlich mit "Finanzlobby setzt auf Zertifikate" überschrieben
- aber hat es auch in puncto REITs insich!
Die Autoren berichten im Kleingedruckten des Artikel über den internen
Informationdienst der SPD-Fraktion, der schrieb, dass "das Bundesfinanzministerium
auf einige Bedenken der SPD, etwa bei Haltefristen für Wohnimmobilien
und gesetzliche Belegungsrechte der Kommunen eingegangen sei". Damit
bezieht sich "SPD
Fraktion Intern" offenbar auf das im Berlin und in Zeitungsredaktionen
umlaufende "22seitige BMF-Papier". In diesem Papier legen die Verfasser
im Abschnitt V. detailliert dar, wie die Rolle der Kommunen in einem
REITs-Gesetz geregelt werden kann. Im Abschnitt V.4.b sind die BMF-Ideen
zu möglichen Haltefristen bereits sauber formuliert.
30.06.06 >FDP hat die SPD-REITs-Verweigerer
ausgehebelt<
Sie hat am 29.06. in die letzte Bundestagssitzung vor der sog. parlamentarischen
Sommerpause ihren Antrag auf "zügige Einführung einer
REITs-Gesetzgebung" eingebracht. Der Bundestag hat einen Antrag
der FDP-Fraktion einstimmig zur Beratung in den Finanzausschuss überwiesen.
Offenbar hat der FDP-Antrag auch Anklang bei den Grünen gefunden.
Möchten Sie den FDP-Antrag lesen?
Dann clicken Sie bitte hier für die
pdf-Datei mit dem FDP-REITs-Antrag...
29.06.06 >Zweckoptimismus
bei Thomas Mirow, Staatssekretär Finanzministerium<
Thomas Mirow, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, bleibt zumindest
verbal optimistisch und erklärte am Mittwoch bei einer Konferenz in
Frankfurt, dass "das Bundesfinanzministerium es als möglich ansieht,
dass die REITS zum 1. Januar 2007 eingeführt werden, auch wenn eine
Gesetzesvorlage erst nach der Sommerpause beraten und verabschiedet
wird".
Die Initiative Finanzplatz Deutschland (IFD), hinter der alle Banken
und die ganz großen Versicherungen stehen und die die REITs-Treiberin
in Deutschland ist, sieht das anders. Sie sieht eine Chance auf Realisierung
eines REITs-Gesetzes in Deutschland jetzt frühestens Mitte 2007.
27.06.06 >Politiker ohne
Einsicht - und ohne Weitsicht?<
Auf der politischen Ebene sind REITs vorerst gescheitert. Die von den
SPD- und CDU-Fraktionen eingesetzte Arbeitsgruppe REITs hat sich am
22.06. aufgelöst ohne eine Einigung zu erzielen. Jetzt beginnt
die in solchen Fällen vorgesehen "Escalation": die Vizechefs
beider Fraktionen (Joachim Poss und Michael Meister) werden versuchen,
sich zu einigen. Gelingt ihnen dies nicht dann werden die Fraktionsführer
die politische REITs-Klärung versuchen.
21.06.06 >Die FDP hat das
Thema REITs spät entdeckt - zu spät?<
Aus allen Rohren schießt und auf allen Kanälen trommelt die FDP für
REITs in Deutschland.
Unterstützt wird Sie dabei u.a. auch von der Eurohypo AG und dem Immobilien-Beratungsunternehmen
Dr. Zitelmann GmbH, in Berlin.
Neueste PR-Aktivität der FDP ist die Einladung zu einem REITs-Kongreß
am 06. Juli um 10:00 Uhr im Thomas-Dehler-Haus, Reinhardtstr. 14, in
Berlin.
U.a. referieren Prof. Ramon Sotelo von der Bauhaus-Universität Weimar,
Bernd Knobloch (Vorstand Commerzbank) und Dr. Axel Nawrath, Staatssekretär
des Bundesfinanzministeriums.
Leider konnte sich die FDP nicht aufraffen und diesen Kongress kostenfrei
anbieten: die Teilnahme kostet 80,-- Euro und das ist im Vergleich zu
anderen REITs-Kongressen, die i.d.R. auch nicht mehr bieten, dann doch
wirklich spottbillig.
ALSO: anmelden und teilnehmen!
Anmeldungsformular herunterlagen (pdf-Datei) http://www.liberale.de/files/593/FDP_REITs_Anmeldung_FAX.pdf
11.06.06 >Reits werben
um Handelsimmobilien>
schreibt die Lebensmittel Zeitung in ihrer neusten Ausgabe:
" ... Börsennotierte Immobiliengesellschaften, sogenannte Reits,
wollen vor allem Immobilien der expansionsorientierten Discounter kaufen.
..."
09. - 10.06. >Auf der politischen
Bühne und hinter den Kulissen weiterhin REITs-Verweigerung durch
Ortwin Runde (SPD)<
Die Total-Verweigerer in der SPD sind Argumenten nicht zugänglich.
Sie gehen erneut mit medienträchtigen Behauptungen an den Markt,
die sich nicht halten lassen. "Ohne ständige Mieterhöhungen
hätten US-REITs in den vergangenen Jahren nicht kontinuierliche
Rendite von 13,8 Prozent erwirtschaften können", behauptet
Ortwin Runde. Übersieht er nun bewusst oder unbewusst, das das
mit Mieten-für-Privatmieter wohl nicht zusammenhängen kann:
denn von rund 190 US-REITs sind lediglich 27 als REITs-für-Privatwohnungen
im Markt. Diese 22 "Apartments- und Manufactures-Homes-REITs"
haben am gesamten US-REITs-Markt einen Anteil von 15 %. 85 % alles US-REITs
interessieren sich nicht für privat gemietete Immobilien.
08.06.06 >REITs-Trustmodell
ist keine gute Lösung; jedenfalls nicht steuerlich<
Zu diesem Schluss kommen Dr. Sorika Pluskat, Rechtsanwältin, und
Dr. Matthias Rogall, Steuerberater, in Ihrem Aufsatz "REITs - Umsetzungsvorschläge
für das Trustvermögensmodell".
Zur Erinnerung: bei Trustmodell sollen die Immobilienbestände einer
REITs AG als eine Art Sondervermögen "auf Rechnung der REITs-Aktionäre"
geführt werden. Praktisch gleichsam einem Offenen Immobilienfonds.
Kennen Sie den Aufsatz von Dr. Pluskat und Dr. Rogall?
Zusatzinfo
darüber können Sie ggf. per eMail erfragen/erhalten.
05.06.06 >Was können
REITs besser?<
Vermietete Wohnungen ohne Zusatzbelastung für deren Mieter profitabler
zu machen? Wie soll das gehen? Zumindest die SPD-REITs-Verweigerer rund
um Ortfried Runde nutzen diese offene Fragestellung, um ihre politische
Einstellung gegen Privatisierung zu untermauern. Leider bleiben auch
die REITs- und Privatisierungsbefürworter verständliche und
überzeugende Antworten (und Beweise!) bisher schuldig - oder haben
sie in der Öffentlichkeit jedenfalls nicht bekannt gemacht.
Volker Riebel, Chef der Deutschen Annington Immobilien, ist eine Ausnahme.
Er hat in einem umfangreichen Interview dargelegt, wie Annington mit
den Mietern seiner Wohnungen umgeht - und vor allem, wie die Deutsche
Annington die Rendite aus vermieteten Wohnungen verbessert.
Die Deutsche Annington ist die größte Wohnungsimmobilieninvestorin
in Deutschland. Sie hat seit 2001 rund 230 000 Wohnungen gekauft.
Interessiert Sie, was Volker Riebel gesagt hat? Dann
bitte Ihre eMail mit Ihrer Postanschrift...
31.05.06 >Wer zu spät
kommt ... Immobilienunternehmen melden REITs-Wünsche an<
REITs auch ohne Pflicht zur Börsennotierung. Auf diese Kurzformel
lässt sich der Wunsch des Bundesverbandes Freier Immobilien- und
Wohnungsunternehmen (BFW) bringen, den der BFW mit einem Gutachten der
Professoren Ramon Sotelo und Stefan Bone-Winkel untermauert.
Der BFW hat dabei die Versicherungen auf seiner Seite. Denn auch die
Versicherungen halten viel von börsenmäßig unnotierten
REITs.
Die "Nichtnotierung" würde ihnen zwei Fliegen mit einer
Klappe schlagen.
Erstens REITs-Aktien zu halten, ohne dass die Öffentlichkeit das
mitkriegt.
Zweitens REITs-Aktien zu halten, ohne das Kursbewegungen in den Versicherungsbilanzen
zu verbuchen zu wären.
Die gesamten Argumente für nicht-notierte G-REITs
können Sie in der Kurzfassung der Studie Bedeutung von nicht-börsennotierten
REITs für den Erfolg von REITs in Deutschland nachlesen.
Studie
im pdf-Dateiformat ansehen.
29.05.06 >Was könnte
es für ... bedeuten, wenn es in Deutschland REITs geben würde?<
Das war ein Thema, das das Immobilien-Makler- und Beratungsunternehmen
Dr. Lübke den Zuhörern eines hauseigenen Seminars präsentierte.
U.a. präsentierte Prof. Dr. Andreas Pfnür (Technische Universität
Darmstadt) Forschungsergebnisse, Ideen und Anregungen unter dem Titel
Immobilien: Ein aktuelles Finanzinvestment - die Investmentperspektive.
Er ging in seinem Referat auf diese Unterpunkte ein:
Anmerkungen zu Immobilieninvestments in der Vergangenheit
Immobilein AGs / REITs übernehmen wichtige Funktionen
Erfolgsfaktoren von Immobilieninvestments
Kernkompetenzen als Erfolgsvoraussetzung im Immobilieninvestment
Die gesamte Präsentation von Prof. Dr. Andreas Pfnür hat das
Makler- und Beratungsunternehmen auf seiner Internetseite veröffentlicht.
Zur Abfrage im Dateiformat pdf nutzen Sie bitte diesen :
Dr.
Lübke
ACHTUNG:
Es sollte sich nach Click auf "Dr. Lübke" dann die Präsentation
in Ihren Rechner "hochladen".
Nach "Hochladung" können Sie den einzelnen Seiten der
ursprünglichen Power-Point-Präsentation ansehen - und zwar
durch Druck auf die Tastatur-Tasten >Bild aufwärts< bzw >Bild
abwärts<.
Für den Fall, dass es bei Ihnen nicht funktioniert erfolgt Hilfe
per eMail.
21.05. bis 29.05.06 >Bei
REITs nichts substanziell Neues<
Es ist zwar schon alles gesagt - aber noch nicht von allen: Zweimal
hätten sich deshalb Vertreter des Finanzministerium mit Finanzpolitikern
der SPD-Fraktion getroffen - offenbar ohne einen Fortschritt zu erzielen,
wusste die FAZ in dieser Woche zu berichten.
Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires wurde präziser und meldete
am 24.05:
SPD-Fachpolitiker haben sich gegen die Einführung
von Real Estate Investment Trusts (REITs) in Deutschland ausgesprochen
und der Arbeitsgruppe Finanzen der SPD-Bundestagsfraktion eine ebenfalls
ablehnende Haltung empfohlen. "Aus unserer Sicht sind angesichts der
bisher diskutierten Modellüberlegungen die Vorbedingungen des Koalitionsvertrages
kaum erfüllbar oder nicht erfüllt", heißt es in einem Dow Jones Newswires
vorliegenden Beschlussvorschlag der Unterarbeitsgruppe REITs der AG
Finanzen. "Von der Einführung von REITs in Deutschland, insbesondere
für den Bereich der Wohnimmobilien, sollte daher Abstand genommen werden",
so der Vorschlag, über den die AG Finanzen am kommenden Dienstag (30.05.)
abstimmen will.
20.05.06 >REITs-Seminar
gefällig?<
Die studentischen Börsenvereine haben dickstes Lob verdient. Sie
kümmern sich sehr um die finanzielle Alphabetisierung in Deutschland.
Einer der ganz großen akademischen Börsenvereine ist das
Börsen-Team TU Darmstadt e.V. mit rund 600 Mitgliedern.
Das Börsen-Team lädt ein zu:
REITs (Real Estate Investment Trust), Immobilienaktien
- Seminar mit Carsten Holzki von INVESCO Asset Management
am 24.05.2006 um 19:00 Uhr.
" Zunächst wird Herr Holzki erläutern was sich hinter dem Begriff
REITs versteckt und nachdem die Vorteile von Immobilienaktien zu alternativen
Anlagen aufgezeigt wurden, wird darauf eingegangen, wie man mit REITs
sein Portfolio optimieren kann. Im Anschluss daran wird es eine Vorstellung
des INVESCO Real Estate Teams sowie einiger Fonds geben".
Grundsätzlich veranstaltet das Börsen-Team solche Events nur
für seine Mitglieder.
Dennoch sind Schnupper-Gäste auch immer willkommen.
ALSO: hinfahren, teilnehmen!
Veranstaltungsort: Darmstadt, Technische Universität, Hochschulstr.
1, Raum S1/03/223 Zusatzinfo ggf. abfragen mit http://www.boersen-team.de/
Email: info@boersen-team.de
19.05.06 >REITs in Frankreich
auch für den Fiskus ein gutes Geschäft"
Dies hat Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft
berechnet. Netto hätte der französische Staat sogar einen
Steuergewinn aus der REITs-Gesetzgebung geschaffen. Von interessierter
Seite war in Deutschland über die Medien verbreitet worden, dass
der französische Staat durch seine REITs Einnahmeverluste in Milliardenhöhe
erlitten hätte.
19.05.06 >Im Moment wenig
Relevantes zur REITs-Gesetzgebung in Deutschland<
Auf diesen Nenner lassen sich dutzende von "REITs"-Meldungen
kürzen.
Die FDP hatte gestern eine eigene Anhörung zum Thema abgehalten.
Was gab's da Neues? Nix! Die dort gehörten Sachverständigen
sprachen sich einhellig für REITs in Deutschland aus.
Die IVG-Tochter Stodiek Europa Immobilien AG bestätigte,
dass sie die IVG-Gesellschaft sein werde, die sich zum Deutschland REITs
("G-REIT") umwandeln wird. Fast präzise hatte ich Ihnen
dies mit meiner Meldung vom 03.05. (siehe unten auf dieser Seite) vorhergesagt.
REITs seien keine Schlupflöcher meinte der Geschäftsführer
der Commerz Grundbesitz Gruppe (CGG), Detlev Dietz, vor ein paar Tagen
in einem Inverview mit der Nachrichten-Agentur dpa-AFX. CGG ist die
erste Immobiliengesellschaft die einen REITs in Frankreich aufgelegt
hat.
15.05.06 >REITs in der
Börsen-Zeitung: immer eine Info-Klasse besser<
Am 11.05. hat die Börsen-Zeitung Boudewijn van Loen, REITs-Fondsmanager
bei den Londoner Investmanagern F & C interviewt und dadurch wurde
ein Rätsel gelöst. Nämlich, was REITs eigentlich besser
können als Offene Immobilienfonds.
Hier ein von der Börsen-Zeitung selbst im Internet veröffentlichter
Teil des Interviews:
"Reits benötigen
aktive Manager"
Offenen Immobilienfonds fehlt oft die unternehmerische Erfahrung
(von Stefanie Schulte)
Deutsche Immobilientrusts (Reits), die die Bundesregierung voraussichtlich
demnächst einführen wird, könnten zum Teil an der fehlenden unternehmerischen
Erfahrung ihrer Manager scheitern, meint Boudewijn van Loen, Fondsmanager
bei der britischen F & C Asset Management. Diese Gefahr drohe vor allem
Reits, die aus offenen Immobilienfonds hervorgingen. Ihre Strategie,
Objekte nach dem Kauf über lange Zeit zu halten, bringe häufig keine
Wertsteigerungen mehr, wie die vergangenen Jahre gezeigt hätten. In
den USA seien vor allem Reits erfolgreich, die auf Sanierung und Weiterverkauf
von Objekten setzten. Auch in Frankreich, wo die Vehikel seit 2003 zugelassen
sind, zeichne sich ein ähnlicher Trend ab. Hierfür fehle vielen Anbietern
von deutschen offenen Immobilienfonds jedoch die Erfahrung ...
Die Welt sowie die Börsen-Zeitung berichteten ausführlicher
über die Ansicht und Erfahrungen von Boudewijn van Loen:
1.
Die Welt griff die Anregungen von Boudwijn von Loen auf und veröffentlichte
diesen
Artikel.
Welt-Artikel
hier ansehen im pdf-Dateiformat.
2. In der Börsen-Zeitung gab Boudwijn van Loen
zudem Hintergrundinformationen,
warum REITs-Manager im Vergleich zu den Verwaltern
von Offenen Immobilienfonds
bessere Anlageerfolge erzielen könnten.
Börsen-Zeitung
Artikel hier ansehen im pdf-Dateiformat.
15.05.06 >Was bringen REITs
für den Finanzplatz Frankfurt?<
Schöner wäre gewesen, "was bringen REITs für Deutschland?"
- aber egal.
Die Spezialbank für Immobilienfinanzierung Eurohypo hatte die Londoner
Experten von Real Estate Investment Banking (REIB) herauszufinden, ob
sich die Einführung von REITs in Deutschland für den hiesigen
Kapitalmarkt lohnen würde.
Im Großen und Ganzen wiederholen sich die schon bekannten Argumente
für REITs: der deutsche Immobilienmarkt würde transparenter
und liquider. REITs wären verpflichtet, ihre Immobilien zu Marktpreisen
zu bewerten.
Dann allerdings kommen die Verfasser der Studie auch auf zwei Punkte,
die beachtenswert sind:
"REITs ermöglichen Investoren einen leichteren Einstieg in
den Immobilienmarkt
und bieten Besitzern großer Immobilienportfolios einen zusätzlichen
Exit-Kanal".
"Exit-Kanal"? - auf gut Deutsch = Ausstiegsmöglichkeit.
Die
leider nur in englischer Sprache vorliegende Eurohypo-Studie können
Sie im Internet mit diesem
erreichen
(PDF-Format)
14.05.06 >Viel REITs-Pulverdampf
vor dem SPD-Parteitag<
Zu REITs in Deutschland ist zwar schon alles gesagt - aber noch nicht
von allen. Getreu dieser Erkenntnis hat sich auch noch der Bundesbauminister
Wolfgang Tiefensee zu Wort gemeldet. Auch er befürchte durch REITs
einen negativen Trend zum Ausverkauf kommunaler Wohnungen. Und auch
Tiefensee schürt Ängste: "Ich sehe einen schwer auflösbaren
Widerspruch zwischen kurzatmigen Interessen der Anleger und den langfristigen
Interessen der Stadtentwicklung." Und dann setzt er noch eins drauf:
"Kapitalrendite gegen Stadtrendite". Was, um Himmels Willen,
ist Stadtrendite, Herr Tiefensee?
In die gleiche Kerbe hatten in den letzten Tagen auch schon andere gehauen
und in "Hintergrundgesprächen" offenbar viele Journalisten
dazu gebracht, REITs totzuschreiben. So titelte vor ein paar Tagen die
Welt "REITs vor dem Aus"; diese Überschrift übernahm
auch heute die Welt-am-Sonntag.
08.05.06 >UK-REITs werden
Vorbild für G-REITs<
Das ist offenbar auch die Vorstellung von Baden-Württembergs Finanzminister
Stratthaus. Er hat sich für deren Modell auch für deutsche
REITs ausgesprochen. Das würde u.a. bedeuten, dass am REITs-Aktienkapital
maximal 10 % durch einen Einzelaktionär gehalten werden dürften.
Siehe auch Meldungen hier auf dieser Seite vom 02.05. und 11.02. (bitte
nach unten scrollen).
Das präzisere "Modell" deutscher REITs-Gesetzgebung wird
in den nächsten Tagen den Fachpolitikern der CDU und der SPD vorgestellt.
07.05.06 >Internationale
REITs auf dem Berliner Kurszettel<
Die Börse Berlin-Bremen schreibt in ihrem neuesten Newsletter (Nr.
97 April 2006), dass sie 33 weitere internationale REITs-Aktien zum
Handel aufgenommen hat. Damit sind an der Börse Berlin-Bremen jetzt
126 REITs börsennotiert.
06.05.06 >REITs sind noch
gar nicht da und schon fühlen sich einige benachteiligt<
Nach geltendem Steuerrecht würden 600 Wohnungsunternehmen
von den vielleicht kommenden REITs-Steuerbestimmungen nicht profitieren
können, schreibt der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen. Diese 600 Wohnungsunternehmen haben nämlich
in ihren Steuerbilanzen hohe unversteuerte in Eigenkapital umgewandelte
Gewinne stecken. Diese unversteuerten Gewinne würden bei der Umwandlung
in einen REIT zu versteuern sein, befürchten die im GdW organisierten
Wohnungsunternehmen. Lutz Freitag, Präsident des GdW, fordert deshalb
die steuerfreie Umwandlung von auch bisher steuerfrei kassierten Gewinnen
seiner Mitgliedsunternehmen.
Interessierte am Gesamttext des GdW? Dann
bitte Ihre eMail mit POSTADRESSE.
05.05.06 >Die FDP hat die
REITs-Diskussion entdeckt<
Es hat zwar etwas gedauert, bis auch die FDP sich in die aufgewärmte
politische Diskussion zu REITs-in-Deutschland eingebracht hat.
Die Presseerklärung der FDP hat zumindest eine markige Überschrift:
"SPD-Linke wirft sich beim Thema REITs hinter
den fahrenden Zug".
Inhaltlich steht in der von Patrick Döring für den FDP-Fraktionsausschuss
Stadtentwicklung nichts drin, was schon von anderen in die Diskussion
eingebracht wurde.
Politisch ist die FDP-Aussage klar: "...die Bundesregierung gehe
mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Immobilienmarktes ... grob
fahrlässig um, wenn ... der Blockadehaltung der SPD-Linken nachgegeben
werde", so die FDP-Haltung.
04.05.06 >REITs lauert
Gefahr aus einer ganz anderen Ecke<
Landläufig wird das Risiko der Reits-in-Deutschland durchweg darin
gesehen, dass die Gesetzgebung zu einer sehr komplizierten REITs-Struktur
führen könne. Und diese dann den Anlegern "nicht zu vermitteln"
sei. Bernd Wittkowski von der Börsen-Zeitung brachte es vor ein
paar Tagen auf einen anderen Punkt:
Wittkowski: "...in Deutschland werden die regulatorischen Rahmenbedingungen
häufig erst dann an den Bedarf von Emittenten, Investoren und Intermediären
angepasst, wenn der Markt verlaufen ist ein Förderprogramm
für ausländische Finanzplätze, wie es sich auch bei den
Immobilien-Investmenttrusts (Reits) abzeichnet".
Recht hat Bernd Wittkowski. Beweis für seine These? Die regulatorische
Regelung für Hedgefonds in Deutschland trat erst in Kraft, als
das Interesse an Hedgefonds bei deutschen Anlegern gänzlich abgeklungen
war. Im Ergebnis führen die deutschen Hedgefonds ein Kümmerdasein
erster Güte.
03.05.06 >IVG Immobilien
AG - eine Kandidatin zur Umwandlung in eine REITs-Gesellschaft?
In den einschlägigen Medien wird desöfteren darauf spekuliert,
dass die IVG Immobilien AG die erste Aktiengesellschaft sein könne,
die nach entsprechender Gesetzgebung eine Umwandlung in einen REIT vornehmen
könne.
Sehr wahrscheinlich ist diese Umwandlung m.E. nicht. Denn in ihrer Einladung
zu Hauptversammlung am 30.05. hört sich das anders an.
IVG in der HV-Einladung:
"...IVG besteht seit langem als Immobilien-Aktiengesellschaft und
verfügt über eine anerkannte Leistungsbilanz. Damit
sind wir prädestiniert, Immobilienportfolios zu erwerben,
sie zu restrukturieren und im Wert zu erhöhen und - auch
in Form von REITs - an die Börse zu bringen".
Also Immobilienportfolios sollen in REITs-Form durch IVG an die Börse
gebracht werden. Und nicht IVG ansich!
03.05.06 >Herzlichen Glückwunsch
zur REITs-Studienarbeit<
Erfordert
das Marktpotential von G-REITs im Privatkundengeschäft speziellen
Handlungsbedarf bei deutschen Kreditinstituten?
Vier Studenten im Studiengang Management der Bankakademie beantworten
diese Frage in ihrer Studienarbeit. Marius Ausfelder, Matthias Frank,
Matthias Höse, Sandra Putschögl und Markus Spahn befragten
im Herbst letzten Jahres Banken und Anleger, welchen Kenntnisstand diese
über G-REITs hätten und welche Voraussetzungen erforderlich
seien, um REITs als ernsthafte Anlagemöglichkeit ins Auge zu fassen.
Interessiert an allen Ergebnissen dieser Studienarbeit? Dann
bitte Ihre eMail zur Vermittlung eines Kontaktes mit den Verfassern.
02.05.06 >Finanzminister
Steinbrück will sich bei REITs an England orientieren<
Dabei denkt er an die praktikable Lösung, die England in seine
Gesetzgebung aufgenommen hat, das sog. aussensteuerliche Problem der
REITs-Besteuerung zu lösen. Nämlich die Beteiligungshöchstquote
von 9,99 % am Grundkapital von REITs durch ausländische Aktionäre.
zu den REITs-Informationen der Monate Januar
bis Ende April 2006
zu den REITs-Informationen des Jahres 2005
|