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Dies sind die Archiv-Informationen, der bei www.boersenseminar.info
in den Monaten Januar bis Ende April 2006 gegebenen Informationen
zu Real Estate Investment Trusts:
30.04.06 >Ungebrochenes Interesse an REITs
als Diplomarbeit<
Mindestens drei junge Leute arbeiten in Universitäten derzeit an
Themen rund um REITs. Hoffentlich ist deren Arbeit später nicht
nur eine akademische Meisterleistung, sondern ist eine die die Politiker
anregt, jetzt endlich den Gordischen Knoten zu zerschlagen - und das
politische REITs-Hickhack der letzten Wochen endlich aufzugeben.
28.04.06 >Herzlichen Glückwunsch
zur REITs-Masterarbeit<
Daniel
Wanke, Diplom-Finanzwirt, Uni Hamburg, hat die deutsche "REITs-Steuerproblematik"
tiefgründig durchleuchtet und im Rahmen als Nr. 150 der Hefte zur
Internationalen Besteuerung des Instituts
für Ausländisches und internationales Finanz- und Steuerwesen
veröffentlicht. In seiner Arbeit setzt sich Daniel Wanke mit
großem Sachverstand kritisch mit den Vorschlägen der Initiative
Finanzplatz Deutschland ("IFD") zur Lösung der aussenwirtschaftlichen
Steuerproblematik von G-REITs auseinander. Das Fazit in dieser ganz
ausgezeichneten Arbeit: ...Europarecht und Doppelbesteuerungsabkommen
können dazu führen, dass die politisch gewollte Einführung
von G-REITs nur dann zeitnah umgesetzt werden können, wenn dabei
gleichzeitig Steuerausfälle in Kauf genommen werden.
Interessiert an allen Ergebnissen dieser Masterarbeit? Dann
bitte Ihre eMail zur Vermittlung eines Kontaktes mit Daniel Wanke.
23.04.06 >Mit REITs Geld
verdienen<
Das geht schon - obwohl es REITs in Deutschland noch gar nicht gibt.
Veranstalten Sie doch auch noch einen Kongress zum Thema. Das hat sich
auch das "Global Real Estate Institute, London" gesagt und
lädt, zu einem Kongress am 08. und 09. Mai nach Frankfurt ein.
Teilnehmer (oder deren Arbeitgeber?) haben wahrhaft fürstliche
Eintrittsgelder zu zahlen.
Dafür gibt es allerdings auch sehr prominente und kenntnisreiche
Immobilien- und REITs-Experten zu hören und zu sehen:
Am 08. Mai zum Beispiel diskutieren Hans-Dieter Schulz-Gebeltzig, Partner
der Unternehmensberatung Norton Rose, und Dr. Henning Klöppelt,
Direktor der Warburg-Henderson Investmentgesellschaft mit Marcus Pollmann,
Direktor der Royal Bank of Scotland, ob es bessere Alternativen als
G-REITs oder UK-REITs gäbe?
Am 09. Mai werden Bernhard Visker, Aufsichtsratsmitglied der HSH Nordbank,
Wolfgang Fuchs, Direktor der UBS Deutschland und Dr. Eckard John von
Freyend, Vorstandschef der IVG Immobilien AG dann die Frage beantworten,
welche G-REITs-Konstruktion sie für wettbewerbsfähig halten.
21.04.06 >Herzlichen Glückwunsch
für REITs-Diplomarbeit<
Stefan
Haas, Student der Justus Liebig Universität Gießen hat vor
kurzem seine ganz ausgezeichnete Diplomarbeit mit dem Inhalt Die
Einführung von REITs in Deutschland - eine international vergleichende
Analyse abgeschlossen. In seiner Arbeit vergleicht Stefan Haas
die Gestaltungen der REITs in den USA mit denen in Australien, Japan,
Frankreich und in den Niederlanden. Und natürlich auch mit den
Gestaltungen, die in Deutschland in der Diskussion sind. Interessiert
an allen Ergebnissen dieser Diplomarbeit? Dann
bitte Ihre eMail zur Vermittlung eines Kontaktes mit Stefan Haas.
20.04.06 >Wenig Neues<
Über Reits-in-Deutschland ist alles geschrieben worden. Wirklich
inhaltlich Neues gibt es nicht. Zwar füllen die Zeitungen seitenweise
ihre Spalten und im Internet springen immer mehr auf den REITs-Info-Zug
auf. Oder doch? Ja, tatsächlich: Die Vereinigung der Investmentgesellschaften
("BVI") fordert, dass deutsche REITs "zwingend"
börsennotiert sein sollen. Damit vertritt der BVI eine Gegenposition
zu vielen Immobilien-Mächtigen, die REITs gerne als sogenannte
"PRIVATE REITs" sähen; also ohne die Transparenz, die
ein Börsenhandel mit sich bringt.
08.04.06 >Termindruck<
Das Bundesfinanzministerium, die Initiative Finanzplatz Deutschland
und der Bundesverband Deutscher Banken machen Druck. Sie wollen die
deutsche REITs-Entscheidung bis spätestens 22. Mai. Warum bis zum
22. Mai? Am 22. Mai beginnen zwei schwergewichtige REITs-Kongresse:
in Frankfurt unter dem Titel >REITs am Immobilienstandort Deutschland;
in Berlin unter dem Titel 2. Deutscher G-REIT-Kongress.
Referenten in Frankfurt sind:
am 22. Mai um 18:00 Uhr Dr. Barbara Hendricks, Parlamentarische
Staatssekretärin
beim Bundesminister der Finanzen
und
am 23. Mai um 09:30 Uhr Uwe Wewel, Ministerialrat und Leiter
des Referates für
Investmentwesen im Bundesministerium der Finanzen.
Referenten in Berlin sind:
am 22. Mai Dr. Leo Dautzenberg, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
im Finanzausschuss und Vorsitzender der REITs-Rettungskommission. (Siehe
Meldung vom 04.04.)
am 22. Mai Uwe Wewel, der dann einen Tag später in Frankfurt referiert.
Siehe oben.
04.04.06 >REITs-Rettungaktion
angelaufen<
Wenn man nicht mehr weiter weiß - gründet man 'nen Arbeitskreis.
Getreu diesem Wahlspruch hat das Bundesfinanzministerium einen Arbeitskreis
zur Rettung des noch nicht geborenen deutschen REITs angeregt. Und so
wird eine sechsköpfige Gruppe aus den Reihen des Bundestagsfinanzausschusses
bis Ende Mai für eine gütliche Einigung zwischen den REITs-Gegner
rund um die SPD-Abgeordneten Runde und Pronold und den Befürwortern
sorgen. Oder ggf. eben nicht sorgen.
Haben Sie das Diskussionspapier "Heuschrecken vor der Wohnungstür?"
schon gelesen? Nein! - dann clicken Sie bitte auf dieses Bild (links).
Dann gelangen Sie zur Langfassung der Ansichten von Ortwin Runde und
Florian Pronold. Datei im pdf-Format.
02.04.06 >Theorie könnte
Praxis werden<
In frühen Begründungen für deutsche REITs wurde angeführt,
dass auch deutsche Groß-Unternehmen gern ihre Betriebsgebäude
und sonstigen Immobilien "aus der Unternehmensbilanz heraus nehmen
werden" und sie dann in REITs einbringen könnten. Das schien
vielen damals nicht so recht überzeugend zu sein. Daimler hat vor
ein paar Tagen nun deutlich erklärt, das von den Konzernimmobilien
im Buchwert von etwa 12 Milliarden Euro Gebäude/Immobilien im Wert
von rund vier Milliarden für Daimler nicht betriebsnotwendig seien.
Ein klares Signal, das deutsche REITs zu Verschlankung der Bilanzstruktur
von Unternehmen Sinn machen werden.
01.04.06 >Offene Immobilienfonds
freuen sich offenbar jetzt auf REITs<
Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der
Investmentgesellschaften, forderte erneut, dass "...es offenen
Immobilienfonds zwecks größerer Flexibiliät künftig
ermöglicht werden sollte, stärker in REITs oder Immobilienaktien
zu investieren".
30.03.06 >Weiter Sperrfeuer
gegen REITs<
Der linke Flügel der SPD-Bundestagsabgeordneten feuert weitere
Salven gegen ein REITs-Gesetz in Deutschland ab. Realitätsfern
"verteidigen" sie Argumente im Meinungsbildungsprozess zur
Gesetzgebung, die von Fakten bereits überholt wurden. So hat die
Commerzbank vorgemacht, das ein deutsches REITs-Gesetz tatsächlich
gar nicht erforderlich ist. Sie ist mitten drin im Gründungsprozess
eines REITs-nach-französischem-Recht. Was die Anti-REITs-Abgeordneten
übersehen, ist, dass im Ausland aufgelegte REITs ohne weiteres
Immobilien aus Deutschland in ihren Bestand aufnehmen können. Und
noch schlimmer ist es, dass die Anti-REITs-Front mithilft, dass sich
in Deutschland keine zusätzlichen hochwertigen Immobilien-Management-Arbeitsplätze
bilden können.
25.03.06 >Jetzt überschlagen
sich die Meldungen zu REITs<
Mit REITs-Meldungen wollen jetzt nicht nur die Medien ihr Geschäft
machen - auch im Internet gibt es immer neue Seiten, die eine spezielle
Berichterstattung zu REITs aufgenommen haben. SCHADE, das diese das
Thema REITs erst jetzt entdeckt haben.
Wer zuletzt kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Denn die grundsätzlichen
Informationen "rund um REITs" sind schön längst
alle gesagt. Und wer noch mehr wissen will,
der kann das bundesweit einzige REITs-Börsenseminar am 04.05. in
der Börse Hannover besuchen.
25.03.06 >Nägel mit
Köpfen<
werden die zupackenden Engländer machen, wenn es um REITs geht.
So hat die große Handelsgruppe Tesco ihrn REITs-Gründungsplan
soeben aus der Schublade lugen lassen. Die Zeitung Daily Telegraph berichtet,
das Tesco seine Handelsmärkte im Wert von rund 18 Milliarden Euro
(12 Milliarden Pfund) über einen REITs börsenmäßig
an den Markt bringen könnte. GLÜCKWUNSCH an die Briten.
24.03.06 >England hat das
Rennen um REITS gewonnen<
Die Gesetzgebung zu REITs in Großbritannien (UK-REITs) ist im
Rahmen des "Budget 2006" durch den englischen Finanzminister
vorgelegt worden. Die wesentlichen Details dieses Gesetzes kennen Sie
durch Informationen auf dieser Seite Anfang Februar. Im jetzt real erfolgenden
Gesetz werden sogar weitere praxisorientierte Erleichterungen eingebaut
werden. GLÜCKWUNSCH an die Briten.
23.03.06 >Schnauze voll<
Die Commerzbank hat offenbar keine Lust mehr auf die deutsche REITs-Gesetzgebung
zu warten und wird offenbar in Kürze bereits einen REITs nach französischem
Recht gründen. Und das, obwohl der Commerzbank-Chef noch vor ein
paar Tagen verlauten lies, dass er die REITs-"Probleme" für
90 % gelöst hielt. Aber was nützt eine 90 %igen Lösung.
Nix. 100 % müssen es schon sein.
22.03.06 >Bundesverband
deutscher Banken hält REITs-"Probleme" für 90 %
gelöst<
Klaus-Peter Müller, Chef der Commerzbank und Präsident des
Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), hält 90 % der Probleme
gelöst, die einer Einführung von REITs in Deutschland entgegenstehen.
Allerdings hat er m.W. bei einer Pressekonferenz des BdB nicht erwähnt,
was die 10 % der restlichen Probleme sind. Er hat auch keine Problemlösungen
für diesen Rest gemacht. "Verzögere sich die Einführung
von REITs zum 1. Januar 2007, so bestehe die Gefahr, dass andere Finanzplätze
Deutschland das Wasser abgraben", so Müller.
Seine Bank will aber nicht mehr bis zum Start in 2007 warten. Sie legt
über ihre Investmentgesellschaft am 5. April einen Real Estate
Investment Trust in Frankreich auf. Dieser solle rund 3 Milliarden Euro
Immobilienvermögen halten.
Andere Banken planen ähnliches. Aktiv in der Gründung von
REITs sind auch die Anbieter sog. Beteiligungsprodukte. Die Hamburg
HCI z.B. bietet Anlegern Kommanditanteile an der US-Gesellschaft HCI
Real Estate Growth I USA GmbH & Co. KG an.
11.03.06 >Colonia Real
Estate AG ist optimistisch<
Die börsennotierte Colonia Real Estate ging Mitte Februar davon
aus, das das deutsche REITs-Trennungsmodell spätestens im Mai gleichzeitig
mit dem englischen REITs-Modell angekündigt werde. Beim REITs-Trennungsmodell
handelt es sich um eine einfache Vorgehensweise, die vermeintliche "steuerliche
Problematik" zu lösen: Einkünfte eines Real Estate Investment
Trust (REITs) aus dem "reinen" Immobiliengeschäft werden
separat von anderen REITs-Erträgen verbucht und als "Ertrag
aus Immobilie" an die REITs-Aktionäre ausgeschüttet.
Erträge aus den anderen REITs-Aktivitäten würden als
Wertpapierdividende ausgeschüttet. Colonia Real Estate wusste auch,
das Finanzminister Steinbrück seine volle REITs-Unterstützung
bei einem Treffen "mit seinen Leute" so ausgedrückt hätte:
"tun Sie es schnell und halten informieren Sie mich laufend".
Wörtlich hatte Colonia Real Estate auf ihrer Internetseite dies
in englischer Sprache so veröffentlicht:
"He pointed to his people and said 'get this done fast and keep
me fully informed', one financial source said".
11.03.06 >Bundesverband
Freier Immobilien- und Wohnungsbauunternehmen (BFW) drängelt<
Das Bundesfinanzministerium müsse nun dringend das deutsche REITs-Gesetz
auf den Weg bringen. Sonst würde ausländisches Kapital nicht
in Richtung, sondern in Richtung der REITs in Großbritannien fließen.
"Der internationale Wettbewerb erlaubt keine Hinhaltetaktiv",
erklärte BFW-Vorstandsvorsitzender Walter Rasch, vor ein paar Tagen.
05.03.06 >G-REITs - Klarheit
am 22. Mai? Oder nur eine weitere zeitfressende Diskussion?<
In Zusammenarbeit mit dem Börsenmagazin Going Public bereitet die
Unternehmensberatung Dr. Zitelmann PB GmbH, Berlin, den Markt "medial"
auf die vielleicht auch in Deutschland kommenden Real Estate Investment
Trusts (REITs) vor.
Die Agentur lädt dazu zum "2. Deutschen G-REIT-Kongress"
ein. Dieser wird am 22. Mai in Berlin stattfinden.
Referenten sind die bekannten REITs-Vorkämpfer:
Dr. Leo Dautzenberg, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Finanzausschuss
des
Bundestages, referiert zum aktuellen Stand der politischen Diskussion;
Uwe Wefel, Leiter des Investmentreferats im Bundesfinanzministerium,
stellt sich den
steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen REITs-Fragen;
Matthias Roche, Ernst & Young und
Dr. Hans Volkert Volckens, Beiten Burkhardt,
gehen auf rechtliche und auch steuerrechtliche Fragen ein,
die sich aus der
Gesetzgebung ergeben könnten;
Oliver Puhl, Morgan Stanley, referiert und blickt nach vorn mit
seinem Beitrag,
"G-REITs: was, wenn er in Deutschland gar nicht kommt".
zur Internetseite der Dr. Zitelmann
PB GmbH
20.02.06 >Der Weg scheint
das Ziel zu sein<
Auf einem Treffen am Freitag (17.02.) zwischen Vertretern des Bundesfinanzministeriums
und der REITs-Lobby war lediglich eines klar geworden: wir sind und
jetzt nicht einig und werden frühestens in einem Jahr ein deutsches
REITs-Gesetz haben. Weiterhin werden von Steuerexperten "nicht
lösbare Steuerprobleme" gegen REITs ins Spiel gebracht. Die
vom Bundesfinanzministerium von Großbritannien übernommene
REITs-Konstruktion, die von England als Lösung der internationalen
REITs-Steuerproblematik angesehen wird, wurde mit vielen Gegenargumenten
geradezu zerpflückt.
20.02.06 >Sperrfeuer gegen
deutsche Real Estate Investment Trusts ("G-REITs")
In der SPD rühren linke Gruppen weiterhin die Trommeln gegen REITs
in Deutschland. Sie greifen die unbewiesenen Argumente auf, die SPD-Abgeordneten
Joachim Poß und Ortwin Runde vor einem Monat gegen G-REITs in
Stellung brachten. Nämlich, dass durch REITs die Mieten steigen
würden. Dabei übersehen sie offenbar, dass riesengroße
Wohnungsbestände, auch die von politisch beeinflussbaren Kommunen,
bereits an Immobilien-Großkäufer verkauft wurden. Und REITs
in Deutschland sich eher Büro-, Gewerbe- und Industrie-Immobilien
zuwenden werden.
19.02.06 >Macht die Bundesregierung
jetzt Tempo?<
Die ist der Eindruck, der vor rund einer Woche in einigen Medien zum
Stand der REITs-Gesetzgebung in Deutschland gemacht wurde. Das Handelsblatt
z.B. berichtete über einen "Ausschuss, der bis zum Ende Februar
die verschiedenen zur Diskussion stehenden Steuermodelle ... bewerten
und ein Modell vorschlagen" solle. Dies hätte Florian Scheurle,
Leiter der Steuerabteilung des Bundesfinanzministeriums am Rande eines
Immobilienkongresses erklärt.
12.02.06 >Steuerliche Probleme bei G-REITs
sind lösbar<
So ist die Pressemitteilung des Institut der deutschen Wirtschaft ("IW")
vom 31.01.2006 überschrieben. Die IW-Meldung weist u.a. auf einen
16-seitigen Aufsatz von Dr. Michael Voigtländer hin, in dem Herr
Dr. Voigtländer darlegt, dass auch der deutsche Gesetzgeber verschiedene
Möglichkeiten hat, vermeintlich sich ergebende neue Steuerschlupflöcher
gar nicht erst entstehen zu lassen.
11.02.06 >England: REITs-Gesetzgeber
löst "Steuerproblem" mit sehr praktischem Trennungsmodell<
Dieses Schaubild spricht für sich selbst:
Erträge
aus dem ursächlichen REITs-Geschäft ("Property investment"),
also Mieterträge und Gewinne aus Kauf und ggf. Verkauf von
Immobilien kommen in einen separaten Gewinntopf ("Tax exempt").
Die Auszahlungen an die REITs-Aktionäre aus diesen steuerfrei gebliebenen
"ring fenced activities" werden dann als "property income
distribution" "PID" bezeichnet und sind von den REITs-Aktionären
zu versteuern.
Die Gewinne aus den anderen Aktivitäten des REITs ("other
acitivities") sind beim REITs körperschaftsteuerpflichtig
und werden dann, wie bei jeder normalen Aktiengesellschaft, teilweise
an die REITs-Aktionäre ausgeschüttet und sind dann ggf. zusätzlich
bei diesen steuerpflichtig (= wie "normale" Dividenden).
(Schaubild: International Tax Review Feb. 2006)
Diese englische REITs-Modell dürfte jedem leicht
verständlich gemacht werden können. In deutschen Medien wird
leider oftmals der Eindruck erweckt, das diese REITs-Konstruktion "insbesondere
ausländischen Investoren" nicht leicht zu vermitteln sei.
Quatsch!
04.02.06 >REITs-Gesetzgebung
in Großbritannien weit fortgeschritten<
Die Engländer denken kreativ und handeln pragmatisch - die Deutschen
sind fixiert auf steuerliche Probleme und handeln nicht.
Dadurch könnte der deutsche Finanzmarkt erneut eine Teilstrecke im internationalen
Rennen um Modernisierung verlieren. Die englische REITs-Gesetzentwurf
liegt seit Mitte Dezember 2005 vor. Die Verbände der Immobilienwirtschaft
und andere interessierte Lobbyisten waren aufgefordert, ihre Stellungnahmen
und Anregungen bis zum 7. Februar dem britischen Finanzministerium ("HM
Revenue and Customs" "HMRC") zu übermitteln. Die Stellungnahmen sind
soeben bei HMRC eingegangen.
Die Gesetzgebung von HMRC sieht vor, dass UK-REITs börsennotierte Aktiengesellschaften
sein müssen, deren 'Gewinn zum 75 % aus Immobilien' entstehen muss,
von dem dann '90 % evtl. 95 % an die Aktionäre des UK-REITs ausgeschüttet
werden' müssen. Diese Ausschüttung aus dem Immobiliengeschäft ("ring-fenced
activities") wird als Immobilien-Ausschüttung ("property income distribution"
"PID") bezeichnet und ist beim Empfänger mit seinem Normal-Steuersatz
zu versteuern. Erträge aus dem Nicht-Immobilien-Aktivitäten der UK-REITs
werden als normale Dividenden ausgeschüttet. Steuerfreibeträge auf Ebene
der Steuerpflichtigen gibt es nicht.
Der UK-REITs-Gesetzentwurf sieht zudem vor, dass sich maximal 10 % des
REITs-Aktienkapitals in den Händen eines Aktionärs befinden dürfen.
Mit dieser Regelung haben die pragmatischen Engländer offenbar die Lösung
gefunden, die es verhindert, dass auf Grund internationaler Doppelbesteuerungsabkommen
ausländische REITs-Investoren Erträge der UK-REITs letztendlich steuerfrei
kassieren. Die mächtigen britischen Lobbyverbände der Immobilien- und
Finanzwirtschaft haben in ihrer gemeinsamen Stellungnahme für diese
Regelung Verständnis gezeigt. Sie haben erkannt, dass diese 10%-Regelung
den Gordischen Knoten in Bezug auf Unmöglichkeit der Änderung von Doppelbesteuerungsabkommen
durchschlägt: ein Weg, der auch für deutsche Real Estate Investment
Trusts ("G-REITs") gelten müsste.
30.01.06 >REITs SPD in
Sachen REITs zerstritten<
Die von den SPD-Abgeordneten Poß und Runde gegen die Einführung von
G-REITs am 20. Januar ins Spiel gebrachten Bedenken, dass REITs den
Sozialschutz und die Mietpreise verändern würden, wies der Bundesfinanzminister
Peer Steinbrück (SPD) am 25.01. zurück. Laut Financial Times Deutschland
hätte er im Finanzausschuss des Bundestages deutlich gemacht, dass er
an der REITs-Einführung festhalte.
26.01.06. >REITs im Jahreswirtschaftsbericht
des Wirtschaftsministeriums<
Reformieren, investieren, Zukunft gestalten - Politik für mehr Arbeit
in Deutschland
Unter dieser Überschrift will das Wirtschaftsministerium auch die
Bedingungen am Finanzplatz Deutschland verbessern und hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht
2006 eine Stellungnahme dazu aufgenommen, die sinngemäß lautet:
Einführung von Real Estate Investment Trusts - unter der Bedingung,
dass die verlässliche Besteuerung sichergestellt wird und keine
neuen Steuerschlupflöcher entstehen.
20.01.06 >Zick-Zack in
der Debatte um Einführung deutscher REITs<
SPD-Bundestagsabgeordnete ist in puncto deutsche REITs offenbar ebenso
unterschiedlicher Meinung wie die der CDU.
Anders lassen sich gestern wieder aufgetauchte "Gegenargumente"
politischer Stellungnahmen des Stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion
Joachim Poß und des Finanzpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion
Leo Dautzenberg nicht werten.
Poß und auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ortwin Runde verlangen
in einer längeren Stellungnahme, dass speziell wohnungsmarktpolitische
Aspekte in der kommenden REITs-Gesetzgebung stark zu berücksichtigen
seien.
Leo Dautzenberg von der CDU/CSU weist in der morgen
erscheinenden EURO-am-Sonntag darauf hin, dass "andere Gesetze
jetzt dringender seien" und "frühestens wollen wir im
März in der Koalition erstmals über dieses Thema reden".
Relexartig verdächtigt der Stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende
Ludwig Stiegler sogar, dass "der Deutschen Bank die Krise der Offenen
Immobilienfonds nicht ungelegen kommt" und er keine Lust habe,
der Erfüllungsgehilfe der Deutschen Bank zu werden".
Siehe auch heutiger Kommentar in Rubrik "Insight"
17.01.06 >Börsen-Zeitung
- wie immer mit präziser Berichterstattung und Überblick<
Die Börsen-Zeitung hat in ihrer Ausgabe Nr. 10 vom 14.01. einen
sehr guten Überblick über Zertifikate, die sich auf REITs
bzw REITs-Indizes beziehen, veröffentlicht. Der Verfasser, Dr.
Armin Schmitz, geht davon aus, dass über kurz oder lang auch Exchange
Traded Funds ("ETF") auf den Markt kommen werden.
Dieser Hinweis ist dazu angetan, einen der großen ETF-Anbieter,
die Münchner INDEXCHANGE zu fragen, ob sie ein REITs-ETF bereits
angedacht oder vielleicht sogar schon in der Entwicklung hat.
Gelegenheit, diese Frage zu stellen, gibt es für die Leser dieses
REITs-reports am Dienstag, 24. Januar, während der Finanz-Hausmesse,
die die HypoVereinsbank in Hamburg-Innenstadt, Alter Wall 22, durchführt.
Dort ist die INDEXCHANGE mit einem Messestand vertreten. Kommen Sie
gern einmal vorbei.
09.01.06 >Es ist still
geworden um deutsche REITs<
Zumindest in den Medien hat die Berichterstattung um die vielleicht
kommende Gesetzgebung zur deutschen Real Estate Investment Trusts stark
abgenommen.
Zeit, um sich an Originaläußerungen zu REITs aus der derzeitigen
großen Koalition zu kümmern. Und nachzulesen, was wirklich
von politischen Schwergewichten gesagt wurde.
Zum Beispiel von Dr. Michael Meister, Stellvertretender Vorsitzender
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am 23. November 2005. Interessiert an
seinem Redemanuskript, aus dem seine (positive) Einstellung und die
seiner Partei im Original nachzulesen sind?
Dr. Meister hat mir seine Rede vom 23.11. freundlicherweise überlassen.
Ich sende sie Ihnen gern auf e-Mail-Anforderung
zu.
zu den REITs-Informationen des Jahres 2005
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