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Dies sind die Archiv-Informationen, der bei www.boersenseminar.info im Jahr 2005 veröffentlichten Informationen zu den in voraussichtlich im Jahr 2006/2007 auf den Markt kommenden Real Estate Investment Trusts:

28.12.05 >Initiative Finanzplatz Deutschland (IFD) drängt weiter auf REITs<
Dazu hatte die IFD kurz vor Weihnachten Gelegenheit. Am 21.12. war der neue Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Gast der Initiative Finanzplatz Deutschland, deren mächtigste Vertreter Steinbrück in ihre Mitte nahmen und bezüglich Real Estate Investment Trusts (REITs) diese Presseinformation streuten: (nachfolgend auszugsweise zitiert)

"Besonders freuen wir uns [die IFD], dass die Regierung den Vorschlag der IFD zur Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs) aufgegriffen hat. Das Thema REITs ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Wirtschaft ihr Know-how konstruktiv in die politische Diskussion einbringen kann. Gemeinsam haben wir Rahmenbedingungen für diese neue Anlageklasse entwickelt, die geeignet sind, einen neuen Markt für Immobilieninvestitionen in Deutschland zu schaffen und gleichzeitig eine gerechte Besteuerung sichern. Jetzt hoffen wir auf eine schnelle Umsetzung dieser Vorschläge".

"Minister Steinbrück bedankte sich für die Leistung der IFD und betonte den besonderen Wert der Zusammenarbeit", heisst es weiter in der Pressenotiz der IFD.

Das Manager-Magazin wusste über dieses Treffen noch zu berichten, dass auf dem IFD-Treffen auch die Schließung des Deutsche-Bank-Immobilienfonds Grundbesitz-Invest kurz zur Sprache gekommen sei.

24.12.05 >Schließung Immo-Fonds Grundbesitz-Invest ist Meilenstein auf Weg zu REITs<
Dies soll Rolf Breuer, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, anlässlich der Schließung der Deutsche Bank-Immobilienfonds Grundbesitz Invest gesagt haben, wusste die Financial Times Deutschland (FTD) am 21.12.
Er hätte auch gesagt, das "die Sache [...] ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg  a u s  unserem Weg aus der Deutschland AG [sei]". Und die FTD weiter: Breuer rechne auch damit, dass die Anlageform der offenen Immobilienfonds binnen weniger Jahre steuerbegünstigten Immobilien-AGs (REITs) weichen werde. Breuer laut FTD: "sie [die offenen Immobilienfonds] werden alle börsennotierte Gesellschaften werden".

15.12.05 >Zuviel WENN's in der REITs-Gesetzgebung?<
Die Bundesregierung will "unverzüglich einen Gesetzentwurf" zur Einführung von Real Estate Investment Trusts vorlegen,   w e n n   die Frage der Besteuerung ausländischer Anleger gelöst sei. Das hat Barbara Hendricks, Finanzstaatssekretärin, vor ein paar Tagen beim Internationalen Zinsforum laut Redemanuskript angekündigt, schrieb die Börsen-Zeitung.
Die Betonung liegt leider auf   w e n n. Und da sieht es nicht gut aus. Denn die deutsche Steuerbehörden können sich mit den von unterschiedlichen Seiten vorgelegten diesbezüglichen Lösungsideen offenbar gar nicht anfreunden.
Und Barbara Hendricks hält sich als erfahrene Politikerin alle Optionen der Unverbindlichkeit ihrer Aussagen offen: "Die seitens der Initiative Finanzplatz vorlegte Lösung eines sog. Trennungsmodells und das von der Immobilienwirtschaft erarbeitete sog. Einheitsmodell müssen unter Beweis stellen, dass sie eine tragfähige Grundlage zur Lösung der Steuerproblematik bilden", so die Finanzstaatssekretärin. Und damit läuft das Verzögerungsspiel in der deutschen Gesetzgebung erst einmal auf unbestimmte Zeit weiter.

12.12.05 >Investmentverband meldet Ansprüche an<
Wenn REITs irgendeine steuerliche Vergünstigung aufweisen sollten, dann wollen die deutschen Offenen Immobilienfonds gleiches für sich fordern. Darauf ist die von Banken (Eigentümer der Investmentfondsgesellschaften) beeinflusste Finanzplatz-Frankfurt-Initiative (IFD) soeben eingegangen und hat dem Bundesfinanzministerium einen entsprechenden "verbesserten" Vorschlag zur Einführung von REITs vorgelegt".

09.12.05 >Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG informiert über REITs<
Die kenntnisreichen KPMG-Berater haben das Thema deutsche REITs (G-REITs) entdeckt und dazu eine Informationsschrift herausgegeben, die lesenwert ist.

06.12.05 >Londoner City freut sich<
Der britische Finanzminister Gordon Brown hat in seinem "Pre-Budget-Report 2006) klar angekündigt, dass Großbritannien moderne und international übliche Real Estate Investment Trusts ("REITs") einführen wird. Weitere Details werden kurz vor Weihnachten bekannt. Die wichtigen steuerlichen Details werden im sog. Finance Bill im Mai bekannt gemacht.
Das Handelsblatt hatte in seiner Online-Ausgabe vom 04.12. noch geschrieben, dass "Großbritannien die Pläne zur REITs-Einführung vorerst auf Eis gelegt hatte". Dass das nicht zutreffen würde, das pfiffen die Londoner Spatzen bereits seit Wochen von allen City-Dächern.

02.12.05 >Londoner City ist gespannt<
Am 05. Dezember nachmittags wird der britische Finanzminister ("Schatzkanzler") seinen Budget-Entwurf ("Pre-Budget Report") dem Parlament ("Unterhaus") vorlegen. Und in diesem Zusammenhang könnte Gordon Brown den Fortgang der Gesetzgebung zu REITs in Großbritannien ("GB-REITs") präzisieren.

Stephen Herring, Partner der Consultingfirma BDO Stoy Hayward jedenfalls ist davon überzeugt, dass Brown eine Aussage dazu treffen wird.

Sein Kommentar vor ein paar Tagen: : “The success of REITs in the US and Australia has generated interest in this vehicle from as far afield as Mexico and Finland. Many European countries look set to adopt REITs in the near future. The Chancellor has already indicated that he will make an announcement on UK-REITs in the Pre-Budget Report. “We think it is likely that the Chancellor will give details for the roll-out of UK-REITs which could be in place as soon as Spring 2006. We also think the Chancellor may introduce legislation ensuring that non-UK resident investors continue to pay tax on their UK-REIT property source income.”

Auch in Großbritannien war die Gesetzgebung ins Stocken geraten. Das britische Finanzministerium hatte im Frühjahr kräftig Wirbel und GB-REITs gemacht, war danach aber, wie auch in Deutschland, auf Tauchstation gegangen.

02.12.05 >Hedgefonds greifen nach Hongkong REITs<
Der berühmt-berüchtigte Hedgefonds TCI, der über sein ruppiges Verhalten die Deutsche Börse AG kräftig durchschüttelte, ist mit rund 18 % in den ersten chinesischen Link Real Estate Investment Trust eingedrungen. Siehe auch weiter unten stehende Meldungen vom 24. bzw. 20.11. Weitere Hedgefonds sollen ebenfalls große Positionen in Link aufgebaut haben, schreibt das Wall Street Journal Europe in seiner Ausgabe vom 01.12. Der Einstieg dieser Hedgefonds könnte zur Nagelprobe werden, falls TCI und die Mitläufer versuchen sollten, wirklichen Einfluss auf das Link-Managment nehmen sollten. Hongkong ist schließlich China; nicht wahr?!?

28.11.05 >REITs in Büchern? Ja! Fachbuchhandlung C.Boysen erstellte diese Vorschlagsliste<

1. German REITs
    Huesmann, Matthias
    Einführung von Real Estate Investment Trusts in den deutschen Kapitalmarkt
    Paperback, 146 Seiten, 59,--

2. Real Estate Investment Trusts (REITs) / Deutsche Offene und Geschlossene     Immobilienfonds
    King, Rudolf C.
    Darstellung und internationaler Rechtsvergleich zur Zukunft der Immobilienfonds
    Gebunden, 408 Seiten, 44,50

3. Real Estate Investment Banking
    Neue Finanzierungsformen bei Immobilieninvestitionen
    Gebunden, 553 Seiten, 72,--

4. Offene Immobilienfonds, Immobilienaktien und REITs für die private      Vermögensbildung und Altersvorsorge
     Nowak, Michael
    480 Seiten, 98,--

27.11.05 >Ausländische Investoren glauben weiter, dass G-REITs kommen werden<
Dieser Eindruck zumindest drängt sich auf, wenn weitere spektakuläre Käufe durch anglo-amerikanische Investoren hier in Deutschland arrangiert werden. Denn aller Voraussicht nach, werden viele von diesen Investoren ihre Engagements nicht auf unbestimmte Zeit eingehen, sondern später sog. Exit-Lösungen, also wie man mit Gewinn wieder aussteigt, suchen. Diese Investoren spezialisieren sich zudem. So greift die britische Immobiliengesellschaft Dawnay gern bei Handelsimmobilien zu. Im August hatte sie schon 74 Karstadt-Kaufhäuser erworben. Aktuell möchte sie 35 Praktiker-Baumärkte kaufen. Andere Immobilien-Investoren setzen auf Bürogebäude. So hat z.B. IXIX Capital 19 Verwaltungsgebäude der Barmer Ersatzkasse gekauft.

Wie könnten die Exit-Lösungen der Großimmobilienkäufer aussehen? Die Immobilien könnten in REITs-für-Büro, REITs-für-Handelsimmobilien, REITs-für-Wohnimmobilien eingebracht werden und diese spezialisierten REITs dann in die Börsennotierung per IPO gehen.
Damit würde sich der internationale Trend, der REITs-Spezialisierung fortsetzen.

25.11.05 >Sachverständige finden REITs gut< (siehe auch Meldung 11.11. weiter unten)
Der Jahresbericht der sog. Wirtschaftsweisen ist eine "Super-Fundgrube" über den wirtschaftlichen Zustand unseres Landes. U.A. beschreiben die Wirtschaftsweisen im Abschnitt 661 ihres Gutachtens, dass in einigen Bereichen des Kapitalmarktes Deutschland doch noch weiterhin Nachholbedarf habe. Dies gelte insbesondere auch für Immobilienanlagen. Dann beschreiben Sie in drei Abschnitten wie in anderen Ländern REITs die dortigen Immobilienmärkte voran gebracht haben. Die Sachverständigen bestätigen, dass z.B. "REITs dazu dienen, in Unternehmensimmobilien gebundenes Kapital zu mobilisieren".

24.11.05 >REITs in Asien - da spielt die Musik<
Nach der Lancierung des ersten HK-REIT (siehe unten stehende Meldung) scheint noch mehr Geld in Richtung der Immobilienmärkte Asiens zu fließen. Der HK-REIT Link Management Ltd hält 151 Shoppingcenter im Portfolio und zog rund 2,2 Mrd EUR (19,83 Mrd HKD) jetzt beim IPO auf sich. Die erste Kursnotiz wird morgen (25.11.) sein. Mit dem Kapitalzufluss will Link Management Ltd 180 weitere Einkaufscenter und Parkhäuser aus dem Besitz der Hongkonger staatlichen Wohnungsbehörde erwerben.

Schon im Juli 2005 hatte auch die Schweizer Großbank Credit Suisse einen speziell auf asiatische REITs und Bauunternehmen gerichteten Fonds aufgelegt. Der Welt-Trend zu steigenden Zinsen sei für Immobilienanlagen in Asien weniger gefährlich, meinte im Oktober David Scott von CSAM. Hausbesitzer hier hätten sich nicht so sehr mit Hypotheken verschuldet. Etwas anderer Meinung ist Winson Fong von SG Asset Management in Singapur: "steigende Leitzinsen sind bei fast allen Kapitalanlagen ein Grund zur Besorgnis". Für langfristig orientierte Anleger wäre der Zeitpunkt nach seiner Meinung aber dennoch attraktiv".

20.11.05 >Börsengang eines REITs in Hongkong ("HK-REITs") voller Erfolg<
Stark überzeichnet war die Börseneinführung (IPO) des ersten REITs in der chinesischen Wirtschaftszone Hongkong. Gezeichnet werden konnte ein seitens der Stadt Hongkong initierter Real Estate Investment Trust.

19.11.05 >Deutsche REITs aus Investorensicht<
So lautet der rote Faden eines am 23.11. in Frankfurt stattfindenen Seminars. Unter der Moderation und fachlichen Leitung von Jun. Prof. Dr. Ramon Sotelo, Bauhaus-Universität Weimar, hören und sprechen die Teilnehmer u.a. über die
• Notwendigkeiten und Gründe für einen deutschen REIT;
• Deutsche REITs: Aufwind für den Finanzplatz;
• REITs im internationalen Vergleich.
Speziell dieser Teil ist ggf. wegführend, wie Deutschland seine REITs gestalten oder eben nicht gestalten sollte. Referenten dieses Parts sind u.a. Jean-Paul Dumortier, Präsident der französischen Vereinigung Fèdération des Sociétés Immobiliéres et Foncières (FSIF) und Liz Peace, die Chefin der British Property Federation (BPF).

17.11.05 >UK-REITs auf gutem Wege<
schreibt die Internetseite www.ukinvestmentadvice.co.uk/
Die Regierung hätte jetzt den festen Plan, eine UK-REITs-Gesetzgebung zu verabschieden und wenn alles planmässig verliefe, in 2006 zu verkünden.

Im März hatte das englische Finanzministerium ein Diskussionspapier bezüglich UK-REITs veröffentlicht und darin viele Fragen aufgeworfen, die vor einer Gesetzgebung zu klären wären.

11.11.05 >Sachverständigenrat plädiert für Deutschland-REITs ("G-REITs")
Die fünf Wirtschaftsprofessoren des >Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung< plädieren in ihrem neuesten Jahresgutachten für die rasche Einführung von REITs in Deutschland. Sie, die REITs, könnten helfen, Kapital zu mobilisieren, um das von Unternehmen und Öffentlicher Hand in Immobilien gebundene Vermögen zu mobilisieren.

05.11.05 >Koalition einig über die Einführung von REITs<
So überschrieb die Börsen-Zeitung einen entsprechenden Artikel in ihrer neuesten Ausgabe. Mehr dazu hier in Kürze.

04.11.05 >Führt die Geldpolitik von Notenbanken zu Preisblasen?<
Diesen von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Monatsbericht April 2005 behandelte Thema ist angesicht der explosiven Preise von Wohnimmobilien in Spanien, Großbritannien und USA aktueller denn je. Die EZB konstatiert am Ende dieses sehr interessanten und verständlich geschriebenen Aufsatzes, dass "Vermögensblasen Zentralbanken vor Herausforderungen stellen" und "das Platzen von Blasen sehr hohe volkswirtschaftliche Kosten verursachen können".

30.10.05 >REITs-Aspekte von allen Seiten beleuchtet - gab es während des 6. ebs-Immobilienkongress' am 01. Oktober 2005<
Die European Business School lud zu ihrem diesjährigen Immobilienkongress Referenten aus aus "Blickwinkeln auf REITs" ein. Eine Fülle der dort gegebenen Informationen stehen tatsächlich hier im Internet zum Download zur Verfügung.

27.10.05 >Weiß man in London mehr?<
Die Londoner Investmentgesellschaft F&C Asset Management plc verbreitete unter dem Datum vom 26.10. eine Presseinformation, nach der eine Einigung in Deutschland zu REITs erzielt wurde.
F&C wörtlich: "In Deutschland hat man sich nach monatelangen Diskussionen über steuerliche Aspekte auf einen Entwurf zur Einführung von REITs nach dem Trustvermögensmodell geeinigt. Das ist zwar ein Kompromiss, dennoch ist ein entscheidender Schritt getan".
Beim "Trustmodell" soll der Immobilienbesitz eines REITs ausgelagert werden. Aus diesem Treuhandvermögen erhält der REITs-Aktionär eine Ausschüttung, die steuerrechtlich als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung eingestuft wird.
Der Immobilienbesitz eines Reit soll innerhalb eines "Trustmodells" in ein Treuhandvermögen ausgelagert werden. Der Anleger erhält seine Gewinnausschüttung aus dem Treuhandvermögen, die so steuerrechtlich als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung eingestuft werden. Wenn diese Lösung tatsächlich auch die aufgeworfenen aussensteuerlichen Probleme rechtssicher löst, dann wäre dies tatsächlich der Durchbruch auf dem Weg zu deutschen REITs ("G-REITs).

26.10.05 >Gesetze verzögern REITs-Einführung<
So überschrieb das Handelsblatt heute den Artikel von Reiner Reichel, der beschreibt, was zur verzögerten Einführung von REITs in Deutschland führte. Reiner Reichel geht dennoch davon aus, das die "Große Koalition sich rasch auf REITs einigen könne".

20.10.05 >REITs in Deutschland - kommen sie? Oder doch nicht? Das ist die Frage!
In den letzten Tagen gab es sich auf den ersten Blick widersprechende Meldungen in den Medien.
So schrieb Stefanie Schulte von der Börsen-Zeitung, dass "Hoffnung auf schnelle Einführung von REITs neu aufkeime".
Das Handelsblatt berichtete, dass "die SPD gegen Immobilientrusts [gemeint sind REITs] wettere".

Dies ist nichts neues. Denn schon am 01. März 2005 hatte der damalige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, gegen REITs angewettert. Allerdings hatte Poß damals, als seine Partei an der Regierung war, nur einer übereilte Einführung eine Absage erteilt. Und darauf hingewiesen, dass die außensteuerlichen Fragen zur REITs-Besteuerung klar geklärt und geregelt sein müssten.

Sein SPD-Kollege Jörg-Otto Spiller, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dagegen sagt klar, was jetzt nachdem die SPD nicht mehr an der Regierung ist, was er denkt: "Ich bin gegen REITs".

Trauriges Fazit: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Bin ich an der Regierung, dann bin ich grundsätzlich dafür; bin ich nicht mehr an der Regierung, dann bin ich grundsätzlich dagegen.

16.10.05 >REITs-Berater gesucht? Sal. Oppenheim und JP Morgan sind bereit<
Dieter Pfundt, Gesellschafter des sich immer mehr auf Immobiliendienste konzentrierendes Bankhauses Sal. Oppenheim, bestätigte in einem Zeitungsartikel der Financial Times Deutschland am 30.09.05 das "als Erstes die Private-Equity-Fonds ihre Wohnungsbestände an den [REITs-]Markt bringen" werden. Pfundt ist aber nicht euphorisch, was den REITs-Markt anbelangt. "Ich denke, wenn es 50 bis 60 Mrd EUR werden, wären wir in Deutschland schon auf einem guten Weg". Schon jetzt seien die Kunden seines Bankhauses auf der Suche nach Berater, weiß die FTD zu berichteten. Sal. Oppenheim und JP Morgan werden bei der weltweiten Vermarktung deutscher REITs-Aktien eine führende Rolle einnehmen.

03.10.05 >Bankhaus Wölbern würde eigenen REIT auflegen<
"Würde auflegen", wenn das Bankhaus nicht in den nächsten Wochen den Eigentümer wechseln würde. Denn das Bankhaus, das bisher zum britischen Barclays-Konzern gehört, steht zum Verkauf. Barclays hat kein Interesse an dem Hamburger Bankhaus, das für seine geschlossenen Holland-Immobilienfonds bekannt ist.
"Würde auflegen", wenn es in Deutschland zu einer REITs-Gesetzgebung kommt, so der Bankchef Eric Hirsch, in einem Artikel im Handelsblatt am 27.09.

02.10.05 >Hessen hat das Warten auf deutsche REITs satt<
Einer der wesentlichen REITs-Treiber, der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar, hat keine Lust mehr, auf deutsche REITs ("G-REITs") zu warten, um in diese dann seine Landesimmobilien gegen Bares einzubringen. Er wird in den nächsten Wochen ein Immobilienpaket aus 18 Gebäuden ausländischen Anlegern anbieten und den Erlös von geschätzten 700 bis 800 Mio EUR dann in den Landeshaushalt 2006 einbringen.

01.10.05 >REITs-Strukturen sollen jetzt auf europäischer Ebene vorbereitet werden<
Nachdem eine innerdeutsche REITs-Gesetzgebung besser: REITs-Steuergesetzgebung vorerst auf die lange Bank geschoben wurde, versucht der europäische Verband 'European Public Real Estate Association (EPRA)' die Einführung von REITs in Deutschland doch noch zu retten. Ausgehend davon, dass innerdeutsch sich steuerlich nichts bewegen wird - oder bewegen kann? - regt die EPRA eine "gemeinsame Lösung für die Probleme bei der Besteuerung ausländischer Anleger an", so Nick van Ommeren, Chef der EPRA in einem Zitat der Financial Times Deutschland von 28.09.05. Hintergrund dieser Äußerungen ist das Problem, dass auf Grund von Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und rund 100 Staaten eine REITs-Ausschüttung von ausländischen Anlegern praktisch steuerfrei kassiert werden könnte. Und wenn eine REITs-Ausschüttung einseitig seitens Deutschland als 'Ertrag aus Immobilienvermögen' deklariert würde, andere steuerliche Probleme losgetreten würden. Oder ggf. sogar bewusst gegen Doppelbesteuerungsabkommen verstossen würde. So jedenfalls eine Denkrichtung hochkarätiger Steuerexperten aus den Finanzbehörden.

25.09.05 >Strukturelle Faktoren werden Investitionen in Immobilien weiterhin begünstigen<
So leitet die Schweizer Großbank Credit Suisse in ihrer Publikation Global Investor eine kurze und knackige Analyse zu den weltweiten Aussichten von REITs ein. Und sie endet mit "..zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz fortgeschrittenem Immobilienzyklus in einigen Ländern immer noch attraktive Möglichkeiten für Immobilieninvestitionen bestehen.

23.09.05 >Regierungswechsel wird REITs-Gesetzgebung weiter verzögern<
Das sind die Befürchtungen, mit denen Klaus Droste (Managing Director Deutsche Bank) in der Zeitschrift Immobilienwirtschaft zitiert wird. Das Immobilienmagazin schreibt "...Droste rechnet in diesem Fall [gemeint ist die Bildung einer neuen Bundesregierung] erst für Mitte 2006 mit der gesetzlichen Basis für Real Estate Investment Trusts".

23.09.05 >REITs - gut für Deutschland<
Darauf hat sich sogar die Deka Immobilien Investment GmbH festgelegt. Obwohl REITs eine Konkurrenz für deren Offenen Immobilienfonds werden könnten. Im Kundenmagazin hat die Deka im Mai u.a. geschrieben: "...hat die Deka über eine Kapitalgesellschaft als Fondsvehikel einen internationalen 'Vor-REIT' für institutionelle Anleger erfolgreich bereits 2003 gestartet. Ein Folgeprodukt ist derzeit in Vorbereitung". Zudem beschreibt die Deka, dass selbst Fondsgesellschaften Interesse daran haben könnten, in kommende REITs zu investieren.

21.09.05 >Immobilien-Analysten gesucht<
Das berichtete die Financial Times Deutschland vor ein paar Tagen. Die Financial Times Deutschland: "Abgesehen von Wissen über Nebenwerte sind derzeit auch Experten für Immobilienaktien gefragt. Sollte die Bundesregierung die neue Anlageklasse der steuerbegünstigten Real Estate Investment Trust (REITs) zulassen, rechnet die Branche mit zahlreichen Börsengängen von Immobilientrusts. Wollen Investmentbanken diese Börsengänge begleiten, müssen sie rechtzeitig Experten vorweisen, die Studien zur Vermarkung dieser Titel schreiben können. Die Deutsche Bank hat bereits reagiert: So übernimmt Analyst Martin Praum ab Januar 2006 die deutsche Leitung der Sektoren Real Estate und Diversified Financials. Praums Schwerpunkt: Immobilienaktien".

16.09.05 >Tiefgründiges Immobilienwissen wird in Leipzig erarbeitet<
Am Institut für Immobilienmanagement der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Pelzl wird Grundlagenwissen u.a. auch zum Thema REITs erarbeitet.

Eins von vielen Beispielen dafür ist die Diplomarbeit von Gunnar Simon mit dem Titel 'Real Estate Investment Trusts im Vergleich USA - Europa - Deutschland'.
Gunnar Simon beließ es aber nicht nur bei dieser Diplomarbeit. Zusammen mit Dr. Michael Nowak veröffentlichte er im August in der Zeitschrift 'die bank' einen ganz ausgezeichneten Artikel über die Anlageerfolge, die REITs-Investoren in anderen Ländern erzielten und was wir uns in Deutschland vielleicht von REITs versprechen können.

15.09.05 >IVG gibt die Hoffnung nicht auf<
und erwartet weiter, dass es erstens auch in Deutschland REITs geben wird und zweitens diese dann für eine Belebung des Geschäftssorgen. IVG-Vorstandschef John von Freyend kann sich auch eine Umwandlung seines Unternehmens in einen REIT vorstellen, sagte er vor ein paar Tagen der Nachrichtenagentur Reuters.

10.09.05 >G-REITs sind Thema bei deutschen Versicherungen<
Der Gesamtverband der Deutsche Versicherungswirtschaft e.V. bereitet seine Mitglieder professionell auf deutsche REITs vor. Am 27. September wird Bernhard Berg, Geschäftsführer der AMB Generali Immobilien GmbH, während einer Konferenz der Deutschen Versicherungsakademie die "Anmerkungen aus Sicht der Versicherungsunternehmen" zu den wahrscheinlich kommenden G-REITs darlegen.
Sie möchten an dieser Konferenz teilnehmen? Dann rufen Sie bitte Yasemin Liebscher, Tel 030/2020-5092, an.

09.09.05 >Trümmerhaufen? Nein - Goldman Sachs erkennt eher ein gutes Fundament<
Der zur US-Investmentbank Goldman Sachs gehörende Whitehall Immobilienfonds kauft für rund 300 Mio EUR die Deutsche Real Estate AG (= Gewerbeimmobilien) die der insolventen AGIV gehört. Goldman bzw. Whitehall wollen die Deutsche Real Estate (DReAG) als Platform für gewerbliche Immobilienprojekte ausbauen.

06.09.05 >Immobilien - etwas exotischer als bisher<
"Angetrieben von tiefen Realzinsen haben Investitionen in Immobilien in den letzten zehn Jahren ansehnliche Renditen erzielt und sich in einigen Ländern zu der attraktivsten Anlageklasse entwickelt", schreibt die Schweizer Großbank Credit Suisse in ihrer Publikation Global Investor (August 2005).
Credit Suisse kommt in ihrer Kurzstudie u.a. zum Schluss, dass speziell Immobilienanlagen in asiatischen Zentren und in Indien attraktiver sind. Deutsche Anleger können über eine Zertifikatskonstruktion recht leicht mittelbar in asiatische Immobilien investieren. US-REITs wären nach Meinung der Credit Suisse angesichts der dort steigenden Zinsen und der Risiken, die von überhitzten regionalen Häusermärkten ausgehen, einer erhöhten Gefahr von Preisrückgängen ausgesetzt.

30.08.05 >Im Koma, aber noch nicht gestorben<
"Eine Einführung von REITs werden wir unter Berücksichtigung der finanzwirtschaftlichen Auswirkungen prüfen". Dies Versprechen gab der Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, in seinem Artikel in der Reihe 'Ansichtssache' der Börsen-Zeitung vom 26.08.05.

27.08.05 >Darf nicht im Regal verstauben<
Das wünscht die Zürcher Anlegerzeitung Finanz und Wirtschaft der umfangreichen Studie, die die Schweizer Großbank UBS zum internationalen Immobilienmarkt verfasst hat. Auf 90 Seiten gibt es tiefgründig recherchierte Information über Bewertungsmethoden zur Wertermittlung bei Immobilien, über Risiken und Märkte, über REITs und darüber, welche Renditen Immobilienanlagen bieten könnten. Eine wirklich klasse Studie.

09.08.05 >REITS-Fantasie bringt frischen Schwung in Immobilienaktien<
So überschreibt das Online-Zertifikate Journal (ZJ) einen Artikel, in dem das Journal auf einige Anlage-Zertifikate hinweist, deren Anlageerfolg von der Entwicklung der "dahinterliegenden" REITs-Aktien liegt. Speziell stellt das Zertifikate-Journal dabei das von der Schweizer Großbank UBS herausgegebene GPR Continental Europe Index-Zertifikat heraus. Dieses Zertifikat enthält 36 kontinentaleuropäische REITs-Aktien. Zudem erwähnt das ZJ drei deutsche Aktien, die nach Meinung des ZJ als Quasi-REITs anzusehen seien, und auf die Banken Zertifikate ausgegeben haben.

04.08.05 >An der Einführung von REITs sind die größten deutschen Unternehmen stark interessiert<
Nach einen Studie des Bankhauses M.M. Warburg verfügen die 65 größten deutschen börsennotierten Gesellschaften über einen riesigen Immobilienbestand. Die in diesen Immobilien liegenden "stillen Reserven" schätzt Warburg auf bis zu 80 Milliarden Euro. Zwar wird ein großer Teil von den Unternehmen für deren eigene Zwecke benötigt, aber ein großer Teil könne entweder verkauft und wieder zurückgeleast werden und ein ebenfalls großer Teil könne sogar gänzlich abgestoßen werden. Ohne die Einbringung dieser Immobilien in REITs würde den verkaufenden Unternehmen zwar große Beträge zufließen, aber andererseits auch eine Steuerzahlung ins Haus stehen. Und dazu haben die Unternehmen wenig Lust. Die größten stillen Reserven in Relation zum Aktienkurs vermutet Warburg bei KarstadtQuelle, bei Lanxess, bei Fraport, der Norddeutschen Affinerie und bei Volkswagen. In absoluten Zahlen liegt allerdings Daimler vorn. Daimler, so vermuten die Analysten von Warburg, hat stille Immobilienreservon von fast 10 Milliarden. Deutsche Telekom hätte 8, VW 6 und RWE 5,7 Milliarden, die durch die Einbringung in REITs "gehoben" werden könnten.

03.07.05 >Konkurrenz belebt das Geschäft<
In die Diskussion rund um die vielleicht kommenden Real Estate Investment Trusts haben sich zwei weitere Meinungsbildner eingebracht: das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ("ZEW") und die European Business School ("ebs"). Beide haben auf 200 Seiten aufgeschrieben, wie sie REITs in Deutschland ausgestalten würden. Sie geben dem Finanzministerium für REITs die Rechtsform der AG zu wählen. Der Immobilienbestand eines REITs sollte "steuertransparent" und separat gehalten werden. Eine Börsennotierung des REITs solle nicht erforderlich sein. REITs sollten zudem alle Arten von Immobiliengeschäften, z.B. Handel, Vermietung, Darlehensgewährung, Vergabe von Erbbaurechten, erlaubt sein.

30.06.05 >Initiative Finanzstandort ("IFD") Deutschland lässt bei REITs nicht locker<
Das Bundesfinanzministerium legt sich in puncto deutscher Real Estate Investment Trusts ("G-REITs") quer. Das war zu erwarten. Vordergründig geht es der "Finanzverwaltung" darum, zu verhindern, dass sich in der steuerlichen Ausgestaltung der REITs keine Steuerschlupflöcher auftun. Es könnte das deutsche Steueraufkommen gefährdet würde, wenn ausländische G-REIT-Aktionäre sich auf Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) berufen könnten. Die IFD hat deshalb bereits Mitte Mai zwei Wege vorgeschlagen, die beide dazu führen würden, diese seitens der Finanzverwaltung befürchteten Steuerschlupflöcher gar nicht erst aufkommen ließen.

In dem einen Modell, Einheitsmodell genannt, würde die Ausschüttung eines G-REITs als Einkunft aus unbeweglichem Vermögen definiert werden. Damit unterlägen auch ausländische Aktionäre einer deutschen Besteuerung.

In dem zweiten Modell, Trennungsmodell genannt, würde der REITs-Immobilienbesitz von der REITs-Verwaltung getrennt werden, und damit würden dem Aktionär Immobilienerträge aus einem Sondervermögen zufließen. Und damit würde es ebenfalls erreicht, dass ausländische Aktionäre der deutschen Besteuerung unterlägen.

18.05.05 >German-REITs-Konferenz<
"Die deutsche Immobilienbranche kennt - so könnte man aus der Presse folgern - nur noch ein Thema, den German-REIT", schreibt die Westdeutsche Landesbank bei ihrer Einladung zur WestLB German-REITs-Konferenz. Die WestLB bietet den Teilnehmern ein ganz ausgezeichnetes Tagesprogramm mit den besten Fachleuten zum Thema REITs. Unter anderen wird Uwe Wewel, der entscheidende Mann aus dem Bundesfinanzministerium, am 25. Mai um 10:30h über den Stand der Gesetzgebung berichten.

16.05.05 >REITs in Deutschland voll im Parteigezänk<
Die SPD-Fraktion freut sich. Sie hatte sich schon im Februar etwas verklausuliert gegen Real Estate Investment Trusts ("REITs") ausgesprochen. Das ärgert insbesondere Hessen's CDU-Finanzminister Karlheinz Weimer. Dieser ist Treiber der REITs-Gesetzesinitiative. Allerdings auch nicht völlig uneigennützig: Hessen muss die eigenen Landesfinanzen sanieren und sieht über REITs den einzig praktikablen Weg, Immobilienvermögen zu mobilem realem Geld zu machen. Da aber der Bundesfinanzminister Eichel (SPD) wahnsinnige (und tatsächlich berechtigte!) Angst, dass deutsche REITs dazu führen werden, dass neue Steuerschlupflöcher durch die quicke Steuersparbranche aufgespürt werden. Denn: sollten deutsche REITs wie international üblich ausgestaltet werden, dann könnten "Briefkastenfirmen" mit Sitz im Ausland die REITs-Dividenden steuerfrei kassieren - und ihren Hintermännern steuerfrei auskehren. Die Initiative Finanzplatz Deutschland ("IFD") will deshalb in den nächsten Tagen einen neuen kreativen Weg aufweisen, wie REITs in moderner Form in Deutschland doch noch ins Leben gebracht werden könnten - und das o.a. Steuerschlupfloch gar nicht erst entsteht.

07.05.05 >REITs-Gesetz bringt Ministerien ins Schwitzen<
Der Teufel steckt in der steuerlichen Ausgestaltung. Insbesondere könnten sich für REITs-Eigentümer mit Steuersitz im Ausland große Steuerschlupflöcher auftun, die Deutschland Millionen kosten würde. Beweise für diese Gefahr bietet die Einführung von REITs in Frankreich. Das führte dort dazu, dass spanische Investoren sofort zwei französische REITs schluckten. Ein Schlupfloch im französisch-spanischen Doppelbesteuerungsabkommen bewirkt, dass die Spanier die REITs-Gewinne vollkommen steuerfrei kassieren. Und so etwas will das deutsche Finanzministerium bei deutschen REITs ("G-REITs") durch die richtigen Formulierungen in REITs- und in Steuergesetzen verhindern.

05.05.05 >Börse München ist auch dabei<
Schon seit Anfang März werden 30 US-REITs im Freiverkehr der Börse München gehandelt. Dort wird der Handel durch das Maklerhaus MWB "betreut"; das bedeutet, das bis zu einem Ordervolumen von bis zu 5.000 EUR sofort ausgeführt wird.

25.04.05 >Klassenkampf könnte REITs in Deutschland verhindern<
Nach den Ausfällen des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering gegen die Marktwirtschaft wagen sich weitere Heckenschützen aus ihrer Deckung. Nach Angaben der Financial Times Deutschland spricht sich u.a. Stephan Hilsberg (SPD), Mitglied im Finanzausschuss, offenbar gegen REITs aus. Er warne davor, dass sich Immobiliengeschäfte verstärkt an der börsenüblichen Profitmaximierung orientierten würden, wird er von der FTD zitiert.

24.04.05 >89 US-REITs ab jetzt im Börsenhandel Berlin<
Seit 2001 bereits können im Freiverkehr der Börse Berlin Aktien von US-REITs gehandelt werden. Jetzt wurden weitere 12 REITs in den dortigen Handel einbezogen.

21.03.05 >Die Fondsbranche wittert Morgenluft<
Zwar ist die Gesetzgebung zu deutschen REITs noch gar nicht erfolgt, da sind die ersten Investmentgesellschaften schon per "public relation" aktiv geworden und statten die Medien mit Presseinformation über ihre REITs-Fonds aus. Aber ACHTUNG! Nicht in jedem "REITs-Fonds" sind auch wirklich Aktien von echten Real Estate Investmenttrusts drin. Einige investieren z.B. in "Immobilienaktien"; und das könnten auch die recht problematischen deutschen Immobiliengesellschaften sein; wie z.B. TAG oder AGIV.

01.03.05 >Auch in der Schweiz rührt sich 'was"
Noch sei die Schweiz nicht vom REIT-Fieber erfasst worden wie etwa in Deutschland, schreibt die renommierte Züricher Finanz und Wirtschaft. Eine steuerliche Struktur für solche Anlagevehikel würde auch in der Schweiz positiv zu Buche schlagen. Und die Finanz und Wirtschaft wusste auch, dass in ihrem Land von der Immobilienlobby eine Initiative lanciert wurde, das künftige Schweizer Kapitalanlagegesetz um REITs zu ergänzen. Sollte der Wegfall der Schweizer Doppelbesteuerung des Immobilienertrages politisch durchsetzbar sein, dürfte im Jahr 2007 die REIT-Rakete zünden, schrieb die Finanz und Wirtschaft.

28.02.05 >Geschäftstüchtige Engländer<
In Großbritannien wird es zwar vorerst keine REITs geben, aber die Engländer wissen, wie man aus Finanzdaten Geld machen kann. Und schwuppdiwupp hat die Londoner FTSE Group schon bekanntgegeben, dass sie einen REIT Global Real Estate Index berechnen werde. Dieser Index, aus den Kursen börsenmäßig notierter Real Estate Investment Trusts berechnet, lässt sich dann prima gegen Lizenzgebühren weltweit vermarkten. Denn: es wird nach Einführung deutscher REITs genügend Spekulations-produkte ("Derivate") auf REITs-Kurse und auf den neuen Index geben. Und alle müssen zahlen.

27.02.05 >Land Hessen will seine Immobilien in REITs einbringen<
"Nach einer gesetzlichen Einführung könnten wir sehr bald mehrere Behördenzentren und ähnliche Gebäude über einen Immobilien-Trust an die Börse bringen", sagte Hessens Finanzminister Karlheiz Weimar in einem Interview mit der Börsen-Zeitung. Mehr als 20 Privat- und Investmentbanken haben sich bereits beim Land als Berater bei den Immobilienverkäufen beworben!

23.02.05 >CDU entdeckt REITs<
Der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Leo Dautzenberg, mahnte bei der Bundesregierung die zügige Gesetzgebung für Real Estate Investment Trusts in Deutschland an. Die CDU-Landesregierung Hessens haut in die gleiche Kerbe und will eine entsprechende "Initiative" zusätzlich in den Bundesrat einbringen.

17.02.05 >Erfreulich<
Die Börsen-Zeitung ist meistens besser informiert. Das scheint auch in puncto Gesetzgebungsverfahrung für REITs der Fall zu sein. Nach Informationen der Börsen-Zeitung werden REITs nicht dem Investmentgesetz und auch nicht dem Investment-Steuergesetz unterworfen. Würden REITs diesen Gesetzesmonstern unterworfen, dann würde deutschen REITs vor lauter Überregulierungswut wohl schon der Garaus vor ihrer Geburt gemacht worden

07.02.05 >Schön geschrieben<
hat die "Initiative Finanzplatz Deutschland" (IFD)auf neun Seiten, warum und wie für alle in Deutschland Real Estate Investment Trusts (REITs) eine schöne Sache werden könnten. Ihre Schönschrift hat sie vor ein paar Tagen der Bundesregierung vorgelegt.
Die Vorschläge der IFD könnten in die im April/Mai anstehende REITs-Gesetzgebung einfließen.
Wenn die Bundesregierung die IFD-Vorschläge übernähme, dann würden die Grundzüge der deutschen REITs in etwa so aussehen:

• Rechtsform wäre die Aktiengesellschaft (AG),
• deren Aktien an einer Börse notiert werden.
• Mindestens 25 % des Aktien-Kapitals eines REITs müssten sich im sog. Streubesitz   befinden.
• 90 % der Erträge einer REITs-AG müssen als Dividende ausgeschüttet werden.
• Die Ausschüttung ist vom Aktionär voll zu versteuern. Also bei REITs kein   "Halbeinkünfteverfahren".
• Dafür bleibt eine REITs-AG dann aber von eigener Steuerlast, z.B. bei Aufdeckung stiller   Reserven in ihrem Immobilienbestand so gut wie befreit.
• Erträge aus laufender Geschäftstätigkeit sollen bei REITs-AG komplett steuerfrei sein.

06.02.05 >Was ist drin im REITs-Paket der Gesetzgebung?<,
das war die spannendste Frage, die auf dem Immobilienkongress "Quo Vadis" (Nomen est Omen?) vor ein paar Tagen in Berlin die meisten Teilnehmer interessierte. Schon im April solle ein Entwurf des deutschen REITs-Gesetzes vorgelegt werden, hieß es. Das Timing jedenfalls stimmt schon jetzt. Denn dann könnten die Immobiliengewaltigen der Bundesrepublik auf ihrer Jahrestagung am 26. und 27. April schon genauer erkennen, wohin der Hase läuft.

24.01.05 >REITs sind eine zeitkritische Maßnahme<,
sagte Commerzbank-Vorstandsmitglied Wolfgang Hartmann. Er gehe davon aus, dass mit REITs in zwei bis drei Jahren ein Milliardenmarkt an deutsche Börsen entstehen könnten. Und die REITs seien deswegen "zeitkritisch", da viele offene Immobilienfonds in Schwierigkeiten geraten seien. Auch in nächster Zeit sei bei diesen mit weiteren Belastungen zu rechnen, wusste der Commerzbank-Vorstand.

22.01.05 >REITs werden im Januar 2006 in Deutschland eingeführt<
Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesfinanzministeriums, Barbara Hendricks, vor ein paar Tagen. Dann werde auch Großbritannien REITs einführen., wusste Frau Hendricks. ABER wie immer! An die Einführung deutscher REITs sind Bedingungen geknüpft. Erstens müssten noch steuerliche "Probleme" geklärt werden. Eines davon sei die Frage der Besteuerung sog. stiller Reserven, die bei der Umwandlung von Immobilienvermögen in REITs zu offenen Reserven werden könnten. Und zweitens werde noch zu überlegen sein, wie die Besteuerung der Erträge aus REITs zu gestalten sei.

13.01.05 >Das welt-größte Immobilienberatungs- und Gebäudemanagement-Unternehmen glaubt an REITs< In einem großen Interview der Börsen-Zeitung mit dem Europachef des welt-größten Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle, dem Briten Robert Orr, gab es diese interessante Info zu lesen:

Frage der BöZ:
Das deutsche Finanzministerium entscheidet Anfang Februar, ob es steuertransparente Immobilien-Investment-Trusts (REITs) in Deutschland geben wird. Was könnte das für den hiesigen Immobilienmarkt bedeuten?
Antwort von Robert Orr:
"Es käme zu einer Bereicherung und Belebung des Marktes, weil die Einführung einer REIT-Struktur auch das Transaktionsvolumen erhöht. Denn viele Unternehmen würden umstrukturiert - zum Beispiel könnten manchen Immobilien AGs zukünftig als REITs firmieren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein solches Unternehmen sich dann spezialisiert, etwa als Büro-REIT, Einzelhandels-REIT oder Logistik-REIT - und dann werden sie sich von den anderen Objekten schrittweise trennen. Dafür wird es andere Unternehmen geben, die diese Objekte gerne aufkaufen, vor allem ausländische. Insofern sehe ich nur positive Impulse einer REIT-Struktur".

Frage der BöZ:
Die Briten hatten sich auch schon in diesem Jahr auf REITs gefreut. Jetzt kommen sie doch nicht. Warum?
Antwort von Robert Orr:
"Schatzkanzler Brown hat die Entscheidung auf 2006 verschoben. Er hat allerdings deutlich gesagt, dass REITs eingeführt werden, ist aber der Ansicht, dass mehr Zeit benötigt wird für das Treasury, die Kommunikation und den Dialog, zwischen der Immobilienwirtschaft und der Regierung. Ich glaube, das ist nicht verkehrt. Denn sollte das zu schnell kommen, könnte es negative Konsequenzen haben, wenn es zu restriktiv wird. Diese Sorge haben viele Marktteilnehmer. Schon allein die Erwartung, dass es kommen wird, belebt den Markt. Es ist etwas enttäuschend für Großbritannien, aber REITs werden kommen, davon bin ich überzeugt".

Frage der BöZ:
Wer wird die REITs ihrer Meinung nach zuerst bekommen: Deutschland oder Großbritannien?
Antwort von Robert Orr:
"Das ist eine gute Frage. Das weiß ich nicht. Es wäre schön, wenn es Deutschland wäre".

08.01.05 >Handelsblatt bittet zur Jahrestagung der Immobilienwirtschaft<.
Am 26. und 27. April treffen sich "die Gewaltigen" der Groß-Immobilien Deutschlands zu ihrer Jahrestagung. U.a. kommen Dr. Dirk Matthey von der börsennotierten Immobilien-Aktiengesellschaft IVG, Bärbel Schomberg und Dr. Frank Billard, die die großen Immobilienfondsgesellschaften repräsentieren. Wahrscheinlich wird auch das Thema REITs einen wesentlichen Teil der Gespräche einnehmen.

07.01.05 >Der Markt für Immobilienübernahmen boomt<. So überschrieb das Handelsblatt vor ein paar Tagen einen Artikel, der sich mit den aggressiven Käufen von deutschen Wohnungsbeständen durch ausländische Banken und Großanleger befasste. Innerhalb dieses Artikel wusste das Handelsblatt, dass "...die Bundesregierung Anfang 2005 über die Einführung von REITs entscheiden und dann gegebenenfalls schnell ein Gesetzgebungsverfahren einleiten will."

zu den REITs-Informationen des Jahres 2004

 
 

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