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Dies sind die Archiv-Informationen, der bei www.boersenseminar.info
im Jahr 2005 veröffentlichten Informationen zu den in voraussichtlich
im Jahr 2006/2007 auf den Markt kommenden Real Estate Investment Trusts:
28.12.05 >Initiative Finanzplatz
Deutschland (IFD) drängt weiter auf REITs<
Dazu hatte die IFD kurz vor Weihnachten Gelegenheit. Am 21.12. war der
neue Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Gast der Initiative Finanzplatz
Deutschland, deren mächtigste Vertreter Steinbrück in ihre
Mitte nahmen und bezüglich Real Estate Investment Trusts (REITs)
diese Presseinformation streuten: (nachfolgend auszugsweise zitiert)
"Besonders freuen wir uns
[die IFD], dass die Regierung den Vorschlag der IFD zur Einführung
von Real Estate Investment Trusts (REITs) aufgegriffen hat. Das Thema
REITs ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Wirtschaft ihr Know-how
konstruktiv in die politische Diskussion einbringen kann. Gemeinsam
haben wir Rahmenbedingungen für diese neue Anlageklasse entwickelt,
die geeignet sind, einen neuen Markt für Immobilieninvestitionen
in Deutschland zu schaffen und gleichzeitig eine gerechte Besteuerung
sichern. Jetzt hoffen wir auf eine schnelle Umsetzung dieser Vorschläge".
"Minister Steinbrück bedankte sich für die Leistung der
IFD und betonte den besonderen Wert der Zusammenarbeit", heisst
es weiter in der Pressenotiz der IFD.
Das Manager-Magazin wusste über dieses Treffen noch zu berichten,
dass auf dem IFD-Treffen auch die Schließung des Deutsche-Bank-Immobilienfonds
Grundbesitz-Invest kurz zur Sprache gekommen sei.
24.12.05 >Schließung
Immo-Fonds Grundbesitz-Invest ist Meilenstein auf Weg zu REITs<
Dies soll Rolf Breuer, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank,
anlässlich der Schließung der Deutsche Bank-Immobilienfonds
Grundbesitz Invest gesagt haben, wusste die Financial Times Deutschland
(FTD) am 21.12.
Er hätte auch gesagt, das "die Sache [...] ein weiterer Meilenstein
auf unserem Weg a u s unserem Weg aus der Deutschland AG
[sei]". Und die FTD weiter: Breuer rechne auch damit, dass die
Anlageform der offenen Immobilienfonds binnen weniger Jahre steuerbegünstigten
Immobilien-AGs (REITs) weichen werde. Breuer laut FTD: "sie [die
offenen Immobilienfonds] werden alle börsennotierte Gesellschaften
werden".
15.12.05 >Zuviel WENN's
in der REITs-Gesetzgebung?<
Die Bundesregierung will "unverzüglich einen Gesetzentwurf"
zur Einführung von Real Estate Investment Trusts vorlegen, w e n n die
Frage der Besteuerung ausländischer Anleger gelöst sei. Das
hat Barbara Hendricks, Finanzstaatssekretärin, vor ein paar Tagen
beim Internationalen Zinsforum laut Redemanuskript angekündigt,
schrieb die Börsen-Zeitung.
Die Betonung liegt leider auf w e n n. Und da sieht
es nicht gut aus. Denn die deutsche Steuerbehörden können
sich mit den von unterschiedlichen Seiten vorgelegten diesbezüglichen
Lösungsideen offenbar gar nicht anfreunden.
Und Barbara Hendricks hält sich als erfahrene Politikerin alle
Optionen der Unverbindlichkeit ihrer Aussagen offen: "Die seitens
der Initiative Finanzplatz vorlegte Lösung eines sog. Trennungsmodells
und das von der Immobilienwirtschaft erarbeitete sog. Einheitsmodell
müssen unter Beweis stellen, dass sie eine tragfähige Grundlage
zur Lösung der Steuerproblematik bilden", so die Finanzstaatssekretärin.
Und damit läuft das Verzögerungsspiel in der deutschen Gesetzgebung
erst einmal auf unbestimmte Zeit weiter.
12.12.05 >Investmentverband
meldet Ansprüche an<
Wenn REITs irgendeine steuerliche Vergünstigung aufweisen sollten,
dann wollen die deutschen Offenen Immobilienfonds gleiches für
sich fordern. Darauf ist die von Banken (Eigentümer der Investmentfondsgesellschaften)
beeinflusste Finanzplatz-Frankfurt-Initiative (IFD) soeben eingegangen
und hat dem Bundesfinanzministerium einen entsprechenden "verbesserten"
Vorschlag zur Einführung von REITs vorgelegt".
09.12.05 >Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KPMG informiert über REITs<
Die kenntnisreichen KPMG-Berater haben das Thema deutsche REITs (G-REITs)
entdeckt und dazu eine Informationsschrift herausgegeben, die lesenwert
ist.
06.12.05 >Londoner City
freut sich<
Der britische Finanzminister Gordon Brown hat in seinem "Pre-Budget-Report
2006) klar angekündigt, dass Großbritannien moderne und international
übliche Real Estate Investment Trusts ("REITs") einführen
wird. Weitere Details werden kurz vor Weihnachten bekannt. Die wichtigen
steuerlichen Details werden im sog. Finance Bill im Mai bekannt gemacht.
Das Handelsblatt hatte in seiner Online-Ausgabe vom 04.12. noch geschrieben,
dass "Großbritannien die Pläne zur REITs-Einführung
vorerst auf Eis gelegt hatte". Dass das nicht zutreffen würde,
das pfiffen die Londoner Spatzen bereits seit Wochen von allen City-Dächern.
02.12.05 >Londoner City
ist gespannt<
Am 05. Dezember nachmittags wird der britische Finanzminister ("Schatzkanzler")
seinen Budget-Entwurf ("Pre-Budget Report") dem Parlament
("Unterhaus") vorlegen. Und in diesem Zusammenhang könnte
Gordon Brown den Fortgang der Gesetzgebung zu REITs in Großbritannien
("GB-REITs") präzisieren.
Stephen Herring, Partner der Consultingfirma BDO Stoy Hayward jedenfalls
ist davon überzeugt, dass Brown eine Aussage dazu treffen wird.
Sein Kommentar vor ein paar Tagen: : “The success of REITs in the US
and Australia has generated interest in this vehicle from as far afield
as Mexico and Finland. Many European countries look set to adopt REITs
in the near future. The Chancellor has already indicated that he will
make an announcement on UK-REITs in the Pre-Budget Report. “We think
it is likely that the Chancellor will give details for the roll-out
of UK-REITs which could be in place as soon as Spring 2006. We also
think the Chancellor may introduce legislation ensuring that non-UK
resident investors continue to pay tax on their UK-REIT property source
income.”
Auch in Großbritannien war die Gesetzgebung ins
Stocken geraten. Das britische Finanzministerium hatte im Frühjahr
kräftig Wirbel und GB-REITs gemacht, war danach aber, wie auch
in Deutschland, auf Tauchstation gegangen.
02.12.05
>Hedgefonds greifen nach Hongkong REITs<
Der berühmt-berüchtigte Hedgefonds TCI, der über sein
ruppiges Verhalten die Deutsche Börse AG kräftig durchschüttelte,
ist mit rund 18 % in den ersten chinesischen Link Real Estate Investment
Trust eingedrungen. Siehe auch weiter unten stehende Meldungen vom 24.
bzw. 20.11. Weitere Hedgefonds sollen ebenfalls große Positionen
in Link aufgebaut haben, schreibt das Wall Street Journal Europe in
seiner Ausgabe vom 01.12. Der Einstieg dieser Hedgefonds könnte
zur Nagelprobe werden, falls TCI und die Mitläufer versuchen sollten,
wirklichen Einfluss auf das Link-Managment nehmen sollten. Hongkong
ist schließlich China; nicht wahr?!?
28.11.05 >REITs in Büchern?
Ja! Fachbuchhandlung C.Boysen erstellte diese Vorschlagsliste<
1. German REITs
Huesmann, Matthias
Einführung von Real Estate Investment Trusts
in den deutschen Kapitalmarkt
Paperback, 146 Seiten, 59,--
2. Real Estate Investment Trusts (REITs) / Deutsche Offene und Geschlossene
Immobilienfonds
King, Rudolf C.
Darstellung und internationaler Rechtsvergleich
zur Zukunft der Immobilienfonds
Gebunden, 408 Seiten, 44,50
3. Real Estate Investment Banking
Neue Finanzierungsformen bei Immobilieninvestitionen
Gebunden, 553 Seiten, 72,--
4. Offene Immobilienfonds, Immobilienaktien und REITs für die private
Vermögensbildung und Altersvorsorge
Nowak, Michael
480 Seiten, 98,--
27.11.05 >Ausländische
Investoren glauben weiter, dass G-REITs kommen werden<
Dieser Eindruck zumindest drängt sich auf, wenn weitere spektakuläre
Käufe durch anglo-amerikanische Investoren hier in Deutschland
arrangiert werden. Denn aller Voraussicht nach, werden viele von diesen
Investoren ihre Engagements nicht auf unbestimmte Zeit eingehen, sondern
später sog. Exit-Lösungen, also wie man mit Gewinn wieder
aussteigt, suchen. Diese Investoren spezialisieren sich zudem. So greift
die britische Immobiliengesellschaft Dawnay gern bei Handelsimmobilien
zu. Im August hatte sie schon 74 Karstadt-Kaufhäuser erworben.
Aktuell möchte sie 35 Praktiker-Baumärkte kaufen. Andere Immobilien-Investoren
setzen auf Bürogebäude. So hat z.B. IXIX Capital 19 Verwaltungsgebäude
der Barmer Ersatzkasse gekauft.
Wie könnten die Exit-Lösungen der Großimmobilienkäufer
aussehen? Die Immobilien könnten in REITs-für-Büro, REITs-für-Handelsimmobilien,
REITs-für-Wohnimmobilien eingebracht werden und diese spezialisierten
REITs dann in die Börsennotierung per IPO gehen.
Damit würde sich der internationale Trend, der REITs-Spezialisierung
fortsetzen.
25.11.05 >Sachverständige
finden REITs gut< (siehe auch Meldung 11.11. weiter unten)
Der Jahresbericht der sog. Wirtschaftsweisen ist eine "Super-Fundgrube"
über den wirtschaftlichen Zustand unseres Landes. U.A. beschreiben
die Wirtschaftsweisen im Abschnitt 661 ihres Gutachtens, dass in einigen
Bereichen des Kapitalmarktes Deutschland doch noch weiterhin Nachholbedarf
habe. Dies gelte insbesondere auch für Immobilienanlagen. Dann
beschreiben Sie in drei Abschnitten wie in anderen Ländern REITs
die dortigen Immobilienmärkte voran gebracht haben. Die Sachverständigen
bestätigen, dass z.B. "REITs dazu dienen, in Unternehmensimmobilien
gebundenes Kapital zu mobilisieren".
24.11.05 >REITs in Asien
- da spielt die Musik<
Nach der Lancierung des ersten HK-REIT (siehe unten stehende Meldung)
scheint noch mehr Geld in Richtung der Immobilienmärkte Asiens
zu fließen. Der HK-REIT Link Management Ltd hält 151 Shoppingcenter
im Portfolio und zog rund 2,2 Mrd EUR (19,83 Mrd HKD) jetzt beim IPO
auf sich. Die erste Kursnotiz wird morgen (25.11.) sein. Mit dem Kapitalzufluss
will Link Management Ltd 180 weitere Einkaufscenter und Parkhäuser
aus dem Besitz der Hongkonger staatlichen Wohnungsbehörde erwerben.
Schon im Juli 2005 hatte auch die Schweizer Großbank Credit Suisse
einen speziell auf asiatische REITs und Bauunternehmen gerichteten Fonds
aufgelegt. Der Welt-Trend zu steigenden Zinsen sei für Immobilienanlagen
in Asien weniger gefährlich, meinte im Oktober David Scott von
CSAM. Hausbesitzer hier hätten sich nicht so sehr mit Hypotheken
verschuldet. Etwas anderer Meinung ist Winson Fong von SG Asset Management
in Singapur: "steigende Leitzinsen sind bei fast allen Kapitalanlagen
ein Grund zur Besorgnis". Für langfristig orientierte Anleger
wäre der Zeitpunkt nach seiner Meinung aber dennoch attraktiv".
20.11.05 >Börsengang
eines REITs in Hongkong ("HK-REITs") voller Erfolg<
Stark überzeichnet war die Börseneinführung (IPO) des
ersten REITs in der chinesischen Wirtschaftszone Hongkong. Gezeichnet
werden konnte ein seitens der Stadt Hongkong initierter Real Estate
Investment Trust.
19.11.05 >Deutsche REITs
aus Investorensicht<
So lautet der rote Faden eines am 23.11. in Frankfurt stattfindenen
Seminars. Unter der Moderation und fachlichen Leitung von Jun. Prof.
Dr. Ramon Sotelo, Bauhaus-Universität Weimar, hören und sprechen
die Teilnehmer u.a. über die
Notwendigkeiten und Gründe für einen deutschen REIT;
Deutsche REITs: Aufwind für den Finanzplatz;
REITs im internationalen Vergleich.
Speziell dieser Teil ist ggf. wegführend, wie Deutschland seine
REITs gestalten oder eben nicht gestalten sollte. Referenten dieses
Parts sind u.a. Jean-Paul Dumortier, Präsident der französischen
Vereinigung Fèdération des Sociétés Immobiliéres
et Foncières (FSIF) und Liz Peace, die Chefin der British Property
Federation (BPF).
17.11.05 >UK-REITs auf
gutem Wege<
schreibt die Internetseite www.ukinvestmentadvice.co.uk/
Die Regierung hätte jetzt den festen Plan, eine UK-REITs-Gesetzgebung
zu verabschieden und wenn alles planmässig verliefe, in 2006 zu
verkünden.
Im März hatte das englische Finanzministerium ein Diskussionspapier
bezüglich UK-REITs veröffentlicht und darin viele Fragen aufgeworfen,
die vor einer Gesetzgebung zu klären wären.
11.11.05 >Sachverständigenrat
plädiert für Deutschland-REITs ("G-REITs")
Die fünf Wirtschaftsprofessoren des >Sachverständigenrat
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung< plädieren
in ihrem neuesten Jahresgutachten für die rasche Einführung
von REITs in Deutschland. Sie, die REITs, könnten helfen, Kapital
zu mobilisieren, um das von Unternehmen und Öffentlicher Hand in
Immobilien gebundene Vermögen zu mobilisieren.
05.11.05 >Koalition einig
über die Einführung von REITs<
So überschrieb die Börsen-Zeitung einen entsprechenden Artikel
in ihrer neuesten Ausgabe. Mehr dazu hier in Kürze.
04.11.05 >Führt die
Geldpolitik von Notenbanken zu Preisblasen?<
Diesen von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Monatsbericht
April 2005 behandelte Thema ist angesicht der explosiven Preise von
Wohnimmobilien in Spanien, Großbritannien und USA aktueller denn
je. Die EZB konstatiert am Ende dieses sehr interessanten und verständlich
geschriebenen Aufsatzes, dass "Vermögensblasen Zentralbanken
vor Herausforderungen stellen" und "das Platzen von Blasen
sehr hohe volkswirtschaftliche Kosten verursachen können".
30.10.05 >REITs-Aspekte
von allen Seiten beleuchtet - gab es während des 6. ebs-Immobilienkongress'
am 01. Oktober 2005<
Die European Business School lud zu ihrem diesjährigen Immobilienkongress
Referenten aus aus "Blickwinkeln auf REITs" ein. Eine Fülle
der dort gegebenen Informationen stehen tatsächlich hier im Internet
zum Download zur Verfügung.
27.10.05 >Weiß man
in London mehr?<
Die Londoner Investmentgesellschaft F&C Asset Management plc verbreitete
unter dem Datum vom 26.10. eine Presseinformation, nach der eine Einigung
in Deutschland zu REITs erzielt wurde.
F&C wörtlich: "In Deutschland hat man sich nach monatelangen
Diskussionen über steuerliche Aspekte auf einen Entwurf zur Einführung
von REITs nach dem Trustvermögensmodell geeinigt. Das ist zwar
ein Kompromiss, dennoch ist ein entscheidender Schritt getan".
Beim "Trustmodell" soll der Immobilienbesitz eines REITs ausgelagert
werden. Aus diesem Treuhandvermögen erhält der REITs-Aktionär
eine Ausschüttung, die steuerrechtlich als Einnahme aus Vermietung
und Verpachtung eingestuft wird.
Der Immobilienbesitz eines Reit soll innerhalb eines "Trustmodells"
in ein Treuhandvermögen ausgelagert werden. Der Anleger erhält seine
Gewinnausschüttung aus dem Treuhandvermögen, die so steuerrechtlich
als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung eingestuft werden. Wenn
diese Lösung tatsächlich auch die aufgeworfenen aussensteuerlichen
Probleme rechtssicher löst, dann wäre dies tatsächlich
der Durchbruch auf dem Weg zu deutschen REITs ("G-REITs).
26.10.05 >Gesetze verzögern
REITs-Einführung<
So überschrieb das Handelsblatt heute den Artikel von Reiner Reichel,
der beschreibt, was zur verzögerten Einführung von REITs in
Deutschland führte. Reiner Reichel geht dennoch davon aus, das
die "Große Koalition sich rasch auf REITs einigen könne".
20.10.05 >REITs in Deutschland
- kommen sie? Oder doch nicht? Das ist die Frage!
In den letzten Tagen gab es sich auf den ersten Blick widersprechende
Meldungen in den Medien.
So schrieb Stefanie Schulte von der Börsen-Zeitung, dass "Hoffnung
auf schnelle Einführung von REITs neu aufkeime".
Das Handelsblatt berichtete, dass "die SPD gegen Immobilientrusts
[gemeint sind REITs] wettere".
Dies ist nichts neues. Denn schon am 01. März 2005 hatte der damalige
stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß,
gegen REITs angewettert. Allerdings hatte Poß damals, als seine
Partei an der Regierung war, nur einer übereilte Einführung
eine Absage erteilt. Und darauf hingewiesen, dass die außensteuerlichen
Fragen zur REITs-Besteuerung klar geklärt und geregelt sein müssten.
Sein SPD-Kollege Jörg-Otto Spiller, finanzpolitischer Sprecher
der SPD-Bundestagsfraktion, dagegen sagt klar, was jetzt nachdem die
SPD nicht mehr an der Regierung ist, was er denkt: "Ich bin gegen
REITs".
Trauriges Fazit: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Bin ich an der Regierung,
dann bin ich grundsätzlich dafür; bin ich nicht mehr an der
Regierung, dann bin ich grundsätzlich dagegen.
16.10.05 >REITs-Berater
gesucht? Sal. Oppenheim und JP Morgan sind bereit<
Dieter Pfundt, Gesellschafter des sich immer mehr auf Immobiliendienste
konzentrierendes Bankhauses Sal. Oppenheim, bestätigte in einem
Zeitungsartikel der Financial Times Deutschland am 30.09.05 das "als
Erstes die Private-Equity-Fonds ihre Wohnungsbestände an den [REITs-]Markt
bringen" werden. Pfundt ist aber nicht euphorisch, was den REITs-Markt
anbelangt. "Ich denke, wenn es 50 bis 60 Mrd EUR werden, wären
wir in Deutschland schon auf einem guten Weg". Schon jetzt seien
die Kunden seines Bankhauses auf der Suche nach Berater, weiß
die FTD zu berichteten. Sal. Oppenheim und JP Morgan werden bei der
weltweiten Vermarktung deutscher REITs-Aktien eine führende Rolle
einnehmen.
03.10.05 >Bankhaus Wölbern
würde eigenen REIT auflegen<
"Würde auflegen", wenn das Bankhaus nicht in den nächsten
Wochen den Eigentümer wechseln würde. Denn das Bankhaus, das
bisher zum britischen Barclays-Konzern gehört, steht zum Verkauf.
Barclays hat kein Interesse an dem Hamburger Bankhaus, das für
seine geschlossenen Holland-Immobilienfonds bekannt ist.
"Würde auflegen", wenn es in Deutschland zu einer REITs-Gesetzgebung
kommt, so der Bankchef Eric Hirsch, in einem Artikel im Handelsblatt
am 27.09.
02.10.05 >Hessen hat das
Warten auf deutsche REITs satt<
Einer der wesentlichen REITs-Treiber, der hessische Finanzminister Karlheinz
Weimar, hat keine Lust mehr, auf deutsche REITs ("G-REITs")
zu warten, um in diese dann seine Landesimmobilien gegen Bares einzubringen.
Er wird in den nächsten Wochen ein Immobilienpaket aus 18 Gebäuden
ausländischen Anlegern anbieten und den Erlös von geschätzten
700 bis 800 Mio EUR dann in den Landeshaushalt 2006 einbringen.
01.10.05 >REITs-Strukturen
sollen jetzt auf europäischer Ebene vorbereitet werden<
Nachdem eine innerdeutsche REITs-Gesetzgebung besser: REITs-Steuergesetzgebung
vorerst auf die lange Bank geschoben wurde, versucht der europäische
Verband 'European Public Real Estate Association (EPRA)' die Einführung
von REITs in Deutschland doch noch zu retten. Ausgehend davon, dass
innerdeutsch sich steuerlich nichts bewegen wird - oder bewegen kann?
- regt die EPRA eine "gemeinsame Lösung für die Probleme
bei der Besteuerung ausländischer Anleger an", so Nick
van Ommeren, Chef der EPRA in einem Zitat der Financial Times Deutschland
von 28.09.05. Hintergrund dieser Äußerungen ist das Problem,
dass auf Grund von Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und
rund 100 Staaten eine REITs-Ausschüttung von ausländischen
Anlegern praktisch steuerfrei kassiert werden könnte. Und wenn
eine REITs-Ausschüttung einseitig seitens Deutschland als 'Ertrag
aus Immobilienvermögen' deklariert würde, andere steuerliche
Probleme losgetreten würden. Oder ggf. sogar bewusst gegen Doppelbesteuerungsabkommen
verstossen würde. So jedenfalls eine Denkrichtung hochkarätiger
Steuerexperten aus den Finanzbehörden.
25.09.05 >Strukturelle
Faktoren werden Investitionen in Immobilien weiterhin begünstigen<
So leitet die Schweizer Großbank Credit Suisse in ihrer Publikation
Global Investor eine kurze und knackige Analyse zu den weltweiten Aussichten
von REITs ein. Und sie endet mit "..zusammenfassend lässt
sich sagen, dass trotz fortgeschrittenem Immobilienzyklus in einigen
Ländern immer noch attraktive Möglichkeiten für Immobilieninvestitionen
bestehen.
23.09.05 >Regierungswechsel
wird REITs-Gesetzgebung weiter verzögern<
Das sind die Befürchtungen, mit denen Klaus Droste (Managing Director
Deutsche Bank) in der Zeitschrift Immobilienwirtschaft zitiert wird.
Das Immobilienmagazin schreibt "...Droste rechnet in diesem
Fall [gemeint ist die Bildung einer neuen Bundesregierung] erst für
Mitte 2006 mit der gesetzlichen Basis für Real Estate Investment
Trusts".
23.09.05 >REITs - gut für
Deutschland<
Darauf hat sich sogar die Deka Immobilien Investment GmbH festgelegt.
Obwohl REITs eine Konkurrenz für deren Offenen Immobilienfonds
werden könnten. Im Kundenmagazin hat die Deka im Mai u.a. geschrieben:
"...hat die Deka über eine Kapitalgesellschaft als Fondsvehikel
einen internationalen 'Vor-REIT' für institutionelle Anleger erfolgreich
bereits 2003 gestartet. Ein Folgeprodukt ist derzeit in Vorbereitung".
Zudem beschreibt die Deka, dass selbst Fondsgesellschaften Interesse
daran haben könnten, in kommende REITs zu investieren.
21.09.05 >Immobilien-Analysten
gesucht<
Das berichtete die Financial Times Deutschland vor ein paar Tagen. Die
Financial Times Deutschland: "Abgesehen von Wissen über
Nebenwerte sind derzeit auch Experten für Immobilienaktien gefragt.
Sollte die Bundesregierung die neue Anlageklasse der steuerbegünstigten
Real Estate Investment Trust (REITs) zulassen, rechnet die Branche mit
zahlreichen Börsengängen von Immobilientrusts. Wollen Investmentbanken
diese Börsengänge begleiten, müssen sie rechtzeitig Experten
vorweisen, die Studien zur Vermarkung dieser Titel schreiben können.
Die Deutsche Bank hat bereits reagiert: So übernimmt Analyst Martin
Praum ab Januar 2006 die deutsche Leitung der Sektoren Real Estate und
Diversified Financials. Praums Schwerpunkt: Immobilienaktien".
16.09.05 >Tiefgründiges
Immobilienwissen wird in Leipzig erarbeitet<
Am Institut für Immobilienmanagement der Universität Leipzig unter Leitung
von Prof. Dr. Wolfgang Pelzl wird Grundlagenwissen u.a. auch zum Thema
REITs erarbeitet.
Eins von vielen Beispielen dafür ist die Diplomarbeit von Gunnar
Simon mit dem Titel 'Real Estate Investment Trusts im Vergleich USA
- Europa - Deutschland'.
Gunnar Simon beließ es aber nicht nur bei dieser Diplomarbeit.
Zusammen mit Dr. Michael Nowak veröffentlichte er im August in
der Zeitschrift 'die bank' einen ganz ausgezeichneten Artikel über
die Anlageerfolge, die REITs-Investoren in anderen Ländern erzielten
und was wir uns in Deutschland vielleicht von REITs versprechen können.
15.09.05 >IVG gibt die
Hoffnung nicht auf<
und erwartet weiter, dass es erstens auch in Deutschland REITs geben
wird und zweitens diese dann für eine Belebung des Geschäftssorgen.
IVG-Vorstandschef John von Freyend kann sich auch eine Umwandlung seines
Unternehmens in einen REIT vorstellen, sagte er vor ein paar Tagen der
Nachrichtenagentur Reuters.
10.09.05 >G-REITs sind
Thema bei deutschen Versicherungen<
Der Gesamtverband der Deutsche Versicherungswirtschaft e.V. bereitet
seine Mitglieder professionell auf deutsche REITs vor. Am 27. September
wird Bernhard Berg, Geschäftsführer der AMB Generali Immobilien
GmbH, während einer Konferenz der Deutschen Versicherungsakademie
die "Anmerkungen aus Sicht der Versicherungsunternehmen" zu
den wahrscheinlich kommenden G-REITs darlegen.
Sie möchten an dieser Konferenz teilnehmen? Dann rufen Sie bitte
Yasemin Liebscher, Tel 030/2020-5092, an.
09.09.05 >Trümmerhaufen?
Nein - Goldman Sachs erkennt eher ein gutes Fundament<
Der zur US-Investmentbank Goldman Sachs gehörende Whitehall Immobilienfonds
kauft für rund 300 Mio EUR die Deutsche Real Estate AG (= Gewerbeimmobilien)
die der insolventen AGIV gehört. Goldman bzw. Whitehall wollen
die Deutsche Real Estate (DReAG) als Platform für gewerbliche Immobilienprojekte
ausbauen.
06.09.05 >Immobilien -
etwas exotischer als bisher<
"Angetrieben von tiefen Realzinsen haben Investitionen in Immobilien
in den letzten zehn Jahren ansehnliche Renditen erzielt und sich in
einigen Ländern zu der attraktivsten Anlageklasse entwickelt",
schreibt die Schweizer Großbank Credit Suisse in ihrer Publikation
Global Investor (August 2005).
Credit Suisse kommt in ihrer Kurzstudie u.a. zum Schluss, dass speziell
Immobilienanlagen in asiatischen Zentren und in Indien attraktiver sind.
Deutsche Anleger können über eine Zertifikatskonstruktion
recht leicht mittelbar in asiatische Immobilien investieren. US-REITs
wären nach Meinung der Credit Suisse angesichts der dort steigenden
Zinsen und der Risiken, die von überhitzten regionalen Häusermärkten
ausgehen, einer erhöhten Gefahr von Preisrückgängen ausgesetzt.
30.08.05 >Im Koma, aber
noch nicht gestorben<
"Eine Einführung von REITs werden wir unter Berücksichtigung
der finanzwirtschaftlichen Auswirkungen prüfen". Dies
Versprechen gab der Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion,
Joachim Poß, in seinem Artikel in der Reihe 'Ansichtssache' der
Börsen-Zeitung vom 26.08.05.
27.08.05 >Darf nicht im
Regal verstauben<
Das wünscht die Zürcher Anlegerzeitung Finanz und Wirtschaft
der umfangreichen Studie, die die Schweizer Großbank UBS zum internationalen
Immobilienmarkt verfasst hat. Auf 90 Seiten gibt es tiefgründig
recherchierte Information über Bewertungsmethoden zur Wertermittlung
bei Immobilien, über Risiken und Märkte, über REITs und
darüber, welche Renditen Immobilienanlagen bieten könnten.
Eine wirklich klasse Studie.
09.08.05 >REITS-Fantasie
bringt frischen Schwung in Immobilienaktien<
So überschreibt das Online-Zertifikate Journal (ZJ) einen Artikel, in
dem das Journal auf einige Anlage-Zertifikate hinweist, deren Anlageerfolg
von der Entwicklung der "dahinterliegenden" REITs-Aktien liegt. Speziell
stellt das Zertifikate-Journal dabei das von der Schweizer Großbank
UBS herausgegebene GPR Continental Europe Index-Zertifikat heraus. Dieses
Zertifikat enthält 36 kontinentaleuropäische REITs-Aktien. Zudem erwähnt
das ZJ drei deutsche Aktien, die nach Meinung des ZJ als Quasi-REITs
anzusehen seien, und auf die Banken Zertifikate ausgegeben haben.
04.08.05 >An der Einführung
von REITs sind die größten deutschen Unternehmen stark interessiert<
Nach einen Studie des Bankhauses M.M. Warburg verfügen die 65 größten
deutschen börsennotierten Gesellschaften über einen riesigen Immobilienbestand.
Die in diesen Immobilien liegenden "stillen Reserven" schätzt Warburg
auf bis zu 80 Milliarden Euro. Zwar wird ein großer Teil von den Unternehmen
für deren eigene Zwecke benötigt, aber ein großer Teil könne entweder
verkauft und wieder zurückgeleast werden und ein ebenfalls großer Teil
könne sogar gänzlich abgestoßen werden. Ohne die Einbringung dieser
Immobilien in REITs würde den verkaufenden Unternehmen zwar große Beträge
zufließen, aber andererseits auch eine Steuerzahlung ins Haus stehen.
Und dazu haben die Unternehmen wenig Lust. Die größten stillen Reserven
in Relation zum Aktienkurs vermutet Warburg bei KarstadtQuelle, bei
Lanxess, bei Fraport, der Norddeutschen Affinerie und bei Volkswagen.
In absoluten Zahlen liegt allerdings Daimler vorn. Daimler, so vermuten
die Analysten von Warburg, hat stille Immobilienreservon von fast 10
Milliarden. Deutsche Telekom hätte 8, VW 6 und RWE 5,7 Milliarden, die
durch die Einbringung in REITs "gehoben" werden könnten.
03.07.05 >Konkurrenz belebt
das Geschäft<
In die Diskussion rund um die vielleicht kommenden Real Estate Investment
Trusts haben sich zwei weitere Meinungsbildner eingebracht: das Zentrum
für Europäische Wirtschaftsforschung ("ZEW") und
die European Business School ("ebs"). Beide haben auf 200
Seiten aufgeschrieben, wie sie REITs in Deutschland ausgestalten würden.
Sie geben dem Finanzministerium für REITs die Rechtsform der AG
zu wählen. Der Immobilienbestand eines REITs sollte "steuertransparent"
und separat gehalten werden. Eine Börsennotierung des REITs solle
nicht erforderlich sein. REITs sollten zudem alle Arten von Immobiliengeschäften,
z.B. Handel, Vermietung, Darlehensgewährung, Vergabe von Erbbaurechten,
erlaubt sein.
30.06.05 >Initiative Finanzstandort
("IFD") Deutschland lässt bei REITs nicht locker<
Das Bundesfinanzministerium legt sich in puncto deutscher Real Estate
Investment Trusts ("G-REITs") quer. Das war zu erwarten. Vordergründig
geht es der "Finanzverwaltung" darum, zu verhindern, dass
sich in der steuerlichen Ausgestaltung der REITs keine Steuerschlupflöcher
auftun. Es könnte das deutsche Steueraufkommen gefährdet würde,
wenn ausländische G-REIT-Aktionäre sich auf Doppelbesteuerungsabkommen
(DBA) berufen könnten. Die IFD hat deshalb bereits Mitte Mai zwei
Wege vorgeschlagen, die beide dazu führen würden, diese seitens
der Finanzverwaltung befürchteten Steuerschlupflöcher gar
nicht erst aufkommen ließen.
In dem einen Modell, Einheitsmodell genannt, würde die Ausschüttung
eines G-REITs als Einkunft aus unbeweglichem Vermögen definiert
werden. Damit unterlägen auch ausländische Aktionäre
einer deutschen Besteuerung.
In dem zweiten Modell, Trennungsmodell genannt, würde
der REITs-Immobilienbesitz von der REITs-Verwaltung getrennt werden,
und damit würden dem Aktionär Immobilienerträge aus
einem Sondervermögen zufließen. Und damit würde
es ebenfalls erreicht, dass ausländische Aktionäre der deutschen
Besteuerung unterlägen.
18.05.05 >German-REITs-Konferenz<
"Die deutsche Immobilienbranche kennt - so könnte man aus
der Presse folgern - nur noch ein Thema, den German-REIT", schreibt
die Westdeutsche Landesbank bei ihrer Einladung zur WestLB German-REITs-Konferenz.
Die WestLB bietet den Teilnehmern ein ganz ausgezeichnetes Tagesprogramm
mit den besten Fachleuten zum Thema REITs. Unter anderen wird Uwe Wewel,
der entscheidende Mann aus dem Bundesfinanzministerium, am 25. Mai um
10:30h über den Stand der Gesetzgebung berichten.
16.05.05 >REITs in Deutschland
voll im Parteigezänk<
Die SPD-Fraktion freut sich. Sie hatte sich schon im Februar etwas verklausuliert
gegen Real Estate Investment Trusts ("REITs") ausgesprochen.
Das ärgert insbesondere Hessen's CDU-Finanzminister Karlheinz Weimer.
Dieser ist Treiber der REITs-Gesetzesinitiative. Allerdings auch nicht
völlig uneigennützig: Hessen muss die eigenen Landesfinanzen
sanieren und sieht über REITs den einzig praktikablen Weg, Immobilienvermögen
zu mobilem realem Geld zu machen. Da aber der Bundesfinanzminister Eichel
(SPD) wahnsinnige (und tatsächlich berechtigte!) Angst, dass deutsche
REITs dazu führen werden, dass neue Steuerschlupflöcher durch
die quicke Steuersparbranche aufgespürt werden. Denn: sollten deutsche
REITs wie international üblich ausgestaltet werden, dann könnten
"Briefkastenfirmen" mit Sitz im Ausland die REITs-Dividenden
steuerfrei kassieren - und ihren Hintermännern steuerfrei auskehren.
Die Initiative Finanzplatz Deutschland ("IFD") will deshalb
in den nächsten Tagen einen neuen kreativen Weg aufweisen, wie
REITs in moderner Form in Deutschland doch noch ins Leben gebracht werden
könnten - und das o.a. Steuerschlupfloch gar nicht erst entsteht.
07.05.05 >REITs-Gesetz
bringt Ministerien ins Schwitzen<
Der Teufel steckt in der steuerlichen Ausgestaltung. Insbesondere könnten
sich für REITs-Eigentümer mit Steuersitz im Ausland große
Steuerschlupflöcher auftun, die Deutschland Millionen kosten würde.
Beweise für diese Gefahr bietet die Einführung von REITs in
Frankreich. Das führte dort dazu, dass spanische Investoren sofort
zwei französische REITs schluckten. Ein Schlupfloch im französisch-spanischen
Doppelbesteuerungsabkommen bewirkt, dass die Spanier die REITs-Gewinne
vollkommen steuerfrei kassieren. Und so etwas will das deutsche Finanzministerium
bei deutschen REITs ("G-REITs") durch die richtigen Formulierungen
in REITs- und in Steuergesetzen verhindern.
05.05.05 >Börse München
ist auch dabei<
Schon seit Anfang März werden 30 US-REITs im Freiverkehr der Börse
München gehandelt. Dort wird der Handel durch das Maklerhaus MWB
"betreut"; das bedeutet, das bis zu einem Ordervolumen von
bis zu 5.000 EUR sofort ausgeführt wird.
25.04.05 >Klassenkampf
könnte REITs in Deutschland verhindern<
Nach den Ausfällen des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering
gegen die Marktwirtschaft wagen sich weitere Heckenschützen aus
ihrer Deckung. Nach Angaben der Financial Times Deutschland spricht
sich u.a. Stephan Hilsberg (SPD), Mitglied im Finanzausschuss, offenbar
gegen REITs aus. Er warne davor, dass sich Immobiliengeschäfte
verstärkt an der börsenüblichen Profitmaximierung orientierten
würden, wird er von der FTD zitiert.
24.04.05 >89 US-REITs ab
jetzt im Börsenhandel Berlin<
Seit 2001 bereits können im Freiverkehr der Börse Berlin Aktien
von US-REITs gehandelt werden. Jetzt wurden weitere 12 REITs in den
dortigen Handel einbezogen.
21.03.05 >Die Fondsbranche
wittert Morgenluft<
Zwar ist die Gesetzgebung zu deutschen REITs noch gar nicht erfolgt,
da sind die ersten Investmentgesellschaften schon per "public relation"
aktiv geworden und statten die Medien mit Presseinformation über
ihre REITs-Fonds aus. Aber ACHTUNG! Nicht in jedem "REITs-Fonds"
sind auch wirklich Aktien von echten Real Estate Investmenttrusts drin.
Einige investieren z.B. in "Immobilienaktien"; und das könnten
auch die recht problematischen deutschen Immobiliengesellschaften sein;
wie z.B. TAG oder AGIV.
01.03.05 >Auch in der Schweiz
rührt sich 'was"
Noch sei die Schweiz nicht vom REIT-Fieber erfasst worden wie etwa in
Deutschland, schreibt die renommierte Züricher Finanz und Wirtschaft.
Eine steuerliche Struktur für solche Anlagevehikel würde auch
in der Schweiz positiv zu Buche schlagen. Und die Finanz und Wirtschaft
wusste auch, dass in ihrem Land von der Immobilienlobby eine Initiative
lanciert wurde, das künftige Schweizer Kapitalanlagegesetz um REITs
zu ergänzen. Sollte der Wegfall der Schweizer Doppelbesteuerung
des Immobilienertrages politisch durchsetzbar sein, dürfte im Jahr
2007 die REIT-Rakete zünden, schrieb die Finanz und Wirtschaft.
28.02.05 >Geschäftstüchtige
Engländer<
In Großbritannien wird es zwar vorerst keine REITs geben, aber
die Engländer wissen, wie man aus Finanzdaten Geld machen kann.
Und schwuppdiwupp hat die Londoner FTSE Group schon bekanntgegeben,
dass sie einen REIT Global Real Estate Index berechnen werde. Dieser
Index, aus den Kursen börsenmäßig notierter Real Estate
Investment Trusts berechnet, lässt sich dann prima gegen Lizenzgebühren
weltweit vermarkten. Denn: es wird nach Einführung deutscher REITs
genügend Spekulations-produkte ("Derivate") auf REITs-Kurse
und auf den neuen Index geben. Und alle müssen zahlen.
27.02.05 >Land Hessen will
seine Immobilien in REITs einbringen<
"Nach einer gesetzlichen Einführung könnten wir sehr
bald mehrere Behördenzentren und ähnliche Gebäude über
einen Immobilien-Trust an die Börse bringen", sagte Hessens
Finanzminister Karlheiz Weimar in einem Interview mit der Börsen-Zeitung.
Mehr als 20 Privat- und Investmentbanken haben sich bereits beim Land
als Berater bei den Immobilienverkäufen beworben!
23.02.05 >CDU entdeckt
REITs<
Der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Leo Dautzenberg,
mahnte bei der Bundesregierung die zügige Gesetzgebung für
Real Estate Investment Trusts in Deutschland an. Die CDU-Landesregierung
Hessens haut in die gleiche Kerbe und will eine entsprechende "Initiative"
zusätzlich in den Bundesrat einbringen.
17.02.05 >Erfreulich<
Die Börsen-Zeitung ist meistens besser informiert. Das scheint
auch in puncto Gesetzgebungsverfahrung für REITs der Fall zu sein.
Nach Informationen der Börsen-Zeitung werden REITs nicht dem Investmentgesetz
und auch nicht dem Investment-Steuergesetz unterworfen. Würden
REITs diesen Gesetzesmonstern unterworfen, dann würde deutschen
REITs vor lauter Überregulierungswut wohl schon der Garaus vor
ihrer Geburt gemacht worden
07.02.05 >Schön geschrieben<
hat die "Initiative Finanzplatz Deutschland" (IFD)auf neun
Seiten, warum und wie für alle in Deutschland Real Estate Investment
Trusts (REITs) eine schöne Sache werden könnten. Ihre Schönschrift
hat sie vor ein paar Tagen der Bundesregierung vorgelegt.
Die Vorschläge der IFD könnten in die im April/Mai anstehende
REITs-Gesetzgebung einfließen.
Wenn die Bundesregierung die IFD-Vorschläge übernähme,
dann würden die Grundzüge der deutschen REITs in etwa so aussehen:
Rechtsform wäre die Aktiengesellschaft (AG),
deren Aktien an einer Börse notiert werden.
Mindestens 25 % des Aktien-Kapitals eines REITs müssten
sich im sog. Streubesitz befinden.
90 % der Erträge einer REITs-AG müssen als Dividende
ausgeschüttet werden.
Die Ausschüttung ist vom Aktionär voll zu versteuern.
Also bei REITs kein "Halbeinkünfteverfahren".
Dafür bleibt eine REITs-AG dann aber von eigener Steuerlast,
z.B. bei Aufdeckung stiller Reserven in ihrem Immobilienbestand
so gut wie befreit.
Erträge aus laufender Geschäftstätigkeit sollen
bei REITs-AG komplett steuerfrei sein.
06.02.05 >Was ist drin
im REITs-Paket der Gesetzgebung?<,
das war die spannendste Frage, die auf dem Immobilienkongress "Quo
Vadis" (Nomen est Omen?) vor ein paar Tagen in Berlin die meisten
Teilnehmer interessierte. Schon im April solle ein Entwurf des deutschen
REITs-Gesetzes vorgelegt werden, hieß es. Das Timing jedenfalls
stimmt schon jetzt. Denn dann könnten die Immobiliengewaltigen
der Bundesrepublik auf ihrer Jahrestagung am 26. und 27. April schon
genauer erkennen, wohin der Hase läuft.
24.01.05 >REITs sind eine
zeitkritische Maßnahme<,
sagte Commerzbank-Vorstandsmitglied Wolfgang Hartmann. Er gehe davon
aus, dass mit REITs in zwei bis drei Jahren ein Milliardenmarkt an deutsche
Börsen entstehen könnten. Und die REITs seien deswegen "zeitkritisch",
da viele offene Immobilienfonds in Schwierigkeiten geraten seien. Auch
in nächster Zeit sei bei diesen mit weiteren Belastungen zu rechnen,
wusste der Commerzbank-Vorstand.
22.01.05 >REITs werden
im Januar 2006 in Deutschland eingeführt<
Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesfinanzministeriums,
Barbara Hendricks, vor ein paar Tagen. Dann werde auch Großbritannien
REITs einführen., wusste Frau Hendricks. ABER wie immer! An die
Einführung deutscher REITs sind Bedingungen geknüpft. Erstens
müssten noch steuerliche "Probleme" geklärt werden.
Eines davon sei die Frage der Besteuerung sog. stiller Reserven, die
bei der Umwandlung von Immobilienvermögen in REITs zu offenen Reserven
werden könnten. Und zweitens werde noch zu überlegen sein,
wie die Besteuerung der Erträge aus REITs zu gestalten sei.
13.01.05 >Das welt-größte
Immobilienberatungs- und Gebäudemanagement-Unternehmen glaubt an
REITs< In einem großen Interview der Börsen-Zeitung mit
dem Europachef des welt-größten Immobilienberatungsunternehmens
Jones Lang LaSalle, dem Briten Robert Orr, gab es diese interessante
Info zu lesen:
Frage der BöZ:
Das deutsche Finanzministerium entscheidet Anfang Februar, ob es
steuertransparente Immobilien-Investment-Trusts (REITs) in Deutschland
geben wird. Was könnte das für den hiesigen Immobilienmarkt
bedeuten?
Antwort von Robert Orr:
"Es käme zu einer Bereicherung und Belebung
des Marktes, weil die Einführung einer REIT-Struktur auch das Transaktionsvolumen
erhöht. Denn viele Unternehmen würden umstrukturiert - zum
Beispiel könnten manchen Immobilien AGs zukünftig als REITs
firmieren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein solches Unternehmen
sich dann spezialisiert, etwa als Büro-REIT, Einzelhandels-REIT
oder Logistik-REIT - und dann werden sie sich von den anderen Objekten
schrittweise trennen. Dafür wird es andere Unternehmen geben, die
diese Objekte gerne aufkaufen, vor allem ausländische. Insofern
sehe ich nur positive Impulse einer REIT-Struktur".
Frage der BöZ:
Die Briten hatten sich auch schon in diesem Jahr auf REITs gefreut.
Jetzt kommen sie doch nicht. Warum?
Antwort von Robert Orr:
"Schatzkanzler Brown hat die Entscheidung auf
2006 verschoben. Er hat allerdings deutlich gesagt, dass REITs eingeführt
werden, ist aber der Ansicht, dass mehr Zeit benötigt wird für
das Treasury, die Kommunikation und den Dialog, zwischen der Immobilienwirtschaft
und der Regierung. Ich glaube, das ist nicht verkehrt. Denn sollte das
zu schnell kommen, könnte es negative Konsequenzen haben, wenn
es zu restriktiv wird. Diese Sorge haben viele Marktteilnehmer. Schon
allein die Erwartung, dass es kommen wird, belebt den Markt. Es ist
etwas enttäuschend für Großbritannien, aber REITs werden
kommen, davon bin ich überzeugt".
Frage der BöZ:
Wer wird die REITs ihrer Meinung nach zuerst bekommen: Deutschland
oder Großbritannien?
Antwort von Robert Orr:
"Das ist eine gute Frage. Das weiß ich
nicht. Es wäre schön, wenn es Deutschland wäre".
08.01.05 >Handelsblatt
bittet zur Jahrestagung der Immobilienwirtschaft<.
Am 26. und 27. April treffen sich "die Gewaltigen" der Groß-Immobilien
Deutschlands zu ihrer Jahrestagung. U.a. kommen Dr. Dirk Matthey von
der börsennotierten Immobilien-Aktiengesellschaft IVG, Bärbel
Schomberg und Dr. Frank Billard, die die großen Immobilienfondsgesellschaften
repräsentieren. Wahrscheinlich wird auch das Thema REITs einen
wesentlichen Teil der Gespräche einnehmen.
07.01.05 >Der Markt für
Immobilienübernahmen boomt<. So überschrieb das Handelsblatt
vor ein paar Tagen einen Artikel, der sich mit den aggressiven Käufen
von deutschen Wohnungsbeständen durch ausländische Banken
und Großanleger befasste. Innerhalb dieses Artikel wusste das
Handelsblatt, dass "...die Bundesregierung Anfang 2005 über
die Einführung von REITs entscheiden und dann gegebenenfalls schnell
ein Gesetzgebungsverfahren einleiten will."
zu den REITs-Informationen des Jahres 2004
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