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>Fachbegriffe - wie sie nicht
im Lexikon stehen<
Late trading
Mit
den zutage gekommenden illegalen Geschäften zwischen US-Investmentfonds
und gerissenen Hedgefonds kommen zwei Begriffe ("Late trading"
und "Market timing") auch in den deutschen Sprachgebrauch,
die bisher gänzlich anders "übersetzt" wurden.
"Late trading" bezeichnete bisher die Geschäfte,
die an Börsen während einer offiziellen" Späthandelsphase"
getätigt werden können. In Deutschland war die "Late
trading period" bis vor kurzem also die Zeit von 17:30 bis 20:00.
Ab jetzt ist der Begriff "Late trading" aber
so gemeint:
Zahlreiche US-Aktienfonds rechnen nach jedem Handelstag um 16 Uhr New
Yorker Zeit, unmittelbar nach Börsenschluss, den Preis ihrer Fondsanteile
aus. Alle Kauf- und Verkaufsaufträge für Fondsanteile, die
bis 16 Uhr eingegangen sind, werden zu diesen Werten abgerechnet. Oft
allerdings kommen kursrelevante Nachrichten aber erst nach 16 Uhr über
die Ticker; z.B. ein viel besser als erwarteter Quartalsbericht eines
Unternehmens, dessen Aktien in großen Stückzahlen in dem
einen oder anderen Fonds enthalten sind. In der Regel zeichnet sich
dadurch ab, dass die Fondsanteile am kommenden Tag an Wert gewinnen
und der Fondspreis höher als Tags zuvor sein wird. In den von den
US-Behörden untersuchten Fällen hatten die dem "Late
trading" beschuldigten Fonds einzelnen Investoren (meist Hedgefonds)
erlaubt, nach 16 Uhr -also nach Bekanntwerten von Nachrichten- noch
zum Preis von 16 Uhr sozusagen "rückwirkend" zu kaufen.
Dieses bezeichnet man jetzt als "Late trading" und ist in
den USA seit 1968 illegal.
Möchten Sie genau wissen, wie der Hedgefonds Canary Capital Partners
Millionen mit dem illegalen Late trading erzielte? Dies und die anderen
Hedgefonds-Praktiken erfahren Sie in meinem Börsenseminar >Hedgefonds
- mehr als ein Modegag< .
(Februar 2005)
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