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>Fachbegriffe - wie sie nicht im Lexikon stehen<

Auktionsverfahren

Im Zusammenhang mit dem Börsengang ("IPO") des Internet-Suchmaschinenbetreibers Google wurden wir im Jahr 2004 mit einer neuen Art des Ausgabeverfahren der Google-Aktien konfrontiert: dem Auktionsverfahren ("Tenderverfahren"). Bisher wurde als übliches Verfahren bei Ausgabe von neuen Aktien meist das Bookbuildingverfahren gewählt.

Bei diesem Auktionsverfahren zur erstmaligen Platzierung von Wertpapieren werden oberhalb einer festgelegten Mindestpreises Gebote interessierter Börsianer entgegengenommen.

Diese Gebote beziehen sich auf die

1. erwünschte Menge (der z.B. neuen Aktien)
    und
2. auf den Preis,

den der Bieter zu zahlen bereit ist.

Alle Gebote werden im "Orderbuch" gesammelt und am Ende der Auktion werden die Gebote -mit dem höchsten Preis beginnend- zusammengezählt, bis zu dem Kurs, bei dem die Nachfrage noch mindestens so groß ist, wie die Stückzahl der auszugebenden Wertpapiere.
Dann wird jedem, der diesen Preis oder mehr geboten hatte, die gewünschte Stückzahl zum einheitlichen Kurs ("Einheitskurs"), wie der sich aus diesem Verfahren ergab, zugeteilt.
Mit dem Auktionsverfahren wird (theoretisch) ein Marktpreis vermittelt. Also sollte ein Wertpapier, dessen Erstausgabepreis "dem Markt" entspricht, am ersten Börsenhandelstag (theoretisch) nur sehr wenig steigen oder fallen.
(Juli 2004)

 

 
 
Wird laufend aktualisiert.
Weiterführende Begriffe zu Auktionsverfahren:
Going-public
Going-private