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Griechenland:
Staatspleite
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Informationen (16.01.12 bis 03.02.12)
zum Stand der Umschuldung von Staatsanleihen Griechenlands
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| 03.02.12 |
Das 2. EU-Rettungspaket für Griechenland
könnte am Montag, 6. Februar, in "trockene Tücher" gepackt
werden.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass sich am Montag,
vormittags, Fachleute aus den Finanzministerien der Eurostaaten
treffen, um dieses Rettungspaket derart vorzubereiten, dass
auf einem Sondertreffen der Euro-Finanzminister dieses dann
am 6. Februar abends vereinbart werden könnte
Ein Vorbehalt bleibt aber erhalten:
»Der Ball ist
jetzt in der griechischen Hälfte des Spielfeldes. Sie müssen
jetzt die versprochenen Reformen umsetzen«,
hieß es sinngemäß in einem Pressegespräch des EU-Kommissars
Olli Rehn.
»Alles ist miteinander
verbunden. Der Schuldenerlass durch Privatgläubiger [PSI = private
sector involvement] kann ohne den Rest des Pakets nicht vereinbart
werden, da PSI durch eine Unterstützung aus dem 2. Hilfsprogramm
finanziert werden muss«,
zitiert Reuters einen EU-Beamten, der mit den Verhandlungen
vertraut ist.
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| 31.01.12 |
Was gab es Neues zur Griechenland-Umschuldung auf dem gestrigen
Treffen der Staats- und Regierungschefs aus den EU-Mitgliedsstaaten?
Nichts, was aufmerksame Beobachter und Leser dieser
zusammenfassenden Informationsseite nicht schon wussten.
Oder vielleicht doch etwas Neues? Ja, tatsächlich!
Die wesentlichsten Daten im Abkommen zwischen dem Weltbankenverband
IIF und Griechenland zum Schuldenerlass sollen nun per Ende
dieser Woche (05.02.) unterschriftsreif auf dem Tisch liegen.
Bis Ende dieser Woche soll auch das 2. EU-Hilfspaket soweit
abgesprochen und formuliert sein, so dass es beim nächsten
EU-Finanzministertreffen am 12. und 13. Februar "finalisiert"
werden kann.
Dieses 2. EU-Hilfspaket ist d a s Hilfspaket,
aus dem vielleicht die im März 2012 zur Rückzahlung
anstehende griechische 14,5 Milliarden-Anleihe zurückgezahlt
werden k ö n n t e. Wenn die in Athen derzeit
noch arbeitende Beurteilungskommission "Troika" zu
einem Votum kommt, das positiv interpretiert werden kann.
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| 30.01.12 |
»Griechenland - eine europäische Tragödie«
So lautet der Titel des Buches von Wassillis Aswestopoulos,
das ich Ihnen zur Überbrückung der heutigen nachrichtenlosen
Zeit empfehle.
Der Journalist Aswestopoulos beschreibt, welche Hintergründe
für die griechische Tragödie verantwortlich sein könnten.
Für Aswestopoulos steht fest, dass die derzeitige Finanzkrise
nicht Ursache der Probleme seines Landes ist. Diese sind nach
seiner Meinung im politischen System seiner Heimat selbst angelegt:
nämlich Bürokratie, Vetternwirtschaft, Korruption.
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| 29.01.12 |
Wollen
wir so gesehen werden?
Karikaturisten hatten Deutschland schon lange in Verdacht. Diese
Karikatur erschien bereits am 08.10.2011 in der britischen Zeitschrift
THE SPECTATOR. Sie illustrierte den Artikel von Faisal Islam,
der damals bereits schrieb, dass Deutschland für den Ausgleich
eines "Rettungsschecks" eine »Kultur der Stabilität«
erreichen will.
Diese Rolle eines Zuchtmeisters ist auch in der Meinung von
Lars P. Fels, Mitglied im bundesdeutschen Sachverständigenrat,
nicht angemessen. Fels in einem Gespräch mit dem Redakteur
der Börsen-Zeitung, Stephan Balling, am 21. Januar:
»Wir sind keineswegs
der Musterschüler, als den wir uns derzeit sehen. Das betrifft
vor allem die Bundesländer. Dort bestehen enorme Konsolidierungs-erfordernisse.
Wir schaffen es ja nicht einmal in Deutschland, einen Sparkommissar
von Berlin nach Berlin zu schicken«, sagte
er mit Blick auf die notorisch klamme Bundeshauptstadt.
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| 28.01.12 |
Nach dem Schuldenerlass: welchen Kurs könnte(n) Neu-Staatsanleihe(n)
Griechenlands im Börsenhandel erreichen?
Ein
zugegebener Maßen "spekulativer" Blick nach
vorn und meine Antwort darauf, welchen Kurs eine 30-jährige
Neu-Anleihe Griechenlands im späteren Börsenhandel
erreichen könnte, erhalten Sie im pdf-Dateiformat durch
Klick auf diese Zeile...
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| 28.01.12 |
Dies ist ein ganz wichtiger Satz:
>Important understandings
were reached on legal and technical issues<.
Veröffentlicht in der Presseerklärung des IIF am 27.01.12.
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| 27.01.12 |
Wochenende der Entscheidungen
Das kommende Wochenende wird entscheidend für letzte Formulierungen
im "freiwilligen" Umschuldungsabkommen zwischen dem
Weltbankenverband IIF und der griechischen Regierung sein.
Eine Sitzung jagt die nächste. Update
des Terminplans durch Klick auf diese Zeile aufrufen...
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| 26.01.12 |
Widersprüchlich? Umstritten? Tot? Überraschung? Alles ist
möglich im Poker der Griechenland-Umschuldung.
Informationen darüber, ob die im März 2012 Jahres fällige
4,30 % Griechenland-Anleihe (WKN A0T6US) vielleicht doch
aus den Geldern des 2. EU-Hilfspakets voll zurückgezahlt wird,
sind widersprüchlich. Version 1 lautet JA; Version 2 geht davon
aus, dass auch dieser Anleihebetrag in den "freiwilligen" Schuldenverzicht
einbezogen wird. An Version glaubt das Institut der deutschen
Wirtschaft Köln (iwd). Es schreibt auf seiner Internetseite
>Im März muss das
krisengebeutelte Griechenland mehr als 14 Milliarden Schulden
zurückzahlen. Dazu wird es aber nur in der Lage sein, wenn Europäische
Union und Internationaler Währungsfonds ihr zweites Hilfspaket
von 130 Milliarden Euro freigeben. Hierfür muss sich das Land
mit seinen privaten Gläubigern auf jenen 50-prozentigen Schuldenschnitt
einigen, der auf dem EU-Gipfel im vergangenen Oktober beschlossen
wurde.<
Umstritten ist per heute, ob die beurteilende sog. Troika aus
EU, IWF und EZB eine positive Lagebeurteilung des griechischen
Weges abgeben kann. Deren Voten im Jahr 2011 waren sehr zurückhaltend
und lediglich aus hoch-politischen Gründen ist es damals zur
Freigabe weiterer Hilfgelder aus dem 1. EU-Hilfspaket gekommen.
Version 1 lautet JA, auch dieses Mal wird das Votum der Troika
maximal lauwarm ausfallen. Version 2 lautet JA, auch diesmal
wird aus hoch-politischen Gründen erneut eine weitere Tranche
aus dem 1. EU-Hilfspaket freigegeben.
Tot könnten Zahlungen aus EU-Hilfsgeldern und der sog. freiwillige
Privat-Schuldenerlass dann sein, wenn die Troika den Griechen
ein derartig schlechtes Urteil ausstellt, so dass es selbst
wohlmeinendsten Europa-Politikern die Sprache verschlägt.
Die Überraschung folgt am Wochende. Dann werden die Troika-Chefs
Matthias Mors von der Europäischen Kommission, Klaus Masuch
von der EZB und Poul Thomsen vom IWF sich die Erkenntnisse ihrer
Experten anhören und für oder gegen weitere Zahlungen aus dem
1. Hilfspaket und neue aus dem 2. Hilfspaket votieren. Deren
Votum würde eine Einigung oder vielleicht auch Noch-Nicht-Einigung
zum Schuldenschnitt zwischen dem Weltbankenverband IIF und der
griechischen Regierung auslösen.
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| 26.01.12 |
Zur Umschuldung griechischer Anleihen ist (fast)
alles gesagt?
Die Grundzüge sind klar: Privatanleger werden auf einen
riesigen Teil des Wertes ihrer Griechenanleihen verzichten (müssen).
Und dafür dann neue Anleihen angeboten bekommen.
Da stellt sich die Frage, ob diese nach Entgegennahme baldmöglichst
verkauft werden sollten - oder für eine überschaubare
Zeit behalten werden sollten - oder sogar bis zur Endfälligkeit
in etwa 20 Jahren?
Antworten darauf gibt es in persönlicher Form in
Börsenseminar
Umschuldung Griechenland. Und in einer generalisierenden
schriftlichen Kurzfassung in Kürze hier auf dieser
Seite als pdf-Datei zum Download.
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| 25.01.12 |
Update
des Zeitplans
Dallara wieder in Athen. Umtauschangebot wird vorgelegt.
Daten
dazu durch Klick auf diese Zeile.
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| 25.01.12 |
Welche Kurshöhe könnten die kommenden griechischen Umtauschbonds
erklimmen?
Besser wäre gefragt, wie tief diese fallen werden?
Klar, dass es auf Laufzeit(en) und Nominalzins(en) ankommt.
Ein Faktor wird aber auch die Bonitätseinstufung Griechenlands
nach dem Schuldenschnitt durch Ratingagenturen sein.
Standard & Poor's hat bereits angedeutet, dass es sehr
wahrscheinlich ist, dass sie Griechenland auf >selective default<
setzen werden. In Buchstaben also auf >SD<. In der Sprache
der Ratingagentur S & P also so beschrieben wird:
Ein Schuldner mit dem Rating >SD< (Selective Default,
d.h. selektiver Zahlungsverzug) hat eine oder mehrere seiner
finanziellen Verpflichtungen (mit oder ohne Rating) bei Fälligkeit
nicht erfüllt.
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| 24.01.12 |
»Unter dreieinhalb Prozent (!) im Gepäck.«
Das x-te Treffen der Finanzminister der Euro-Länder ("EUROgroup")
hat das gebracht, was nicht anders zu erwarten war:
Griechenland wurde aufgefordert, den vom Schuldenschnitt
betroffenen Gläubigern für die kommenden Umschuldungsanleihe(n)
einen Nominalzins von unter dreieineinhalb Prozent liegt.
Die EUROgroup (Eurogruppe) ist keine offizielles Organ der
Europäischen Gemeinschaft und hat dementsprechend keine eigene
Veröffentlichungspflicht ihrer Absprachen. Insofern kann (leider)
nur auf offiziöse Statements einzelner EU-Finanzminister oder
des Sprechers der EUROgroup zurückgegriffen werden. Und das
offiziöse Statement, das von Jean-Claude Juncker zu hören war,
lautete:
»Ministers asked
their Greek colleagues to pursue negotiations to bring the interest
rates on the new bonds to below 4%, which implies the interest
comes down to well below 3.5%.«
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| 23.01.12 |
>Round Up< zum Thema Umschuldung von Staaten.
Durch
Klick auf diese Zeile erfahren Sie meine Einschätzung der
kommenden Umschuldung griechischer Staatsanleihen...
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| 22.01.12 |
Welche Kredite von EU und IWF erhält Griechenland?
Durch Internetforen geistert noch immer, dass Griechenland
die Staatsanleihe mit Fälligkeit März 2012 aus Krediten
zurückzahlen könne, die das Land von EU und IWF erhielte.
Daran muss stark gezweifelt werden.
Die Zürcher Zeitung Finanz und Wirtschaft hat in ihrer
Ausgabe vom 21.01. eine aufschlussreiche Tabelle veröffentlicht,
die präzise aufführt wann Griechenland welche Teilzahlungen
von EU und IWF erhielt oder ggf. noch erhalten wird. Jede Teilzahlung
ist abhängig vom Votum der "Troika", die feststellt,
ob Griechenland seine Restrukturierungszusagen weiter vorran
treibt.
Die zweimal pro Woche erscheinende Finanz und Wirtschaft ist
in größeren Städten in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen
erhältlich.
Durch
Klick auf diese Zeile können Sie die Tabelle der Auszahlungen
von Krediten an Griechenland ansehen.
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21.01.12
15:00 |
Verhandlungsdelegation des Welt-Bankenverbandes IIF ist
aus Griechenland abgereist.
Sie waren offensichtlich stinksauer. Hintergrund des
unerwarteten und plötzlichen Abbruchs der Gespräche
war weniger die Übermüdung, sondern wahrscheinlich
das massive Einwirken des Internationalen Währungsfonds
IWF und der EU-Kommission auf den Fortgang der Gespräche.
IWF und EU sollen kategorisch gefordert haben, dass letztlich
ein Zins von unter 3 Prozent auf den/die kommende(n) Umschuldungsbonds'
gezahlt würden.
Optimisten gehen davon aus, dass während des Wochenendes
telefonisch oder per Videokonferenz die Umschuldungsgespräche
dennoch weitergehen werden.
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21.01.12
14:00 |
Verhandlungsführer des IIf, Dallara, ist abgereist.
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| 21.01.12 |
»Hedgefonds wollen Verluste einklagen«
Derartige Überschriften geistern durch den Medienwald.
Damit soll zweierlei erreicht werden. Erstens, dass Hedgefonds
vorsorglich bereits am möglichen Scheitern einer "freiwilligen"
Griechenland-Umschuldung Schuld sind. Und zweitens, dass die
Zahlung von Staatsschulden eingeklagt werden könne.
Mindestens das Zweite, nämlich dass die Bezahlung von
Staatsschulden nicht eingeklagt werden kann, wird aus Nicht-Wissen
verschwiegen.
Der Deutschlandradio Kultur muss als Ausnahme unter den Medien
einmal gelobt werden. Er hatte gestern morgen ein Interview
mit Christoph Paulus, einem Insolvenz-juristen. In diesem Interview
kam deutlich heraus, dass ein Einklagen von Staatsschulden
ohne Erfolg sein wird. Diese Erfahrung haben die sog. hold-outs
bei argentinischen Staatsanleihen nach deren Pleite bereits
vor Jahren gemacht.
Durch
Klick auf diese Zeile gelangen Sie zum Text des Deutschlandfunks
mit Jan-Christoph Kitzler zum Thema Klage auf Rückzahlung
der Griechenbonds...
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| 21.01.12 |
Die gestrigen Gespräche zwischen den Verhandlungsparteien
im Griechenland-Umschuldungspoker zogen sich bis nach Mitternacht
hin.
Die Verhandlungen sollten heute (Sonnabend, 21.01.) fortgeführt
werden. Herumgereicht werden inzwischen weitere (teilweise neue)
Versionen, wie die Ausgestaltung des Schuldenschnitts den privaten
Gläubigern Milliarden an Verlusten bescheren wird.
Neueste Version ist, dass die neue Umschuldungsanleihe eine
30-jährige Laufzeit haben wird und in Teilbeträgen ab dem 10ten
Laufzeitjahr zurückgezahlt wird. Dieses wird >Grace-period<
genannt. Also als eine "Gnade" der Kreditgeber, die Griechenland
ihr Geld liehen.
Die griechische Verhandlungsdelegation forderte zudem eine weitere
Gnade seitens des IIF ein: auf eine ursprünglich kommunizierte
Bar-Rückzahlung von
15 Prozent auf bisher gegebene Kredite sollen private
Gläubiger verzichten. (!) Stattdessen sollen sie diesen
Teilbetrag in Form von 2-jährig laufenden Bonds erhalten, die
vom EFSF ausgegeben werden.
Hart musste die griechische Seite auch bei der Frage des oder
der Nominalzinssätze beim 30-jährigen Umschuldungsbond bleiben.
Über die Troika drängte die EU-Kommission und das deutsche Finanzministerium
die griechische Verhandlungskommission dazu, weiterhin auf Nominalzinssätzen
zu bestehen, die unter vier Prozent liegen.
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| 20.01.12 |
Nacht der Verhandlungen.
In einer Videokonferenz zwischen mit IIF- IWF- Griechen-Verhandlungsdelegationen
ist die EU-Kommission über den erreichten Stand der Umschuldungs-gespräche
informiert worden. Danach setzten sich die Delegationen in Athen
wieder an den Verhandlungstisch. Ein End-Ergebnis soll über's
Wochenende unbedingt erreicht werden.
Denn davon ist auch das Urteil der Troika zur Begutachtung
der griechischen Lage abhängig. Diese soll ihre Schlussfolgerungen
am kommenden Mittwoch (25.01.) dem IWF, der EZB und der EU-Kommission
melden.
Die Umrisse des Umschuldungsabkommens werden dem 2005er Schuldenschnitt
mit anschliessender Ausgabe neuer Argentiniensbonds ähnlicher.
Es sickerte heute erneut durch, dass dem Neu-Griechenbond auch
ein Besserungsschein beigefügt werden soll. Dieser würde
in Abhängigkeit an spätere griechische Wirtschaftswachstumsraten
in eine Verkürzung der 30-jährigen Laufzeit der griechischen
Umtauschanleihe "eingetauscht" werden können.
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| 20.01.12 |
(Noch) keine wirkliche Kenntnis über Zinssätze auf Umschuldungsbonds.
Einige "mit der Situation vertraute Kreise" geben nach Berichten
der Nachrichtenagenturen, der davon abschreibenden Zeitungen
und Blogs Zahlen zur Zinssätzen und Laufzeiten der/des Umschuldungsbonds'
Griechenlands heraus. Daran dürfte maximal die Tendenz, wohin
die Zins- und Laufzeitreise geht, abzulesen sein. Konkret gibt
es auch heute keine präzisen Daten dazu. Die Financial Times
wollte wissen, dass der Zins am Anfang der Laufzeit 3,00 % betragen
solle und zum Ende dann 4,50 % wäre. Daraus würde sich ein Durchschnittszinssatz
von 4,25 % ergeben. Das erscheint eine fragwürdige Rechnung
zu sein.
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| 19.01.12 |
Nicht amtlich - aber ziemlich nah an der kommenden Realität.
Die neuen (oder besser) der kommende Neu-Umtauschbond soll
einen Anfangsnominalzins
von 3,6 % oder 3,7 % aufweisen.
In jedem kommenden zweiten Laufzeitjahr soll sich der Nominalzins
dann erhöhen.
Aus anderer Quelle war zu hören, dass die Nominalzinserhöhung
im entlang der Laufzeit alle drei oder vier Jahre progressiv
angehoben werden solle.
Nicht mehr erwähnt wurde, ob es zwei Umtauschbonds mit unterschiedlichen
Zinssätzen und Laufzeiten geben werde.
Fazit des heutigen Tages: nichts Genaues weiß man (noch) nicht.
Von der konkreten Ausgestaltung des/der Umtauschbonds ist es
aber abhängig, den finanzmathematischen sog. Barwert der neuen
Anleihe(n) zu bestimmen. 100 minus Barwert ergibt dann die Höhe
des Haircuts in Prozent an, den private Gläubiger bei Zustimmung
zum Umtausch erleiden. Und der Barwert würde auch die Höhe des/der
Börsenkurse der Neu-Anleihen bestimmen.
Durch
Klick auf diese Zeile gelangen Sie zum Barwert-Kalkulator der
Nachrichtenagentur Reuters und können simulieren, was aus dem
Umtausch der Griechenland-Anleihen an Verlust für Sie entstehen
kann.
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| 19.01.12 |
Unter den sich überschlagenen Meldungen zu Griechenland-Umschuldung...
... könnte dieser Ausschnitt die heute (bisher) interessanteste
sein (sinngemäße Übersetzung hier):
»Selbst wenn die Verhandlungen schnell beendet werden,
dürfte es Wochen dauern, bis die erforderlichen Schriftstücke
formuliert sind. Die Vereinbarungen müssen aber klar sein,
bevor die beiden Geldgeber (die EU und der IWF) bereit sind,
weitere Gelder aus dem Oktober-Hilfsprogramm auszuzahlen.«
(Quellen Reuters und Kathemerini, Athen)
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| 19.01.12 |
In mehreren sog. Internetforen wird gefragt, welche Griechenland-Anleihen
einen Haircut erleiden werden?
Ihrer Ursprungsversion über die >umtauschfähigen< Staatsanleihen
(Eligible Greek Government Bonds 'GGBs') vom 26.08.11 hatte
die griechische Regierung 81 ihrer Anleihen aufgeführt. Beginnend
mit >Bond Identification Numer 1<; einer Anleihe, die am 20.08.11
bereits vor Veröffentlichung der Liste-umtauschfähiger-Bonds
fällig wurde. Die Liste endete mit Bond Nr. 81, der eine
Fälligkeit am 13.07.20 aufweist.
Als Bond Nr. 7 ist die Anleihe aufgeführt, die am 20. März
dieses Jahres fällig wird. Und um diesen Bond dreht sich
das Spekulationskarussel. Diese Anleihe ist in großen Portionen
auch von Privatanlegern erworben worden, die darauf setzen,
dass das Umschuldungsabkommen zum Fälligkeitstag des Bonds (ISIN
GR0110021236) nicht in Kraft ist - und der Anleihebetrag deshalb
aus einer bilateralen EUROland-Hilfe in voller Höhe zurückgezahlt
wird; zumindest aber zu 50 Prozent.
Es gibt auch Griechenland-Anleihen mit Laufzeiten über das
Jahr 2020 hinaus. Diese sind in der oben erwähnten ursprünglichen
Umtauschliste nicht aufgeführt und werden in einer Analyse der
Bank HSBC vom 30.08.11 als >nicht umtauschfähige Bonds< bezeichnet.
Ich gehe davon aus, dass in den derzeitig laufenden Gesprächen
die oben erwähnte Liste durch eine neue ersetzt wurde. Diese
neue Liste dürfte als Bond Nr. 1 jetzt die 4,3 % Anleihe per
20.03.12 aufweisen und um Bonds mit Laufzeiten über 2020 verlängert
worden sein.
Seit Veröffentlichung der Liste am 26. August 2011 sind Griechen-Bonds
in Höhe von rund 8 Milliarden fällig gewesen.
Konkrete
Zahlen zum Fälligkeitenprofil usw erhalten Sie direkt aus
dem griechischen Finanzministerium durch Klick auf diesen Link...
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| 19.01.12 |
Viele Meldungen - keine Fakten.
Die Medien schreiben sich die Finger wund. Aber harte Fakten
zur kommenden Umschuldung der von Privat-Gläubigern gehaltener
griechischer Staatsanleihen gibt es keine neuen.
Auch aus den Äußerungen des IIF-Chairman Josef
Ackermann während des Neujahrsempfangs der Beratungsgesellschaft
Roland Berger lässt sich keine neue Faktenlage heraushören.
Ackermann hatte nach Meldung der Börsen-Zeitung zu erkennen
gegeben, dass er die Diskussion um die Rolle der Hedgefonds
für übertrieben hält. Und er meine nach wie vor,
dass eine Einigung erzielt werde, aber zugleich auch ein "Restrisiko"
da sei.
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| 18.01.12 |
Dramatik nimmt zu - hektische Reisetätigkeit.
Die englische Huffington Post berichtete heute, dass Abgesandte
des griechischen Finanzministerium in Richtung Internationaler
Währungsfonds ("IWF") nach Washington abgereist
seien, um auch dort das Thema Umschuldung vorzutragen.
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18.01.12
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| Wer
hält Griechenland-Bonds? |
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Gesamtbetrag
in Mrd €
|
ca.
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355 |
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Davon
liegen bei...
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griechischen
Banken, Fonds
und Pensionsfonds . . . . . . . .
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85
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Banken
der restl. Eurozone . . .
|
55
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|
Anlegern
ausserhalb Eurozone .
|
70
|
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|
Notenbanken
der Eurozone . . .
|
100
|
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|
EZB
. . . . . . . . . . . . . . . . . .
|
45
|
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(Quellen:
u.a. Goldman Sachs, Barclays, FuW Schweiz.)
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| In die Umschuldung
(Schuldenstreichung von nominell 50 Prozent) sollten ursprünglich
nur die Forderungen der sog. Privatgläubiger einbezogen
werden. Forderungen der Notenbanken und der Europäischen
Zentralbank sollten in voller Höhe erhalten bleiben. |
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18.01.12
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Abschreibungen auf Griechenbonds rückwirkend per Bilanzstichtag
31.12.2011
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte wird deutlich.
Sie geht davon aus, dass griechische Staatsanleihen dauerhaft
als >wertgemindert< einzustufen und entsprechend den Vorschriften
der Normen der Bilanzrichtlinien US-GAAP und IFRS abzuschreiben
sind. Bisher stufte Deloitte Staatsanleihen nur als >vorübergehend
wertgemindert< ein.
Siehe auch Meldung vom 17.01.12 zu der Beurteilung des deutschen
Instituts der Wirtschaftsprüfer ("IDW").
Direkt
zur Originalquelle dieser Meldung durch Klick auf diese Zeile...
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17.01.12
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Wirtschaftsprüfer rechnen erneut.
Die Empfehlungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer ("IDW")
über die Höhe der zu bildenden Abschreibungen auf Anleihen Griechenlands
binden Kreditinstitute, mit welchen Wertansätzen griechische
Anleihen in Geschäftsabschlüssen einzusetzen sind. Auch das
IDW stellt sich jetzt offenbar darauf ein, dass ein Schuldenschnitt
von 50 Prozent auf den Nominalbetrag von Privatgläubigern gehaltener
Bonds nicht die Endversion der Athener Gespräche sein wird.
In der Börsen-Zeitung (17.01.12) ist zu lesen, dass das IDW
»bei einem Scheitern
der Gespräche die Bilanzierungsempfehlung an die neue Situation
angepassen muss«. Die Börsen-Zeitung weist auf
die 34 %ige Marktrendite derzeitig umlaufender 10jähriger Griechenbonds
hin. Daraus würde sich dann bei Annahme eines 4 %igen Zinsen
auf 30jährige Neu-Umtauschbonds eine weitere Wertberichtigung
ergeben, da die Neu-Umtauschbonds ebenfalls von vornherein einen
drastisch tieferen sog. Barwert hätten.
Dieser je nach Ausstattung der Neu-Griechenlandbonds finanzmathematisch
zu ermittelnde wirkliche geldliche Wert ("Barwert") wäre
m.E. dann der maximale Börsenkurs der neuen griechischen Anleihen.
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17.01.12
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Leichte Änderungen im Zeitplan und in der Einschätzung,
wie hoch der haircut auf die von privaten Gläubigern gehaltenen
Griechenbonds sein wird.
Die Griechenland-EU-Troika mit Ihrem leitenden Experten Horst
Reichenbach nimmt heute (17.01.12) die Arbeit ihrer Begutachtung
auf. Das Ergebnis dürfte aber erst am kommenden Wochenende bekannt
werden; nachdem ein Schlussgespräch mit den politischen Entscheidern
abgestimmt wurde.
Der Schlusstermin in den Gesprächen ("Verhandlungen")
zwischen dem Welt-Bankenverband IIF und dem griechischen Ministerien
soll aber weiterhin vor dem 23. Februar liegen.
Die Ratingagentur Moody's hat nach einem Bericht der Athener
Zeitung Kathimerini drei Szenarien des Schuldenschnitts durchgespielt.
Demnach würde ein haircut von über 50 Prozent auf den Nennwert
der Schuld sehr negative Konsequenzen für kleinere griechische
Banken bedeuten. Moody's hat in den Szenarien haircuts von bis
zu 70 Prozent durchgespielt. Ein Sprecher des IWF dementierte,
dass ein haircut von über 50 Prozent geplant sei.
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16.01.12
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Umschuldungsbedingungen für griechische Staatsanleihen
sollen spätestens am 23. Januar vorliegen.
Die Troika aus Mitgliedern der Europäischen Kommission, der
EZB und des IWF wird erst gegen Abend in Athen eintreffen und
ihre Bestandsaufnahme über den Fortgang der Reformanstrengungen
Griechenlands beginnen.
Dabei dürften sie nur einen schleppenden Fortgang auf dem Weg
des griechischen Schlendrians erkennen. Dennoch ist anzunehmen,
dass aus "hoch-politischen" Gründen die Troika in drei Tagen
zur Erkenntnis kommt, dass eine weitere Rate aus dem EU-Hilfsgelderprogramm
an Griechenland fließen solle.
Die festgefahrenen Gespräche ("Verhandlungen") zwischen der
griechischen Regierung und dem Welt-Bankenverband IIF werden
am Mittwoch, 18.01., wieder aufgenommen.
»Unser Ziel ist es, dass wir uns vor dem nächsten Treffen
der sog. Eurogruppe ("Eurogroup") am 23.01. auf die Grundzüge
des Anleiheumtausches geeinigt haben«, sagte der
griechische Finanzminister Venizelos am Sonnabend.
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