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Die Taschen der Sparer werden durch Falschberatung geleert. Abgeltungssteuer - das neue Schreckgespenst für Anleger
Diese Seite informierte Sie seit zwei Jahre lang über Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge und Kapitalgewinne.
Anfang 2009 schien alles dazu gesagt und geschrieben worden
sein. Das war ein Trugschluss. Das Thema Abgeltungsteuer
ist noch nicht zuende. Deshalb eröffne ich diese Seite erneut für Hintergrund-
Informationen über die Abgeltungsteuer.

     
24.07.11 Steuerfreie Dividende? Gibt es nur für Ur-Altaktionäre.

Leider hört man immer wieder, dass es Aktiengesellschaften gäbe, deren Dividenden steuerfrei ausgeschüttet würden.

Das ist nur in wirklich seltenen "Einzelfällen" möglich.

 

 

Die Wirtschaftswoche hatte im April einen gut verständlichen Artikel dazu gebracht und schrieb dieses:

"Anleger kassieren die Dividende nur dann steuerfrei, wenn sie ihre Aktien vor dem 1. Januar 2009 gekauft haben. Wer erst später eingestiegen ist, muss die Dividende bei einem Verkauf der Aktie nachversteuern.

Hier der Link zum WiWo-Artikel:
http://www.wiwo.de/finanzen/wie-der-staat-aktiengewinne-schmaelert-462547/


29.06.11 Kreditinstitute sollen Bürger noch enger überwachen

Bisher konnten Sparer selbst entscheiden, ob von ihren Kapital-
einkünften sogleich bei Gutschrift
die Kirchensteuer einbehalten werden
sollte - oder ob für Sparer die
Kirchensteuer erst im Rahmen
der Einkommensteuererklärung
festgelegt werden solle.

Damit ist bald Schluß!

Demnächst müssen die Kredit-
institute beim Bundeszentralamt
für Steuern automatisch und für
jeden Sparer abfragen, ob dieser
kirchensteuerpflichtig ist.


Wenn Ja, dann ist ein Kredit-
institut verpflichtet, die Kirchensteuer
direkt vom Kapitalertrag abzuziehen.

 

Auf Grund der kommenden Verschärfung
der Überwachung der Sparer werden
die Kreditinstitute demnächst bei allen
Kunden deren sog.
Steueridentifikationsnummer
abfragen (müssen).

Denn aller Voraussicht nach werden
die automatischen Überwachungs-
anfragen beim Bundeszentralamt
für Steuern nur unter Angabe der
Steueridentifikationsnummer
funktionieren.

Es ist davon auszugehen, dass
Sparer, die dem Kreditinstitut die
persönlichen Steueridentifikations-nummer nicht mitteilen, nicht mehr
über ihre Kapitalerträge verfügen
dürfen.


22.06.11 HypoVereinsbank bekommt Steuerbescheinigung nicht in den Griff

Sicher, die bürokratischen Erfordernisse das Monster Abgeltungs-steuer in den Griff zu bekommen sind riesig.

Für die HypoVereinsbank München sind die Probleme aber offenbar so groß, dass sie die Jahressteuerbescheinigung über die abgezogenen Abgeltungssteuern an viele ihrer Wertpapierkunden noch nicht versandt hat.
Und das, obwohl die Frist zur Abgabe der Steuererklärung 2010 bereits am 31. Mai abgelaufen war.

 

HypoVereinsbank schreibt, dass sie noch am Versand der Steuerbescheinigung
"intensiv" arbeitet. Sie entschuldigt sich damit, dass "kontinuierliche Änderungen der Steuergesetzgebung...." die Verzögerung für den Versand seien.

Erhellender ist aber der Satz "...und umfangreiche Anpassungen in den technischen Banksystemen eine Verzögerung bei der Erstellung [sei]..."

Die HypoVereinsbank hatte ihr EDV-System im April auf ein Rechenzentrum der Mutter UNICREDIT Italien übertragen.


Abgeltungsteuer hat sich rückblickend zu einem wahren Monster entwickelt

Es ist unglaublich, wie abhängig ja: fast wie unterwürfig die Verbände der Kredit-wirtschaft gegenüber der Bundes-regierung sind/sein müssen.

Da schreibt der Bundesverband deutscher Banken auf einer seiner Internetseiten doch tatsächlich dieses:

"Auch wenn mit der Abgeltungsteuer vieles einfacher geworden ist,..."

Das ist völliger Blödsinn ! Für Sparer,
Börsianer und Abgeltungsteuer eintreibende Banken ist nichts einfacher geworden !

 

Die Bearbeitung bei den Kredit-
instituten hat sich zu einem wahren
Monster entwickelt.

Und noch während des gesamten
Jahres 2010 hat es noch diverse
"klarstellende" Rundschreiben des
Finanzministeriums gegeben,
wie das eine oder das andere
zu verstehen und zu bearbeiten
sei.

Lesen Sie hier die neuesten
Anweisungen des Ministeriums
vom 16.11.2010 im pdf-Dateiformat...


08.01.10 Zickig?

Offenbar haben sich einige Kredit-institute bei Erteilung von Steuer-bescheinigungen über Verluste aus Wertpapiergeschäften etwas zickig verhalten.

Wertpapiersparer konnten diese spezielle Steuerbescheinigung bis zum 15. Dezember bei dem depotführenden Kreditinstitut beantragen.

Am 18. Dezember ließ das Bundes-finanzministerium einen Brief an die Finanzämter los, der den Finanzämtern die Details dieser Steuerbescheinigung verdeutlichte.

 

Mit diesem Brief des Finanzministers waren offenbar auch die Kreditinstitute an ihre Ausstellungspflicht "erinnert" worden.

Geregelt ist die Ausstellung der Steuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster im § 43 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes.

Diese Bescheinigung wird in den Fällen von Steuerpflichtigen benötigt, wenn Verluste und Gewinne nicht in ein und demselben Depot bei ein und derselben Bank anfallen.

 


02.01.10
"Einzelfragen" und "Klarstellungen" zur Abgeltungsteuer auf weiteren 105 Seiten
Die Abgeltungsteuer entwickelt sich
zum Monstrum. Zum Toresschluss
des letzten Jahres veröffentlichte das
Finanzministerium am 29.12.09 weitere
Klarstellungen zu "Einzelfragen" beim Zwangsabzug auf Kapitalerträge und
auf Kapitalveränderungen.

Nicht nur die Sparer sind verzweifelt
und haben es aufgegeben, die
Sinnhaftigkeit der Abgeltungsteuer
zu verstehen.
 

Auch die Kreditinstitute, die diese
Zwangsabgabe kassieren müssen,
haben es aufgegeben, ihre Kunden
über jeden weiter auftauchenden
neuen "Sachverhalt" zu informieren.

Download der weiteren 105 Seiten
"Klarstellungen" des Finanzministerium
zur Abgeltungsteuer durch Click auf
diese Zeile...


28.12.09: Bundesfinanzministerium ist enttäuscht
Die Steuereinnahmen aus der Abgeltungsteuer sind in diesem Jahr niedrig ausgefallen.

Grund dafür ist, dass Börsianer Kurs-
gewinne bei weitem nicht schon
schnell realisierten, als gedacht.

Darauf hatten die Steuereinnehmer
aber gesetzt. Denn erstmals war mit
der Abgeltungssteuer auch eine
Kapitalgewinnsteuer verbunden
worden: nämlich rund 30 % auf Kurs-
gewinne abzuschöpfen.
 

Steuereinnahme per Ende Nov. 2009:

aus Abgeltungsteuer
11,664 Milliarden Euro

Das waren 6,8 % weniger als
per November 2008
, als noch
höhere Sparerfreibeträge sowie
die frühere Besteuerungsart
für Kapitalerträge galten.


Liebe Börsianerinnen und Börsianer,

die Abgeltungsteuer wird abgeschafft. Sie könnte auf dem Altar der kommenden
staatlichen "Sparprogramme" geopfert werden. Aber ACHTUNG! Die Abschaffung
wird die Steuerlast der Sparer weiter erhöhen.

Professor Peter Bonfinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, leistet zur Abschaffung der Abgeltungsteuer
bereits interessante Vor-Denkarbeit. Seine Gedanken wird die Regierung schnell
aufgreifen.

Bofinger äußerte seine Überlegungen zur noch schärferen Besteuerung
der Sparer am 22.12.09 in einem Interview des Deutschland-Radio:
     
Bofinger:   ...wo ich meine, dass man sparen könnte. Ein Punkt wäre für mich die Abgeltungssteuer auf Zinseinnahmen, die ja bedeutet, dass Menschen, die ihr Geld in sicheren Anlagen halten, subventioniert werden im Vergleich zu Anlegern, die Aktien halten. Die Abgeltungssteuer bedeutet ja, dass Zinseinnahmen nur mit rund 26 Prozent versteuert werden, während, wenn ich eine Dividende von einem Unternehmen bekomme, ich eine Besteuerung von 48 Prozent habe.
Rundfunk-
Moderator
Spengler:
  Und wie würden Sie da jetzt sparen?
Bofinger:   Wenn die Abgeltungssteuer einfach ersetzt würde durch eine ganz reguläre Besteuerung der Einnahmen, also mit dem persönlichen Steuersatz, wäre das eine ganz konkrete Sparmaßnahme, weil der ja dann höher ist als die 25 Prozent Abgeltungssteuer.
   
In der Zeitung Rheinische Post wird Bofinger seine Forderung nach höheren Steuern für Sparer am 28.12.09 wiederholen!    

 


"Die Abgeltungsteuer als Verkaufsmaschine zu nutzen. Das war das erklärte Ziel der Fonds- und Zertifikate-Industrie in Deutschland".

Dieser obige Satz war mein Jahresanfangskommentar 2009.
Er gilt unverändert auch für das Jahr 2010.
Denn an der "Verkaufsfront der Kreditinstitute hat sich nichts geändert".
Dort ist weiter Druck, Druck und nochmals Druck angesagt. Wie es die
Stiftung Warentest Anfang Dezember mittel Test-Beratungsgesprächen
erfuhr.

 

Sie, liebe Börsianerinnen und Börsianer, haben den Druck gespürt, der seitens der
Kreditinstitute auf Sie ausgeübt wurde, damit Sie deren sog. Anlageprodukte kaufen.
 
Dieser Druck wird sich im kommenden Jahr leider wiederholen. Weiterhin werden
Ihnen die Verkäufer und Vermittler komplizierteste und unsinnige Anlageformen
schmackhaft machen.
 
Deshalb hier mein Anlagetipp Nr. 1 für das Jahr 2009:
 

Wissen bringt stets die beste Rendite.

Sie möchten endlich in Ihren Geldanlage-Entscheidungen unabhängig von Ihrem Kreditinstitut werden.

Deshalb:
Investieren Sie zuerst in Ihr Wissen. Und dann erst in Kapitalanlagen.
Denn Sie merken es schon lange, dass eine Anlageberatung, die die Bezeichnung Beratung verdient, heutzutage in Kreditinstituten nicht mehr stattfindet.

Deshalb:
Werden Sie unabhängig; wissen Sie mehr als junge und unerfahrene Wertpapierverkäufer.


Ich informiere Sie gern präzise über Geldanlagen, die wirklich sinnvoll und zielführend sind.
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Sparer aufgepasst. Click!

Info des Finanzministeriums zur Abgeltungsteuer. Click!

Wie die Abgeltungssteuer endstand. Click!