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Börsentag
07.11.09
 
 
 
 
 

 

Die Taschen der Sparer werden durch Falschberatung geleert. Abgeltungssteuer - das neue Schreckgespenst für Anleger
Diese Seite informierte Sie seit zwei Jahre lang über Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge und Kapitalgewinne.
Anfang 2009 schien alles dazu gesagt und geschrieben worden
sein. Das war ein Trugschluss. Das Thema Abgeltungsteuer
ist noch nicht zuende. Deshalb eröffne ich diese Seite erneut für Hintergrund-
Informationen über die Abgeltungsteuer.

     
08.01.10 Zickig?

Offenbar haben sich einige Kredit-institute bei Erteilung von Steuer-bescheinigungen über Verluste aus Wertpapiergeschäften etwas zickig verhalten.

Wertpapiersparer konnten diese spezielle Steuerbescheinigung bis zum 15. Dezember bei dem depotführenden Kreditinstitut beantragen.

Am 18. Dezember ließ das Bundes-finanzministerium einen Brief an die Finanzämter los, der den Finanzämtern die Details dieser Steuerbescheinigung verdeutlichte.

 

Mit diesem Brief des Finanzministers waren offenbar auch die Kreditinstitute an ihre Ausstellungspflicht "erinnert" worden.

Geregelt ist die Ausstellung der Steuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster im § 43 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes.

Diese Bescheinigung wird in den Fällen von Steuerpflichtigen benötigt, wenn Verluste und Gewinne nicht in ein und demselben Depot bei ein und derselben Bank anfallen.

 


02.01.10
"Einzelfragen" und "Klarstellungen" zur Abgeltungsteuer auf weiteren 105 Seiten
Die Abgeltungsteuer entwickelt sich
zum Monstrum. Zum Toresschluss
des letzten Jahres veröffentlichte das
Finanzministerium am 29.12.09 weitere
Klarstellungen zu "Einzelfragen" beim Zwangsabzug auf Kapitalerträge und
auf Kapitalveränderungen.

Nicht nur die Sparer sind verzweifelt
und haben es aufgegeben, die
Sinnhaftigkeit der Abgeltungsteuer
zu verstehen.
 

Auch die Kreditinstitute, die diese
Zwangsabgabe kassieren müssen,
haben es aufgegeben, ihre Kunden
über jeden weiter auftauchenden
neuen "Sachverhalt" zu informieren.

Download der weiteren 105 Seiten
"Klarstellungen" des Finanzministerium
zur Abgeltungsteuer durch Click auf
diese Zeile...


28.12.09: Bundesfinanzministerium ist enttäuscht
Die Steuereinnahmen aus der Abgeltungsteuer sind in diesem Jahr niedrig ausgefallen.

Grund dafür ist, dass Börsianer Kurs-
gewinne bei weitem nicht schon
schnell realisierten, als gedacht.

Darauf hatten die Steuereinnehmer
aber gesetzt. Denn erstmals war mit
der Abgeltungssteuer auch eine
Kapitalgewinnsteuer verbunden
worden: nämlich rund 30 % auf Kurs-
gewinne abzuschöpfen.
 

Steuereinnahme per Ende Nov. 2009:

aus Abgeltungsteuer
11,664 Milliarden Euro

Das waren 6,8 % weniger als
per November 2008
, als noch
höhere Sparerfreibeträge sowie
die frühere Besteuerungsart
für Kapitalerträge galten.


Liebe Börsianerinnen und Börsianer,

die Abgeltungsteuer wird abgeschafft. Sie könnte auf dem Altar der kommenden
staatlichen "Sparprogramme" geopfert werden. Aber ACHTUNG! Die Abschaffung
wird die Steuerlast der Sparer weiter erhöhen.

Professor Peter Bonfinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, leistet zur Abschaffung der Abgeltungsteuer
bereits interessante Vor-Denkarbeit. Seine Gedanken wird die Regierung schnell
aufgreifen.

Bofinger äußerte seine Überlegungen zur noch schärferen Besteuerung
der Sparer am 22.12.09 in einem Interview des Deutschland-Radio:
     
Bofinger:   ...wo ich meine, dass man sparen könnte. Ein Punkt wäre für mich die Abgeltungssteuer auf Zinseinnahmen, die ja bedeutet, dass Menschen, die ihr Geld in sicheren Anlagen halten, subventioniert werden im Vergleich zu Anlegern, die Aktien halten. Die Abgeltungssteuer bedeutet ja, dass Zinseinnahmen nur mit rund 26 Prozent versteuert werden, während, wenn ich eine Dividende von einem Unternehmen bekomme, ich eine Besteuerung von 48 Prozent habe.
Rundfunk-
Moderator
Spengler:
  Und wie würden Sie da jetzt sparen?
Bofinger:   Wenn die Abgeltungssteuer einfach ersetzt würde durch eine ganz reguläre Besteuerung der Einnahmen, also mit dem persönlichen Steuersatz, wäre das eine ganz konkrete Sparmaßnahme, weil der ja dann höher ist als die 25 Prozent Abgeltungssteuer.
   
In der Zeitung Rheinische Post wird Bofinger seine Forderung nach höheren Steuern für Sparer am 28.12.09 wiederholen!    

Ältere Informationen, die aus den Jahren 2006, 2007 und 2008, finden Sie im
Archiv-der-Abgeltungssteuer.


"Die Abgeltungsteuer als Verkaufsmaschine zu nutzen. Das war das erklärte Ziel der Fonds- und Zertifikate-Industrie in Deutschland".

Dieser obige Satz war mein Jahresanfangskommentar 2009.
Er gilt unverändert auch für das Jahr 2010.
Denn an der "Verkaufsfront der Kreditinstitute hat sich nichts geändert".
Dort ist weiter Druck, Druck und nochmals Druck angesagt. Wie es die
Stiftung Warentest Anfang Dezember mittel Test-Beratungsgesprächen
erfuhr.

 

Sie, liebe Börsianerinnen und Börsianer, haben den Druck gespürt, der seitens der
Kreditinstitute auf Sie ausgeübt wurde, damit Sie deren sog. Anlageprodukte kaufen.
 
Dieser Druck wird sich im kommenden Jahr leider wiederholen. Weiterhin werden
Ihnen die Verkäufer und Vermittler komplizierteste und unsinnige Anlageformen
schmackhaft machen.
 
Deshalb hier mein Anlagetipp Nr. 1 für das Jahr 2009:
 

Wissen bringt stets die beste Rendite.

Sie möchten endlich in Ihren Geldanlage-Entscheidungen unabhängig von Ihrem Kreditinstitut werden.

Deshalb:
Investieren Sie zuerst in Ihr Wissen. Und dann erst in Kapitalanlagen.
Denn Sie merken es schon lange, dass eine Anlageberatung, die die Bezeichnung Beratung verdient, heutzutage in Kreditinstituten nicht mehr stattfindet.

Deshalb:
Werden Sie unabhängig; wissen Sie mehr als junge und unerfahrene Wertpapierverkäufer.


Ich informiere Sie gern präzise über Geldanlagen, die wirklich sinnvoll und zielführend sind.
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Info des Finanzministeriums zur Abgeltungsteuer. Click!

Zur Archiv Info über Abgeltungssteuer. Click!